Wettlauf zum Mond (Teil 2) - und Google ist dabei

mit X-Prize nun sogar bemannt zum Mond:

http://www.raumfahrer.net/news/raumf...07170630.shtml

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Aber auch die NASA ist schon weiter:

Constellation: Das Erbe der Apollo- und Shuttle-Programme von Georg Jakubaas


Actual news about Constellation by NASA:
http://www.nasa.gov/mission_pages/co...ain/index.html


Am 24. Juli 1975 endete das bemannte Apollo-Programm mit der Landung des Kommandomoduls der Apollo-Sojus Mission im Pazifischen Ozean. Jetzt, 32 Jahre später, läuft die Ent-wicklung des Constellation-Programms auf Hochtouren. Das Ziel ist ein System zu bauen, mit dem sowohl ISS-Versorgungsflüge, als auch Mond – und später Marsmissionen ermöglicht werden sollen. Dazu wird ein neues Raumschiffsystem entwickelt. Doch was ist wirklich neu und was wurde übernommen?

Das neue Sternbild am Himmel

Unter dem Begriff "Constellation" (übersetzt: Sternbild), versteht die NASA das Projekt, in dessen Rahmen die neue Raumschiffgeneration entwickelt wird. Das Programm umfasst die Ares I und Ares V Trägersysteme, das Orion Crew- und Versorgungsmodul (CM/SM), sowie das bisher namenlose Landemodul. Nachdem sich das Space Shuttle langfristig als zu teuer erwiesen hat und 2010 ausgemustert wird, verwendet die NASA im Ares-System nur die bewährtesten Technologien und Verfahren der Apollo- und Shuttle-Programme.

Die Ares I

Im Vergleich zur Saturn V Rakete ist bei der Ares I neu, dass sich das Mondlandemodul nicht an Bord befindet. Bei einer Mondmission beschränkt sich die Ares I damit auf das Transportieren der Besatzung und der CM/SM Einheit. Die Ares I wird aber auch für unbemannte Versorgungsflüge zur ISS eingesetzt werden, bei welchen sie knapp 23 Tonnen Nutzlast befördern kann. Wegen ihrer schlanken Form wird sie auch einfach "The Stick" genannt.Die untere, erste Stufe besteht aus einer angepassten, von vier auf fünf Segmente erweiterten Feststoffrakete, welche von den SRBs des Space Shuttles abgeleitet und mit einem Steuerungssystem zur Stabilisierung der Rakete erweitert wurde.

Die zweite, obere Stufe bildet ein J-2X Raketenmotor. Das J-2X Triebwerk ist eine Weiterentwicklung des J-2, welche in der Saturn 1B und in der Saturn V zum Einsatz kam und der in den frühen 70er Jahren gebauten, vereinfachten J-2S, welche aber nie zum Einsatz kam. Sie wird mit einem flüssigen Treibstoffgemisch (Wasserstoff und Sauerstoff) aus einem Tanksystem ähnlich dem des Space Shuttles gespeist. Darüber liegt das Orion Crew- und Versorgungsmodul (CM/SM), welches durch einen Adapter und einer Instrumenten-Einheit mit der Trägerrakete verbunden ist. An der Spitze dieses Systems befindet sich ein von der Saturn V her bekanntes Startabbruch-System, welches auch einen Schutzkonus über dem Crewmodul beinhaltet und beim Absprengen mit der Rettungsrakete mit abgetrennt wird.

Die wichtigsten Daten
Höhe: 94,0m
Durchmesser: 5,5m
Startgewicht: Noch unbekannt
Nutzlast: 24,5 Tonnen (Bahnneigung 28.5°)
Nutzlast: 22,9 Tonnen (Bahnneigung 51.6°, ISS)
Jungfernflug: 2009

Die Ares V

Die Ares V ist der Lasttransporter des Constellation Programms. Sie wird die Landemodule ins Weltall befördern. Die Basisstufe besteht aus einem Flüssigtreibstoff-Triebwerk mit fünf RS-68 Motoren. Die RS-68 wurden ursprünglich für das Delta IV Raketensystem entwickelt. Der Treibstofftank mit flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff ist eine grössere Version des externen Space Shuttle Tanks. Ebenfalls in der Basisstufe kommen zwei Feststoffraketen ähnlich wie beim Space Shuttle zum Einsatz. Diese Raketen bestehen wie auch bei der Ares I aus fünf Segmenten, womit eine höhere Schubkraft und eine längere Brenndauer als beim Shuttle erreicht werden. Die Feststoffraketen werden wie beim Space Shuttle wiederverwendbar sein. In der zweiten Stufe kommen wie auch bei der Ares I J-2X Triebwerke zum Einsatz. Diese zweite Stufe dient dazu, den Erdorbit zu erreichen, als auch um die CM/CS Einheit, gekoppelt mit der Landefähre aus dem Erdorbit zum Mond zu befördern.

Über der 2. Stufe befindet sich der Nutzlastbereich, in welchem das Landemodul für eine Mond- oder Marsmission, oder eine andere Last befördert werden. Zuoberst befindet sich eine Haube aus Verbund-Werkstoffen, welche die darunter liegende Fracht während des Aufstiegs in den Erdorbit schützt und im Orbit abgesprengt wird.

Die wichtigsten Daten
Höhe: 109,2m
Durchmesser: 8,4m
Startgewicht: Noch unbekannt
Nutzlast: für Erdorbit 130 Tonnen
Nutzlast für Mondorbit: 65 Tonnen
Jungfernflug: 2018

Die Ares IV

Im Januar 2007 informierte die NASA, dass die Entwicklung einer Ares IV ernsthaft in Betracht gezogen werde. Diese Rakete könnte einige oder alle Ares I und Ares V Systeme in späteren Missionen ersetzen, so die NASA. Damit wäre die Ares IV in der Lage, ein komplettes Raumschiffgespann einer Mondlandung auf einmal in den Erd- und Mondorbit und die Besatzung wieder zurück zur Erde zu befördern. Die Ares IV wäre eine Kombination aus der Ares I und Ares V (siehe Grafik). Bei einer Mondlandung würde zum grössten Teil dasselbe Verfahren zum Einsatz kommen, wie es beim Apollo-Programm mit der Saturn V Rakete der Fall war. Der Entscheid für oder wider der Ares IV ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Der zweite Teil dieses Artikels über die Mondlandefähre finden Sie in der kommenden Ausgabe des InSpace Magazins.

Quelle: http://www.raumfahrer.net/