Genau das.Originally posted by Lars@19.08.2004, 10:22
Willst Du damit sagen, daß erst das Rollenspiel entstand und dann die Romane? Zumindest war es bei Star Trek und Star Wars so (erst die Filme, dann die Bücher).Shadowrun ist in erster Linie ein Rollenspiel, die Romane sind - ähnlich wie die Romane zu Star Wars oder Star Trek nur Merchandising.
Würde ich nicht so pauschalisieren. Man kann Shadowrun auch als eine Art Takti-Simulation mit Charakteren sehen und das Ausspielen der Rolle vernachlässigen. Dann kan man das auch als Anfänger spielen, wenn man die Regeln durchackert.Dann ist ShadowRun wohl nichts für jemanden wie mich mit wenig Erfahrung im Rollenspiel-Bereich (und noch weniger im Unterbereich "Pen&Paper-RPG").Das Setting und die Welt ansich finde ich sehr interessant, die Regeln sind meiner Meinung nach eher für fortgeschrittene Rollenspieler gedacht.
Shadowrun kennt im Gegensatz zu anderen Systemen keine festen Charakterklassen. Du mußt Dir überlegen, was dein Char sein soll und kannst danach völlig frei aus einem Pool von Fertigkeiten wählen. Klar kannst Du auch alles nehmen, was Du cool findest, ist auch kein Problem. Aber wenn Du es darauf anlegst, einen stimmigen Charakter zu haben, muss man halt sehr sorgfältig sein.Wie ist das zu verstehen? Kann man sich schon bei Erstellung eines neuen Charakters so "falsch" festlegen, daß dieser es kaum weit bringen wird? Normalerweise sollte ein bißchen "gesunder Menschenverstand" so etwas doch verhindern ...Vor allem die Charaktererschaffung ist sehr frei gestaltet und daher sollte man seinen Char recht gut definieren.
Kommt generell auch die Zusammenstellung der Charaktere an. Für die Datenbeschaffung kannst Du sicherlich auch nen Decker bezahlen, Rückendeckung wird der dir aber nicht geben. Wenn Du nen Decker im Team hast, dann ist das so, wie Du es beschreibst.Die "runs", die in den Büchern beschrieben werden, laufen in der Regel auf zwei Ebenen ab: die weltliche, wo Muskeln und Magie zum Zuge kommen, und die virtuelle, wo der Decker für Rückendeckung sorgt. Erfolgt eine solche Aufteilung auch im Spiel?
Die Datenbeschaffung oder das Eindecken in einen Host ist nicht gut integriert. Es sind viele Proben nötig, um reinzukommen und es dauert verdammt lange. Es wird daher empfohlen, solche Szenen miit einem Decker-Char in einer Spielsitzung ohne die anderen Chars zu machen. Die sitzen eh nur dabei und langweilen sich. Man kann auch darauf verzichten, es großartig auszuspielen aber dann braucht man auch eigentlich keinen Decker spielen.Ist diese gut ins Spiel integriert oder eher Beiwerk bzw. ein Hemmschuh? Macht der Decker nur ab und zu eine Talentprobe, ob er eine Sicherheitssperre aufheben kann (gesperrte Tür, Überwachungskameras u.ä.)?
In der Matrix definitiv mit Programmen.Womit kämpft ein Decker, d.h. mit welchen Waffen? Mit Programmen?
Nein. Jeder Charakter hat einen Essenzwert und jedes Implantat kostet Essenz. Je mehr Chrom (so werden die Implantate umgangssprachlich genannt) ein Char in sich hat, desto machinenartiger sollte er sich benehmen. Sinkt die Essenz auf 0, dann stirbt der char. Zu wirklichen Geistesstörungen kommt es erst, wenn man die aufwendige Prozedur auf sich nimmt, sich über seinen Essenzwert Implantate einpflanzen zu lassen und dann die Seele mittels mächtiger Magie im Körper gebunden wird. Aber das ist kein Zustand für einen Spielerchar. Solche Cyberzombies sind sind nur noch als Gegner zu gebrauchen.Es wird im Glossar der Romane erwähnt, daß sich der (übermäßige) Ersatz von biologischem Material durch kybernetische Komponenten auf die Psyche der Person auswirkt. Kann man seinen Charakter im Spiel dadurch zur Gefahr für sich und sein Team werden lassen? (Man denke nur an die "netten" Szenen aus Robocop 2, wo die ersten Nachfolge-Modelle von Murphy im Labor Amok laufen ...)
Ja, können sie. Sie verlieren aber dadurch einen Teil ihrer magischen Fähigkeiten. Magie wird ebenfalls über die Essenz bestimmt und wenn Du Dir etwas einpflanzen läßt, verlierst Du Essenz und damit auch Magie.Können magisch befähigte Personen trotzdem Decker sein? Dies bereitet dem Protagonisten aus der ersten Trilogie ja im wahrsten Sinne des Wortes erhebliche Kopfschmerzen (er ist Datenbeschaffer, hat aber ihm nicht bekannte magische Fähigkeiten).
Whyme






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