Auch ich plädiere dafür, bei jedem potenziell Klarzuscapenden am besten mit "Premiere" anzufangen, allerdings nicht aus dem Grund, dass die Folge nun so genial wäre.

Ich glaube, dass oftmals schon die erste Folge einer Serie reicht, damit jemand entscheiden kann, ob er sich die Serie weiterhin anguckt. Natürlich kann das gefährlich werden bei verhunzten Pilotfilmen/Pilotfolgen bzw. Serien, die sich noch deutlich steigern. Aber wenn auch nur ein bisschen Interesse für die Charaktere/Schauspieler vorhanden ist, dann wird der Konsument wieder einschalten.

Diese Methode hat bei mir dazu geführt, dass ich "TOS" überhaupt nicht geguckt habe, "TNG" ganz, "DS9" erst ab der vierten Staffel, "Voyager" ganz, "Andromeda" nach kurzer Zeit überhaupt nicht mehr, "Stargate" überhaupt nicht, "Space 2063" ganz, "Saber Rider" ganz (na gut, es wird abwegiger) und "Farscape" natürlich auch ganz, und ich bin mit dieser Ausbeute sehr zufrieden. Ach ja, und wenn ich höre, dass eine Serie bereits nach zwei Staffeln abgesetzt wurde, schaue ich sie mir höchstwahrscheinlich auch nicht an ("Odyssey 5").

Bei Quereinsteigern könnte es ein Problem geben, wenn dem Quereinsteiger bewusst wird, wie viele Folgen er zuvor verpasst hat bzw. nachholen müsste. Das kann extrem demotivierend sein, wie ich z. B. bei "Buffy" erfahren musste. Bei anderen Serien hingegen wie z. B. "J. A. G." klappt das Quereinsteigen recht gut, da auf die wichtigen Ereignisse in der Vergangenheit immer wieder Bezug genommen wird.

Kurzum: Im Prinzip ist jede Farscape-Folge für zu Bekehrende als erster Einstieg geeignet, die Pilotfolge natürlich in besonderem Maße. Dann sollte derjenige wissen, ob er der Serie eine weitere Chance gibt. Ich wusste z. B. schnell, dass ich Kevin "Herkules" Sorbo niemals als Raumschiff-Captain der Andromeda akzeptieren könnte.