Übernahme um jeden Preis? Springer bietet Verkauf von ProSieben an

Die Axel Springer AG ist nun offenbar doch bereit weiter zu gehen, als es zunächst für möglich gehalten wurde. Um das Bundeskartellamt milde zu stimmen, soll ProSieben verkauft werden. Bei der Senderkette ist man überrascht und will sich offiziell nicht äußern, bevor man weitere Informationen bekommt

Die Axel Springer AG will nun wohl doch weiter gehen als gedacht, um die geplante Übernahme der ProSiebenSAT.1-Senderkette doch noch wahr werden zu lassen - oder zumindest die Übernahme dessen, was dann noch davon übrig ist. Denn um die Bedenken des Bundeskartellamts gegen die Übernahme auszuräumen bietet Springer nun an, den Sender ProSieben nach dem Erwerb der ProSiebenSAT.1 Media AG zu verkaufen.

Das Bundeskartellamt hatte am Mittwoch laut Springer mitgeteilt, dass es beabsichtige, den Zusammenschluss nur unter der aufschiebenden Bedingung der Veräußerung des Senders ProSieben an einen unabhängigen Erwerber vor Vollzug der Übernahme - und damit anders als der Springer Verlag es nun anbietet - zu erlauben. Das Kartellamt fordert also, den Sender noch vor der Transaktion aus der Sendergruppe und der gemeinsamen Vermarktung durch die Seven One Media GmbH auszugliedern. Springer will nun prüfen, ob die vorgeschlagene Gestaltung wirtschaftlich und rechtlich überhaupt umgesetzt werden kann.

Für ProSieben hätte eine Ausgliederung aus der Senderkette schwerwiegende Folgen. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise die Lizenzverträge für Filmpakete stets über die ProSiebenSAT.1 Media AG abgeschlossen, befinden sich also nicht im Besitz einzelner Sender. Die Heraustrennung eines einzelnen Senders samt der zur Ausstrahlung nötigen Rechte aus dem Portfolio des Fernsehkonzerns wäre bislang einmalig im deutschen Fernsehen.

Katja Pichler, Sprecherin des Fernsehkonzerns, wollte die Entwicklung am Mittwochabend auf DWDL-Anfrage zunächst nicht kommentieren. Offenbar erfuhr man bei der ProSiebenSAT.1 Media AG selbst erst durch die Pressemitteilung des Axel Springer Verlages von der neuesten Entwicklung und wurde nicht vorab informiert. Auch beim Sender ProSieben selbst herrscht nach DWDL-Information völlige Überraschung über diesen Schritt des Axel Springer Verlags.

Inzwischen bestätigte ProSiebenSat.1, dass man nicht an den Besprechungen über einen möglichen Verkauf des Senders ProSieben beteiligt war. Da der Sendergruppe über die kurze AdHoc-Mitteilung des Springer-Konzerns keine weiteren Informationen vorlägen, könne man derzeit kein Statement abgeben. "Der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG wird ein mögliches Auflagenangebot prüfen, wenn weitere Informationen von Axel Springer oder dem Bundeskartellamt vorliegen", so die Senderkette in einer Mitteilung.

Das Bundeskartellamt reagierte positiv auf das neue Angebot Springers. Die Wettbewerbsbedingungen auf dem Fernseh-Werbemarkt würden sich nach Ansicht des Kartellamts durch den Verkauf von ProSieben sowie der getrennten Vermarktung der Werbezeiten wesentlich verbessern. Dies wiege schwerer als die befürchteten Verschlecherungen auf den Leser- und Anzeigenmärkten, die das Kartellamt durch die Übernahme erwartet. Auf ihrer Forderung, ProSieben bereits vor der Übernahme aus dem Senderverbund zu lösen, beharrt das Bundeskartellamt jedoch weiterhin.

Bei der Frage nach einem Interessenten für ProSieben gibt es am Donnerstag vom Hamburger Heinrich Bauer Verlag ein vorläufiges Dementi. Man verhandele derzeit nicht mit dem Verlagshaus Axel Springer über einen möglichen Kauf des Senders. "Bei uns ist noch niemand von Springer vorstellig geworden", sagte Verlagssprecher Andreas Fritzenkötter dem Radiosender NDR Info. Gleichzeitig bestätigte Fritzenkötter, dass Bauer einem Einstieg aber nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehe: "Wir haben immer gesagt, dass wir bei passender Gelegenheit Interessehaben - das ist allerdings rein theoretischer Natur."

DWDL.de

Neuer TV-Sender: JobTV24

Der Online-Karrieremarkt JobScout24 kooperiert mit dem neuen Fernsehsender JobTV24. Im Rahmen der Kooperation können Stellenangebote erstmals sowohl im Internet als auch im Fernsehen präsentiert werden.

