Once were Warriors (1995)
http://www.imdb.com/title/tt0110729/
Dieser wunderbare neuseeländische Film ist zwar kein "Kunstkino", aber doch den meisten Leuten hier nicht bekannt. Insofern werde ich ihn einmal kurz vorstellen.
Zusammenfassung der Handlung (Auf Englisch, da ich gerade nur IMDB zur Hand habe):
Set in urban Auckland (New Zealand) this movie tells the story of the Heke family. Jake Heke is a violent man who beats his wife frequently when drunk, and yet obviously loves both her and his family. The movie follows a period of several weeks in the family's life showing Jake's frequent outburst of violence and the effect that this has on his family. The youngest son is in trouble with the police and may be put into a foster home while the elder son is about to join a street gang. Jake's daughter has her own serious problems which are a key element in the plot.
Once were Warriors ist einer der wohl besten und eindringlichsten Filme über die Ursachen und Auswirkungen familiärer Gewalt, die ich je gesehen habe. Ungeschönt zeigt er, wie Perspektivlosigkeit und Minderwertigkeitskomplexe den Vater immer mehr in den Alkoholismus treiben, der dann seine Aggressionen zunehmend an seiner Frau und seinen Kindern auslässt.
Beeindruckend dargestellt wird er von Temuera Morrison, der dem Kinofan am ehesten als Jango Fett in Episode II ein Begriff sein dürfte.
Hier wird nicht einfach nur ein simples Bild "Böser gewalttätiger Vater terrorisiert seine Familie" gezeigt, sondern zu differenzieren versucht. So gibt es immer selten werdende Szenen der Heiterkeit und Liebe, die jedoch erschreckend schnell in Gewalt umschlagen können.
Dieser Film ist nichts für "schwache" Gemüter. Wenn Jake einmal wieder seine Frau krankenhausreif schlägt, oder seine Tochter von einem Verwandten missbraucht wird, blendet die Kamera nicht wie in sovielen anderen Filmen einfach weg, sondern zeigt schonungslos die Realität. Nicht viele Filme verstehen es, ein derart mitreißendes und mitunter den Zuschauer einfach nur abstoßendes Bild häuslicher Gewalt zu zeigen, ihn mit den Familienmitgliedern mit leiden zu lassen.
Falls der Film in der Videothek Eurer Wahl nicht erhältlich ist - durch entsprechende "Bezugsquellen" im Internet (ich muss das nicht weiter ausführen) ist er recht schnell erhältlich. Bedingung sind dann allerdings gute Englischkenntnisse, da die Sprache natürlich mit starkem neuseeländischen Akzent gefärbt ist.




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