@ Whyme
Eigentlich überzeugt mich das nicht. Ich kann zwar verstehen, dass zusätzliche Lebenserfahrung nicht für jeden reizvoll ist - Ezri ist ja das beste Beispiel, sie wollte sich niemals vereinigen und hat es nur getan, um das Leben des Symbionten zu retten; wäre sie nicht zufällig auf dem Schiff gewesen, auf dem der Symbiont war, wäre sie nie zu Dax geworden. Aber es sollte wirklich genug Leute geben, die die zusätzliche Lebenserfahrung anderer Menschen als sehr wertvoll und erstrebenswert ansehen würden. Ich kann mir vorstellen, dass ich selbst, wäre ich eine Trill, die Möglichkeit sehr gründlich in Betracht ziehen würde.Als Vorteil für den Wirt wird oft die Lebenserfahrung angeführt. Aber ist das wirklich ein Vorteil? Ezri hatte ziemliche Probleme mit den neuen Erinnerungen. Sie haben ihr das Leben verkompliziert. Und wenn ich daran denke, dass ich ein paar andere Leben mit mir herumschleppen müßte... nein Danke. Ich bin froh um jede Erfahrung, die ich selber machen darf. Mir persönlich würde die Individualität in meine Leben fehlen, wenn ich bei allem, was mir passiert, auf die Erfahrungen eines anderen zurückgreifen würde. Wo ist da meine Art, mit den Dingen fertig zu werden? In manchen Dingen mag es das Leben vereinfachen. Aber es nimmt auch ein wenig den Spaß am Leben. Und der größte Nachteil: Man wird den Symbionten nicht mehr los, wenn man ihn einmal hat. Sollte man die Vereinigung nicht mehr wollen, bezahlt man dafür mit dem Leben. Der Vorteil in der Symbiose liegt also eindeutig beim Symbionten. Oder sollte ich ihn eher Parasiten nennen?
Auch kann ich mir vorstellen, dass in einer Gesellschaft, in der Symbiose nicht nur ein Gedankenspiel, sondern Realität ist, diese zusätzliche Lebenserfahrung auch gleich einen viel höheren Stellenwert erhält - wie es ja in der Trillkultur der Fall ist.
Imho gibt es aber keine Indizien, die es rechtfertigen würden, die Symbionten als skrupellos und manipulativ zu bezeichnen. Wären sie tatsächlich so, müssten ihre Wirte doch sofort davon erfahren und die Symbiose zukünftig ablehnen - es sei denn, es gibt eben doch genug Vorteile für sie...
Dem ist aber nicht so. Dann hätte nicht Ezris Mutter sich so sehr gegen die Vereinigung gesträubt, sondern ihre Tochter danach begeistert in die Arme geschlossen ("Prodigal Daughter").Sie preisen die vielen Erfahrungen, die man kostenlos bekommt als große Gabe an und haben letzendlich sogar eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen in der die Vereinigten mehr zählen als die Nicht-Vereinigten.
@ Lars
Ist das nicht eigentlich egal? Ich stelle es mir zwar auch schwieriger vor, noch abzusagen, wenn man einen Großteil des Prozedere schon mitgemacht hat - aber letztendlich zwingt einen niemand dazu. Mehrfach wurde in den Serien gesagt, dass ein Großteil der Trillpopulation sich von vorneherein dagegen entscheidet, eine Symbiose einzugehen. Nur ein sehr kleiner Teil der Trill wird überhaupt am Auswahlverfahren teilnehmen.Es ist richtig, daß man sich von einem Symbionten nicht mehr trennen kann, aber die Untersuchungen und Tests, denen man sich unterziehen lassen muss, sind doch wohl ein Beweis dafür, daß man es auch will? Ob allerdings nicht ein gesellschaftlicher Druck vorhanden ist, der ein Ablehnen erschwert, vermag ich nicht zu sagen.
Phelia






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