Damals war es wahrscheinlich etwas besonderes, Menschen in Schwerelosigkeit zu sehen, Raumschiffe im All und ähnliches. Heute bietet diese Effekte jeder mittelmäßige Science Fiction Film.
Ja, aber wie.

Vorallem Star Trek hat leider einige "Untugenden" eingeführt, an denen sich seitdem unzählige SF-Filme und Serien orientiert haben.

- Das Weltall ist bunt, belebt und überschaubar - man rennt quasi an jeder "Ecke" in irgendwelche fremdem Schiffe, Planeten, Stationen etc.
- Das All ist ziemlich laut. Waffen machen trotz Vakuum schön "bumm", wie es sich gehört.
- Dem All fehlt jegliches Tiefengefühl. Es ist eine zweidimensionale Ebene, auf der Schiffe herumschwimmen.
- Schiffe werden grundsätzlich "richtig herum" gezeigt. Auch wenn sich zwei Schiffe treffen, begegnen sie sich immer korrekt aneinander ausgerichtet.

Ich bin leider kein großer Film-Kenner, aber bisher hat es für mich kein Film seit 2001 geschafft, den Weltraum so überwältigend groß, leer, kalt und beklemmend realistisch darzustellen. Das Gefühl der Isolation und Verlorenheit der Protagonisten, die nur ein unheimlich winziger Punkt in einem unvorstellbar riesigen Universum sind, der sich scheinbar fast gar nicht in Relation zu irgendwelchen Bezugspunkten fortbewegt, kommt gut rüber.

Abgesehen davon sind die langsamen Schnitte angesichts des heutigen Actionkinos, wo sich kein SF-Film mehr traut, dem Zuschauer die unrealistischen CGI-Weltraumszenen länger als 5 Sekunden ins Gesicht zu drücken, weil der sonst beginnen könnte, sich zu langweilen.

Zum Film selbst kann ich sonst gar nichts sagen, weil ich ihn einfach furchtbar lange nicht gesehen habe. Wäre mal wieder Zeit. Warum sagt mir niemand Bescheid, wenn er im TV läuft? Jedes Mal verpasse ich ihn wieder. *g*