Diarios de motocicleta
Die Reise des jungen Che (The Motorcycle Diaries)



Handlung:

"Let the world change you, and you can change the world."

Die Reise des jungen Che, welche bei ihrer Weltpremiere beim Sundance Filmfestival 2004 mit stehenden Ovationen belohnt wurde, begleitet eine inspirierende Reise des Selbstentdeckens und folgt den jugendlichen Wurzeln eines revolutionären Herzens. Die reichhaltige und komplexe menschliche und soziale Topographie des lateinamerikanischen Kontinents wird in all ihrer Schönheit offenbart, während zwei Freunde das Leben in vollen Zügen erleben. Regie führte Walter Salles (Central Station, Behind the Sun), die Geschichte wurde von José Rivera von den Tagenbüchern zweier real existierender junger Argentinier - Alberto Granado und Ernesto Guevara de la Serna (später einmal "El Che") - für das Kino adaptiert.

Im Januar 1952 ist Ernesto (Gael García Bernal *mjammi* ) ein 23jähriger Medizinstudent, der sich auf Lepra spezialisiert. Alberto (Rodrigo de la Serna), Alter 29, ist Biochemiker. Die beiden Männer verabschieden sich von ihren Familien und später von Ernesto's Freundin Chichina Ferreyra (Mía Maestro). Mit einem romantischen Sinn für Abenteuer schwingen sie sich auf Alberto's Motorrad eine 1939 Norton 500 (Spitzname "La Poderosa" ["Die Allmächtge / The Mighty One"]). Das alternde Motorad trägt sie weiter und weiter weg vom bekannten und bequemen Buenos Aires, hin zu überraschenden und aufregenden Orten. Die beiden Freunde werden fast zu soetwas wie Brüdern.

Über einen Zeitraum von acht Monaten und eine Strecke von 8000 Meilen, entwickelt sich, was als fixe Idee begann, zu einer echten Entdeckungsreise. Dabei entdecken sie nicht nur sich selbst sondern auch einen Kontinent gefüllt mit unendlichem Schmerz und unendlicher Hoffnung. Von heimatlosen Minenarbeitern zu Prostituierten auf Flussdampfern, von Lepra bis zu wohlhabendem niederem Adel, entdecken Ernesto und Alberto in sich selbst eine Zuneigung zur Menschheit und die Bestimmtheit die Welt zu verändern.

Originally posted by kino.de
In den frühen 50er Jahren unternehmen die Studenten Che Guevara (Gaël García Bernal) und Alberto Granado (Rodrigo De la Serna) eine abenteuerliche Reise quer durch Südamerika über Chile, Peru und Venezuela. Zunächst starten sie mit einem alten Motorrad, dann geht es zwangsweise zu Fuß weiter, auf Schiffen oder den Ladeflächen freundlicher Fernfahrer. Im Laufe der Reise knüpft man nicht nur romantische Bande, sondern lernt auch die soziale Wirklichkeit und politische Ungerechtigkeit auf dem gesamten Kontinent kennen.

Die politische Bewusstwerdung und Selbstfindung des größten Revolutionärs des 20. Jahrhunderts dient als Basis eines romantischen Coming-of-Age-Roadmovies frei nach den Tagebüchern des Ernesto Ché Guevara.
Meinung:
Wow. Dieser Film lebt von seinen Bildern, seiner Musik (klasse Soundtrack) und den beiden Darstellern. Viel Natur und Umgebung von den Anden (Manchu Pichu) über die Atacama Wüste zum Amazonas und natürlich diverse Städte wie Buenos Aires und Lima bekommt man hier zu sehen, als blättere man im GEO Kalender von 2005 *g*. Diese Bilder transportieren die Vielfältigkeit des Kontinentes und die Reise der beiden Männer glaubwürdig.

Schade fand ich dass bereits im ersten Drittel das Motorrad den Geist aufgibt und der Titel damit etwas an Gewicht verliert. Den Rest der Strecke gabs dann zu Fuß, per Anhalter oder auf einem Floß. Natürlich mussten 8 Monate auf 2 Stunden gepresst werden und nur die wichtigsten Stationen konnten gezeigt werden. Gen Ende sieht man das Feuer der Revolution in Ernesto langsam aufflammen, auch wenn es schon von Anfang an in seinen Augen lodert.

Der Film kommt super ohne eine Stilisierung zum Helden oder zum Staatsfeind aus und zeigt einen Che in meinem Alter (bin nur sauer dass er als Medizinstudent schon so viel weiter war als ich jetzt *g*) in dem er die Ungerechtigkeiten in Lateinamerika beginnt zu erkennen. Ein absoluter Tipp von mir. Robert Redford war übrigens ausführender Poduzent.

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hier im Kino @kino.de

seit 28.10.2004 in den Kinos
Drama/Abenteuer - USA/Deutschland/Argentinien 2003
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren - 126 Min. - Verleih: Constantin/Four Films

Cast:
Gael García Bernal als Ernesto Guevara de la Serna ("El Che")
Rodrigo De la Serna als Alberto Granado
Mía Maestro als Chichina Ferreira
Mercedes Morán als Celia de la Serna
Jean Pierre Noher als Ernesto Guevara Lynch
Lucas Oro als Roberto Guevara
Susana Lanteri als Tante Rosana
Gustavo Bueno als Dr. Hugo Pesce
Jorge Chiarella als Dr. Bresciani

Crew:
Regie: Walter Salles
Drehbuch: José Rivera
Buchvorlage: Ernesto Ché Guevara, Alberto Granado
Kamera: Eric Gautier
Schnitt: Daniel Rezende
Musik: Gustavo Santaolalla
Produktionsdesign: Carlos Conti, Laurent Ott, Coco Oderigo, Maria Eugenia Sueiro
Kostüme: Beatriz De Benedetto, Marisa Urruti
Ton: Jean-Claude Brisson
Produzenten: Michael Nozik, Edgar Tenenbaum, Karen Tenkhoff
Koproduzenten: Daniel Burman, Diego Dubcovsky
Ausführende Produzenten: Hanno Huth, Robert Redford, Paul Webster
Casting: Walter Rippell



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