Nachdem BMG angekündigt hatte, sich auf ihre "Topacts" (genannt wurden "Jeanette" und "Yvonne Catterfeld") zu konzentrieren und ihre kleineren Fische ins Trockene zu setzen - und damit endgültig den Aufbau von Nachwuchsbands zu stoppen - kommt jetzt die nächste Aktion auf dem konsequenten Weg zu immer mehr Qualitätsverlust.

BMG hat auf den sinkenden CD-Absatz reagiert und will die Preise senken. Aha, gutes Zeichen, denkt man. Löblicher Vorsatz. Aber das geht natürlich nicht einfach so. Man hat sich ein ganz cleveres neues Preismodell einfallen lassen - und das sieht so aus:

Neue BMG-Cds gibt's künftig in 3 Versionen. Als Billig-CD für 9,99 Euro ohne gedrucktes Cover mit CD-R-Charme, als Normalversion für 12,99 Euro und als Deluxe-Ausgabe für 16,99 Euro.

CDs von Eintagsfliegenbands gibts dann am Ende nur noch in der "Billig"-Ausgabe, was die Wegwerfmentalität der Musikindustrie mal so richtig offen legt...

Der Effekt des ganzen: Für Raubkopierer gibt es fortan überhaupt keinen Grund mehr, sich CDs zu kaufen, wenn diese schon ohne Artwork in nem Pappschuber am besten noch mit Werbung hinten drauf ankommen. Da kann der heimische Drucker mehr. Auf der anderen Seite werden kaufwillige Fans abgezockt, denen die CD in ihrer Verpackung noch etwas wert ist.