VerkäuferInnen können so dermaßen nervig sein!
Verehrte Schleckerfachverkäuferin,
ich frag mich ja bis jetzt, einige Stunden später, ob Ihnen überhaupt aufgefallen ist, was da heute passiert ist. Haben Sie gemerkt, wie schrecklich genervt ich von Ihnen war?
Aber vielleicht war die ganze Sache auch meine Schuld. 10 Minuten vor Ladenschluss bei Ihnen einzufallen, ist sicherlich nicht nett. Sie haben sich bestimmt schon innerlich auf Ihren Feierabend gefreut.
Andererseits, verehrte Schleckerfachverkäuferin, Sie hatten doch augenscheinlich gute Laune, oder hab ich mich da total getäuscht? Nicht das ich viel mit bekommen habe, aber dieser drogensüchtigen, aufgedrehten, penetrant freundlichen Raucherin hätten sie die Zigaretten doch auch quasi geschenkt. Und dann diese geschmacklosen Raucherwitze. Glauben Sie mir, hätten Sie der Dame nur mal ne Sekunde in die Augen geschaut, wäre Ihnen aufgefallen das Rauchen ihr geringsten Problem ist.
Egal.
Vielleicht hätte ich einfach ruhig sein sollen? Nix erwidern, als Sie meinten, dass das Spülmittel nächste Woche im Angebot ist, und sie davon „dahinten ne ganze Palette“ stehen haben? Vielleicht habe ich mein „das bringt mir aber heute auch nix“ und „super, soll ich deswegen jetzt mein Geschirr bis unter die Decke stapeln, nur um ein paar Cent zu sparen?“ einfach falsch formuliert? Glauben Sie mir bitte, ich wollte wirklich nicht so schnippisch sein. Mittlerweile habe ich das wirklich ganz gut Im Griff. Es kommt kaum noch vor ...
Die Sache, wieso sie das mit dem, auf Vorrat kaufen, erwähnt haben, verstehe ich aber bis jetzt nicht. So viel Abwasch hab ich nun auch nicht, das ich Literweise Spülmittel brauchen würde. Und ja ja, ich würde, wenn ich nächste Woche doch Literweise Spülmittel kaufe, bestimmt den ein oder anderen Euro sparen, nicht nur ein paar Cent. Das mögen Sie ja wirklich nett gemeint haben, andererseits, was, bitte schön, geht Sie mein Geldbeutel an?
Wissen Sie, verehrte Schleckerfachverkäuferin, so genervt ich heute auch von Ihnen war, ich werde nicht die Filiale wechseln. Schließlich wohne ich nur eine Straße entfernt. Aber das mit dem Smalltalk sollten wir künftig vielleicht einfach lassen. Sie mögen das vielleicht meisterhaft beherrschen, ich wohl nicht. Belassen wir es künftig doch einfach bei dem üblichen Hallo – Danke - Tschüss.
Mit freundlichen Grüßen
Ein Klopapierkäufer





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