Es gibt unverständlicherweise auch Menschen, die die deutsche Wirtschaftssimulation "Der Planer" für spannend hielten. Diese Wirtschafssimulation mag bestimmt einigen Grad an Realismus erbracht haben, für damalige Verhältnisse. Das änderte aber nichts daran, dass das Spiel trotzdem dermaßen öde war, dass einem zum grausen war.Originally posted by Sepia@22.06.2004, 09:14
Daran hätte Kubrick allerdings wahrscheinlich nicht seine Freude gehabt. Und ich auch nicht.Noch etwas kommt dazu: Wenn ich mir einen Film ansehe, will ich auch unterhalten werden. Mal ernsthaft, mal oberflächlich, aber unterhalten. Wenn ich mir so einen Film ansehe, will ich eines nicht - eine trockene Dokumentation. Und genau diesen Charakter hat für mich 2001. Das kann man als Kompliment nehmen, andererseits aber auch als Kritik.
Auch wenn es schier unglaublich klingt: Nicht für jeden Zuschauer ist 2001 eine trockene Dokumentation. Und es gibt Zuschauer, die werden tatsächlich unterhalten von 2001. Beim ersten Gucken. Beim zweiten. Beim dritten. Beim vierten. Und auch beim fünften. Ja eigentlich bei jedem Durchlauf. Und sogar in der Zeit zwischen den Durchläufen unterhält er sie.
Ganz so arg fühle ich das bei 2001 nicht, aber das Prinzip ist dasselbe. Gute Ansätze werden durch einen Realismus Overkill zunichte gemacht. Ich bin auch kein Fan von hörbaren Explosionen im Weltraum, aber damit das Zusehen auch Spaß macht und eine gute Handlung erzählt werden kann, muss meines Erachtens ein Kompromiss zwischen Realismus und interessanter Handlung geschlossen werden. Vielleicht sogar im Science Fiction Genre mehr als in sämtlichen anderen Genres.
.... schau dir doch einfach mal sämtliche Psychothriller an, in denen gespaltene Persönlichkeiten ihr Unwesen treiben. Das ist meist recht spannend, aber psychologisch gesehen völliger Stuß. Aber wen interessierts? ...









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