Ich glaube, wir haben es mit einem grundsätzlichen Problem zu tun, an dem auch zB Fortsetzungen von Kassenschlagern oft kranken: Die Produzenten möchten unbedingt das Original "toppen". Und konzentrieren sich eben nur darauf!
Natürlich ist Anno 1503 technisch 1602 überlegen. Aber es ist auch viel komplizierter geworden. Bei 1602 musste man nur kurz das Handbuch überfliegen, ausproberen, ein paar Mal nach wenigen Minuten ein neues Spiel beginnen und bald hatte man den Bogen raus, ohne dass es langweilig wurde. Bei 1503 hat man Spieler wie mich vor den Kopf gestoßen, da vieles anders war. Nicht weiterentwickelt, sondern völlig verändert. Warum? Ist ja toll, wenn es etwa doppelt so viele Gebäude und neue Bedürfnisse gibt. Aber was war am simplen Knopfdruck zum Erforschen einer Insel verkehrt? Oder am Steuersystem, das zusätzlichen Reiz auslöste, weil man bei Geldnot rasch die Steuern erhöhen konnte und wieder runterschrauben, wenn´s besser ging, um die Bürger nicht zu verärgern.

Das Gleiche ist bei Baphomets Fluch 3 passiert: Das 3D-System ist für 2D-gewöhnte Spieler wie mich verwirrend. Sah das Ganze wirklich so viel toller aus? Ich finde nicht. Dazu kamen die vermurkste Steuerung und das Problem, dass die wechselnde Perspektive in den "Actionszenen" dazu führt, dass man die selbe Szene zigmal wiederholen muss, weil man partout in die falsche Richtung läuft. usw.

Manchmal ist weniger mehr.