Nachdem Ihr nun alle der Meinung seid, daß Rechtschreibung wichtig ist, aber dennoch ein Auge bei den anderen Teilnehmern zudrückt (wohl aus dem Grund, daß man diese Leute doch nicht ändern kann), stellt sich mir die Frage, wie das "rechte Schreiben" denn funktioniert:

Ich habe bislang gedacht, daß man beim Schreiben die Regeln der Rechtschreibung parat hat und seine Worte dementsprechend schreibt und seine Sätze interpunktiert. Beim Schreiben passieren natürlich Fehler (insbesondere beim Tippen), da man parallel aber den bereits geschriebenen Text liest und (ein wenig Sorgfalt vorausgesetzt) den vollendeten Text noch ein zweites Mal durchliest (auch wenn natürlich Übersichtsprobleme bei zu kleinen Eingabefenstern entstehen), sollte man aufgrund seines Wissens doch die meisten Fehler beheben können.

Offenbar verhält es sich aber anders: Es werden die nur die Worte zu Papier/auf den Bildschirm gebracht (und auch das nicht immer richtig), die eigene Satzstruktur (Hauptsatz/Nebensatz u.ä) nicht erkannt, die Interpunktion nur flüchtig hinzugefügt. Wie sonst ist es zu erklären, daß Signalwörter im Text wie Relativpronomen, erweiterte Infinitive u.ä. einfach beim Lesen "überfahren" werden, ohne daß man sich an die dann greifenden Interpunktionsregeln erinnert und danach handelt? Hat man als Schreibender nicht schon ein paar Worte im Kopf, bevor man sie schreibt? Oder tippen diese Personen schneller, als sie denken? Entstehen die meisten Beiträge quasi erst "in den Fingern"?