Zum Sendestart von JobTV24, dem neuen Job-,Karriere- und Gründerforum im deutschen Fernsehen, erweitert JobScout24 sein Angebot für Anzeigenkunden. Jobangebote, die auf der Karriereplattform jobscout24.de geschaltet werden, können zusätzlich im Fernsehen präsentiert werden und sind somit für alle deutschen Haushalte mit Satellitenempfang verfügbar. “Durch die Kooperation mit JobTV24 bieten wir unseren Kunden als einziger Online-Karrieremarkt die Möglichkeit, ihr Unternehmen und ihre Vakanz in einem zielgruppen-spezifischen TV-Sender zu präsentieren”, so Johannes Hack, Geschäftsführer von JobScout24. Neben der reichweitenstarken Online-Anzeige haben JobScout24-Kunden im Fernsehen die Möglichkeit, einen kurzen Unternehmensfilm zu präsentieren, in Form eines Interviews das fachliche und persönliche Qualifikationsprofil für eine Vakanz zu beschreiben oder in Form eines aus Nachrichtenformaten bekannten Tickers auf ihre Stellen hinzuweisen.

“Wir freuen uns, mit JobScout24 einen reichweitenstarken Partner für die Ansprache qualifizierter Fach- und Führungskräfte gefunden zu haben”, so Dr. Rainer Zugehör, Geschäftsführer von JobTV24.

Fernsehjunkies.de
Internetadressen:

JobScout24.de
JobTV24.de

JobTV24 ist ab sofort auf folgender Frequenz empfangbar:

12,4605 GHz; Symbolrate 27500; FEC 3/4; Transponder 103; Horizontal


RTL erwirbt «Herr der Ringe»-Fortsetzungen von Tele München Gruppe

Ende März 2004 hatte der Filmrechtehändler Herbert Kloiber RTL ein umfangreiches Film- und Serienpaket von Warner Bros. noch vor der Nase weggeschnappt. Man ging damals schon davon aus, dass Kloibers Tele München Gruppe (TMG) einzelne Inhalte weiterverkaufen wird.

Am Mittwoch gab RTL in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie sich die deutschen Free-TV-Rechte an zahlreichen Filmen und Serien gesichert haben. Das größte Prunkstück dürften wohl die zwei «Herr der Ringe»-Fortsetzungen sein: «Der Herr der Ringe - Die zwei Türme» und «Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs». An Ostern zeigte der Kölner Sender bereits den ersten Teil und erreichte damit einen Zielgruppenmarktanteil von 30,7 Prozent. Im Paket sind außerdem die Free-TV-Premiere von «Constantine» mit Keanu Reeves sowie Ausstrahlungsrechte an Wolfgang Petersens «Troja», «Ocean's 12», «Batman Begins», «Miss Undercover 2» und «Das Schwiegermonster» mit Jane Fonda enthalten.

"Mit dem Erwerb der erstklassigen Hollywood-Produktionen von TMG unterstreicht RTL seine Spielfilmkompetenz. Die Zuschauer werden auch in Zukunft die besten Filme und Serien aus der Traumfabrik bei RTL sehen können", so Dirk Schweitzer, Bereichsleiter Program Acquisitions & Sales bei RTL.

Herbert Kloiber ist auch zufrieden: "Wir freuen uns, mit RTL wieder einen substantiellen Lizenzvertrag abgeschlossen zu haben, der neben den Spitzentiteln auch die Erfolgsserien «The Closer» (Bild), «Close to Home» und den Comedy-Hit «The War at Home» von Warner Bros., dem erfolgreichsten Hollywood Studio 2005, beinhaltet."

Durch den Filmdeal mit der Tele München Gruppe sichert sich RTL nach den im vergangenen Jahr geschlossenen Verträgen mit NBC Universal und Twentieth Century Fox erneut erstklassige Kinohighlights für sein RTL-Eventkino. Die Verträge mit den beiden US-Filmstudios umfassen u.a. die deutschen Free-TV-Rechte an Peter Jacksons «King Kong», den Komödien «Tatsächlich Liebe» und «Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns» sowie den Actionfilmen «The Day After Tomorrow», «I Robot» und «Königreich der Himmel».

Quotenmeter.de

XXP geht mit Discovery auf Zuschauerfang

Discovery Communications, das weltweit führende Non-Fiction-Medien- und Entertainmentunternehmen, gab heute seinen Einstieg in das globale Free TV-Geschäft bekannt. Das Unternehmen wird sich mehrheitlich am deutschen Free-TV-Sender XXP von Spiegel TV und DCTP (Development Company for Television Programs) beteiligen. Das Abkommen steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung, der Gesellschafter-Zustimmung sowie der vollständigen Erfüllung der Abschlussbedingungen des Vertrages.

Den Bestimmungen der Vereinbarung zufolge gründet Discovery Communications zusammen mit Spiegel TV und DCTP ein Joint Venture-Unternehmen. Die laufenden Geschäfte des Senders sollen von Discovery geführt werden. Spiegel TV und DCTP werden auch weiterhin Programminhalte zuliefern.

