Originally posted by Kaff@17.05.2004, 13:46
Dolls (Japan, 2002)
Matsumoto verlässt seine Freundin Sawako für die Tochter eines reichen Geschäftsmannes. Diese erleidet einen Zusammenbruch und kommt in psychologische Behandlung. Von Gewissensbissen gepackt schmeisst Matsumoto alles hin und nimmt Sawako mit auf eine Reise. Über ein Seil verbunden wandern sie durch Japan.
Der alternde Yakuza Boss Hiro hat als junger Mann seine Freundin sitzen gelassen. Diese sitzt nun jeden Samstag im Park und wartet auf ihn. Nach über 30 jahren will Hiro sie wieder aufsuchen...
Haruna ist eine ziemlich schöne und erfolgreiche Sängerin. Bei einem Unfall wird sie entstellt. Danach zieht sie sich zurück und will von niemanden gesehen werden. Ihr grösster Fan Nukui entschliesst sich, sie aufzususchen.
In wundervoll fotografierten Bildern erzählt Takeshi Kitano die drei Geschchten um unerfüllte Liebe. Auch wenn die Erzählung manchmal etwas langsam voran schreitet, kam bei dennoch kaum Langeweile auf. Interessant ist, dass die Geschichten untereinadner mehr oder weniger verbund sind. Und wenn Matsumoto und Sawako schweigsam durchs Bild wandern, kann man sich ein Schmunzeln nur schwer verkneifen.
In den Interviews geht Takeshi Kitano auf die verschiedenen Aspekte der Geschcihete ein (und schliesst es nicht ganz aus, dass man es auch mit Humor nehemen kann). Wo finden sich die Interviews? Genau, auf der DVD. Und hier kann man sich sogar die deutsche Ausgabe von Sunfilm holen. Die ist nicht nur hübsch verpackt, sondern steht auch den internationalen Veröffentlichungen in nichts nach.eine woche vorher läuft sogar:WDR, Mittwoch, 13.04., Spielfilm/Liebe 23:30 - 01:15 Uhr
TV-Erstaufführung
Dolls
Japan 2002
Aus der Ästhetik und Tradition des Bunraku-Marionetten-Theaters werden drei Geschichten von 'unsterblicher Liebe' entwickelt: ein glückliches junges Paar wird von den verfeindeten Eltern vor eine verhängnisvolle Wahl gestellt, die tragische Folgen hat und in Schuld, Wahnsinn und Buße endet; ein mächtiger Yakuza-Boss erinnert sich nach dreißig Jahren an seine Jugendfreundin, die er einst auf der Suche nach Erfolg verlassen hat und die er jetzt an ihren früheren Treffpunkten wieder sucht; ein glamouröser Pop-Star mit einem hektischen Leben zwischen TV-Shows und Autogrammstunden trifft auf den ergebensten Fan, der endlich seine Liebe beweisen kann.
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WDR, Mittwoch, 06.04., Spielfilm/Drama 23:15 - 00:30 Uhr
Fernseherstaufführung
A snake of june - Rinkos Geheimnis
A snake of June
Kunst und Sexploitation aus Japan: Shinya Tsukamoto genießt in Kultkreisen einen legendären Ruf mit schockierenden Bildern, die über Lynch und Cronenberg hinausgehen.
Die Psychologin Rinko versucht, Selbstmordkandidaten vom Sinn des Lebens zu überzeugen, dabei verliert ihre eigene Ehe allen Sinn, in der sie mit Shigeko kalt und gefühllos nebeneinanderher lebt. Eines Tages erhält sie Fotos von sich selbst - in Momenten vermeintlicher Intimität, allein mit ihren sexuellen Obsessionen. Es folgen Anrufe eines Voyeurs, der sie zu sadistischen Spielen zwingt. Er schickt sie im Minirock mit ferngesteuertem Vibrator auf eine Tour de Force durch öffentliche Toiletten und U-Bahnhöfe Tokios.
Eine kalte blau-monochrome Großstadthölle im Dauerregen, klaustrophobische Angst, geschwürartige Verwachsungen von Menschen und Objekten, Mensch-Maschine-Metamorphosen, zwanghafte Phantasien um eine Fotokamera, aufgeladene sexuelle Symbolik, Triebsublimierung, implodierende Normalität.
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