Ja, da stimme ich Dir zu.
Natürlich muss ein demokratischer Staat das Recht haben sich zu verteidigen, dies habe ich ja nicht bezweifelt.

Aber, dies muss in den von diesem demokratischen Staat definierten Parameter geschehen.
Es kann nicht angehen, dass ein demokratischer Staat seine eigenen Spielregeln bricht, nur weil es momentan besser ins Konzept passt.

Das Problem ist, dass der Tot der Demokratie schleichend ist, unspektakulär ist. Man bemerkt die Aufweichung nicht, zumindest am Beginn und dann ist es zu spät.
Darin sehe ich die wahre Gefahr für die Demokratie. Zunächst passt man die Demokratie gewissen Bedürfnissen an, Bedürfnisse welche wahrscheinlich absolut berechtigt sind, aber irgendwann beginnt eine gewisse Eigendynamik und aus der Demokratie wird eine Diktatur....

Und nein, ich bin nicht der Meinung, das in der Weimarer-Republik die Demokratie versagt hat. Die Menschen waren einfach noch nicht reif genug für Freiheit, für Demokratie. Das Volk selbst hat die Demokratie gestürzt und eine Demokratie kann und darf sich nie gegen ihr eigenes Volk wenden....
Jahrhunderte unter der Knute, unter dem Diktat eines elitären Grüppchens, welches sich auf ein "von Gott gegebenes Recht" berufen hat, hat eben seine Spuren hinterlassen.
Selbst im neuzeitlichen Ursprungsland der Demokratie, in Frankreich funktioniert dieser Schritt nicht auf einmal, immer wieder kehrte Chaos, Diktatur und Monarchie zurück...