Ein durchaus ambivalentes Thema.

Auf der einen Seite ist eine Gefahr, die man kennt, eine Gefahr, vor der man sich schützen kann. Wenn man weiß, zwei Straßen weiter wohnt ein Sexualstraftäter, dann kann man wenigstens die richtigen Entscheidungen treffen, z.B. die Kinder warnen, den Schulweg ändern oder umziehen.

Auf der anderen Seite steht natürlich, dass diese Informationen auch zur Selbstjustiz mißbraucht werden können. Spätestens wenn das erste Kind überfällig ist, wird sicherlich der erste besorgte Vater daran denken, sich den Perversen mal vorzuknöpfen.

Prangerstrafen ansich sind eigentlich recht effektiv. Die soziale Ächtung die mit einer solchen Strafe einher geht, reicht für viele als Abschreckung. Das Problem ist dass Sexualstraftäter andere Denkschemata haben. Ihr Empfinden für Recht und Unrecht ist anders und deswegen funktioniert diese Form der Abschreckung nicht.

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