Ich teste M2 im Opera 7.50 gerade. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat - denn sie ist erstmal standardmässig ziemlich anders, als die "herkömmlicher" Mail-Clients.

Wenn man das erste mal sein Postfach anschaut, wird man links die gewohnte Verzeichnisstruktur vermissen. Diese ist in die linke Sidebar integriert (Einfach auf den linken Rand klicken oder F4 drücken, um sie zu erreichen). Von dort aus hat man während des Surfens immer Überblick über die Mails (wie auch Bookmarks, Kontakte, Suchfunktionen etc.) was ich in der kurzen Testzeit bereits zu schätzen gelernt habe. Das Hauptmail-Fenster stellt ein ganz normales Tab neben den anderen Browser-Tabs dar.

Nach einer ersten Orientierungsphase ist M2 der Mail-Client, der mir am wenigsten Konfigurationsaufwand abgenötigt hat. Zugangsdaten eintragen, fertig. M2 filtert die Mails selbstständig, sortiert Mailinglisten, zusammenhängende Threads, Mails mit verschiedenen Anhängen (bilder, dokumente, zips etc), Mails nach zugeordneten "Labels", unsortierte Mails, Spam - und das alles von allein ohne einen einzigen Filter. Selbst Hand anlegen muss man nur, wenn man z.b. die schon vorsortierten Mailinglisten-Mails nicht mehr im Hauptposteingang anzeigen lassen will. Sonst ist das Mailmanagement so einfach und intuitiv wie nie und beschränkt sich auf das gelegentliche "Labeln" von Mails, die sich dann prompt selbst umsortieren.

Eigene Filter lassen sich natürlich auch über einfache Regeln erstellen (z.b. Aussortieren aller Mails mit "Haben sie Neuigkeiten für uns" im Betreff ). Einen selbstlernenden Bayes-Spamfilter gibts noch dazu, der allerdings ein bisschen angelernt werden will. Dazu gibt man ihm ein paar Spam-Mails zu fressen und auf den gefutterten Erfahrungen basierend trifft er dann eigene Entscheidungen, die gerade am Anfang schonmal falsch sein können - aber einfach über zwei Mausklicks zu korrigieren sind.

Ich war am Anfang sehr skeptisch, doch mittlerweile überzeugt mich das intelligente Konzept von M2 und ich vermisse das Einstellungsmonster "The Bat!" nicht so doll wie befürchtet.