@firestorm

die frage hab ich mir auch gestellt. trotzdem solltest du, bevor du über das ende des films sprichst, zumindest eine spoiler-warnung geben. schließlich wollen die leute, die den film noch nicht kennen, auch noch überrascht werden.

ich hab deshalb ne spoiler-warnung bei dir reineditiert.

ein paar angaben zu film und inhalt wären übrigens auch nicht schlecht gewesen.

kurz zu deiner frage:

anscheinend ist der astronaut nicht auf die erde seiner zeit zurückgereist, sondern auf die, wie sie sich auf dem affenplaneten nach seiner ankunft entwickelte. wie allerdings die verquickung mit abraham lincoln und den affen gemeint ist... entweder soll das heißen, die affengeschichte verlief genau wie die der menschen oder den machern fiel zum ende hin nichts besseres mehr ein, um den überraschungseffekt zu inszenieren.

womöglich sollten diese fragen in einer fortsetzung geklärt werden.
ob die nach dem mäßigen erfolg des filmes kommt, steht allerdings in den sternen.

das remake entfernte sich ja weit vom klassiker mit charlton heston, hatte weder in der inszenierung noch in der auslegung der geschichte viel damit gemeinsam. hält sich tim burtons fassung damit eigentlich mehr ans buch?


mein fazit zum film:

besonders daran gemessen, dass es sich um ein tim-burton-werk handelt, enttäuschte mich "planet der affen". ich hätte viel mehr von burtons eigenwillig-düsterer bis bizarr-skuriller inszenierung erwartet, so wie man sie beispielsweise aus den batman-filmen oder nightmare before christmas kennt. die affenwelt hätte sich dafür angeboten. leider bot der film trotz opulenter ausstattung eher gewöhnliche bilderkost. nur einige der special-effects lösten ein paar "ohos" aus. auch das wrack des raumschiffes gegen ende war gelungen.

der rest des films bestand aus zu vielen plakativen charakteren, um mich über den gewöhnlichen unterhaltungswert einer 0815-hollywood-produktion hinaus mitreißen zu können. beste beispiele dafür: der menschenjunge, der sich betont pubertär dämlich verhält und damit für einen absolut vorhersehbaren spannungsmoment beim finalen kampf sorgt wie man ihn schon x-mal gesehen hat. zweitens das menschenweibchen, das von anfang an als augenschmaus dient und über diese funktion kaum hinauswächst. sie hat eigentlich keine weitere entwicklung, außer eben die zwangsläufige (bei filmen dieser art), die sie zum schluss nimmt. weder der tod ihres vaters noch dass sie ihre tochter/schwester (?) weggeben muss, beeinflussen ihre weitere rolle im film sonderlich.

schade eigentlich. insgesamt ist es sicher kein schlechter film, wenn da nicht wie schon gesagt der vielversprechende name tim burton wäre. natürlich schürte ebenso die geniale vorlage meine erwartungen. wieviel man aus der fülle an material, die das affen-epos bietet, hätte machen können... die filme, die serie, die bücher... und am ende ist es nur ein ganz nettes filmchen, das von seinen namen, einem dicken budget und den möglichkeiten der heutigen technik lebt. wenn man da sieht, was damals allein im ersten affenfilm mit sehr spartanischen mitteln erreicht wurde.

hier fällt mir noch ein, dass auch die musik von elfman enttäuschte. der mann hat bisher so geniale scores geschrieben. die simpsons, batman... die reißen mit, machen stimmung, sind einmalig. aber beim "planet der affen"? das hätte jeder andere filmkomponist genauso gut gekonnt. der klassiker-soundtrack von goldsmith kommt sogar ohne bilder mitreißend daher. ein brachiales werk aus percussion und beängstigenden geräuscheffekten. das ist es wohl, was man virtuos nennt, denn goldsmith gibt damit genau die stimmung bestens wieder, die sich während des films aufbauen soll...

vielleicht würde das ganze mit wenigstens 2 fortsetzungen etwas runder erscheinen. diese könnten einiges weiter vertiefen oder burton die chance geben, seine verspielten chancen in sachen inszenierung erneut zu ergreifen.