So, diesmal gibt es mal wieder einen Tip von mir. Diesmal kommt er zwar nicht aus Asien, ist aber dennoch für Freunde des internationalen Kinos interessant.
El Espinazo del diablo - The Devils Backbone (Spanien/Mexiko 2001, IMDB Eintrag)
Bevor Guillermo del Toro mit "Blade 2" und "Hellboy" zwei grössere Produktionen in die Kinos brachte, hat er diesen kleineren fantastischen Film in Spanien gedreht. Dabei steht das Fantastische und Übernatürliche gar nicht so im Vordergrund der Geschichte.
Que es un fantasma?
Diese Geschichte spielt in Spanien im Jahr 1939. Das Land ist vom Bürgerkrieg geplagt. In einem abgelegenem, ehemaligem Kloster leiten Professor Casares (Frederico Luppi) und die Dame Carmen (Marisa Peredes) ein Waisenhaus. Gerade neu angekommen ist der Junge Carlos, welcher nun erst einmal vor dem Problem steht, von anderen akzeptiert zu werden. Besonders der ältere Jaime beginnt den Neuankömmling zu ärgern. Jedoch ist das nicht, was Carlos die grösste Angst bereitet. Denn Carlos erscheint der Geist eines Jungen, welcher ihn auf ein großes Unrecht hinweisen will.
"El Espinazo del Diablo" als Horrorstreifen einzuordnen, würde dem Film nicht gerecht werden. In erste Linie ist es ein menschliches Drama, welches zeigen will, was der Krieg aus den Menschen hervorbringt - das Gute wie das Schlechte. Mit einer großartigen visuellen Gestaltung, viel Symbolismus und herrvoragenden Darstellern (besonders die Jungen zeigen Talent) hat Gullermo del Toro ein kleines Meisterwerk geschaffen.
Der Film lief in Deutschland nur auf dem Fantasy Filmfest und wurde dann von der Kinowelt auf DVD herausgebracht. Diese DVD (z.B. bei Amazon zu haben) ist an sich in Ordnung, es fehlt aber der Audiokommentar und kommt ansonsten qualitativ auch nicht an die neue Special Edition aus den USA (RC1, beispielsweise bei CD-WOW zu haben, für Links und bessere Preise siehe Versandhändler Thread) heran. Diese bietet ein brilliantes Bild, wobei del Toros gewünschte Farbgebung besonders gut zur Geltung kommt.
Interessanterweise gibt es für den Film auch keine englische Synchro, so dass man gar nicht anders kann, als den Film im Original (mit Untertiteln) zu erleben. Was aber nur die schauspielerischen Leistungen weiter hervorhebt.





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