Es ist aber viel sinniger, den Verlag am Leben zu erhalten und halt nich nur den Namen auf die Bücher zu drucken.
Den kompletten Verlag kann ich nämlich verkaufen, wenn er nicht mehr lohnenswert ist. Gerade wenn man einen Verlag wie Blanvalet zum Spartenverlag aufbaut, ist es recht einfach, sich von einer Sparte zu trennen, wenn die Leistungen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Eine Abteilung einer größeren Firma zu schließen ist immer problematischer als eine Firma aufzulösen. Außerdem handelt es sich ja um ein eingespieltes Team. Man erschwert ihnen doch nur das Arbeiten, wenn man versucht, sie in eine andere Firma zu integrieren in denen vielleicht ganz andere Strukturen herrschen anstatt sie einfach weiterarbeiten zu lassen.
Und gerade bei der Randomhouse-Goldmann-Connection kommt noch ein Aspekt hinzu: Randomhouse hat keine Ahnung vom deutschen Buchmarkt. Sie wissen nicht, was hier ankommt, sie wissen nicht, wie der Vertrieb hier funktioniert. Allein deswegen ist es schon sinnvoller, Goldmann als eigenständigen Verlag weiterexistieren zu lassen nur dass er halt zu vielen Prozenten einem anderen Verlag gehört.
Und ich bin sicher, es gibt noch ne Menge anderer Gründe mehr, die mir aber wegen eines Mangels an Marktwirtschaftlichen Kenntnissen nicht einfallen. Nicht umsonst redet man von Konzernen, die dann eher Firmengruppen sind und nicht eine einzige Riesenfirma mit einer Menge Sparten.
Unsere Vorstellung ist nicht immer der beste Ratgeber.
Whyme






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