Discovery Communications wird ab 1. Februar die Reichweite von XXP ausbauen. Fernsehzuschauer in ganz Deutschland können den Sender dann über Satellit statt vier Stunden nun 24 Stunden am Tag empfangen. Zusätzlich zu den technischen Investitionen plant Discovery Communications eine Weiterentwicklung des Senders. Besonders junge, gebildete, männliche Zielgruppen sollen angesprochen werden.

In Deutschland bietet Discovery Communications seinen insgesamt 6 Millionen Abonnenten zurzeit seinen Flaggschiff-Sender Discovery Channel sowie die Sender Animal Planet und Discovery Geschichte an. Das Unternehmen hat weiterhin die behördliche Genehmigung für die Ausstrahlung des HDTV-Senders Discovery HD in Deutschland und Österreich beantragt. Insgesamt betreibt Discovery in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika 12 Sendermarken in 104 Ländern und erreicht damit insgesamt 173 Millionen Abonnenten.

Quotenmeter.de

Guido Bolten wird neuer kabel eins-Geschäftsführer

Wie die ProSiebenSat.1 Media AG am Dienstag mitteilte, wird der 44-jährige Guido Bolten neuer Chefredakteur des Senders kabel eins. Bolten ist damit ab sofort Nachfolger von Andreas Bartl, der im Dezember die Geschäftsführung des Schwestersenders ProSieben übernommen hat.

Guido Bolten begann eine Karriere 1986 als Sportchef bei Radio Gong in Nürnberg. Anschließend verschlug es den studierten Journalisten zum Radiosender SWF 3. Wenig später war er stellvertretender Chefredakteur des landesweiten Privatradios Antenne Bayern. Seine Karriere beim Fernsehen begann 1991, er arbeitete zunächst für ProSieben und Tele 5 als Kommentator und Moderator. 1993 übernahm er die Chefredaktion des DSF in München. 1996 wechselte er zu Plaza Media, wo er als Redaktionsleiter verschiedene Produktionen betreute. Von 1997 bis 2000 war Guido Bolten bei kabel eins für den Bereich Information & Magazine verantwortlich. Im Januar 2000 übernahm er als Chefredakteur die Leitung des Bereichs Information & Magazine bei ProSieben.

„Ich freue mich, dass mit Guido Bolten ein Mann aus den eigenen Reihen die Verantwortung bei kabel eins übernimmt", sagte Guillaume de Posch (Foto), Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG. Er sei überzeugt davon, dass es Bolten mit seiner langjährigen Erfahrung gelinge, kabel eins als anerkannte Qualitätsmarke weiter zu entwickeln und zu stärken.

Quotenmeter.de

Premiere plant eigenen Motorsportkanal

"Wir wollen uns auf weitere Sportarten konzentrieren, die in Deutschland viele Fans haben", kündigte Premiere Sportchef Hans Mahr (Bild) in einem Interview mit dem Focus an. Damit sprach er vor allem verschiedene Rennserien abseits der Formel 1 an. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Motorsportberichterstattung plane Premiere, einen eigenen Motorsportkanal einzurichten, die man durchaus als leichte Neupositionierung ansehen könnte. Denn allen Anschein nach muss der Pay-TV-Sender ab August 2006 auf die Fußball-Bundesliga verzichten. Dennoch zeigt sich Mahr angriffslustig: "Ich bin überzeugt, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist". Premiere versuche nun über Sublizenzen an die Livespiele zu kommen.

So könnte der Bezahlsender den neuen Eigentümern zum Beispiel die Premierekanäle als Plattform für die Ausstrahlung zur Verfügung stellen - für die Premierekunden würde sich nichts ändern. Dies sind allerdings Spekulationen, die von keiner offiziellen Seite kommentiert wurden. Dass er das Sportrechteunternehmen Arena unter Druck setze, wies Mahr entschieden zurück. Premiere blockiere nichts. "Aber wenn man ein Auto besitzt, denn gibt man doch nicht irgend jemandem die Schlüssel, der gerade daherkommt und weiterfahren will. Es gibt Eigentumsrechte, über die geredet werden muss."

Dennoch bleibt der Sender auch in den kommenden Jahren am Ball. Premiere zeigt die Champions League ab der Spielzeit 06/07 exklusiv und besitzt das First und Second Look Recht. Das drittinteressanteste Spiel läuft dann auf einem von Premiere kontrollierten Free-TV-Programm. Als Sender komme hier der Gewinnspielsender "Premiere Win" in Frage.

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Neue Serien-Piloten für die US-Networks

Die Vorbereitungen für die TV-Season 2006/07 laufen schon jetzt auf Hochtouren, obwohl die Sender teilweise noch mitten in den Abstimmungen für die derzeitigen Midseason-Projekte stecken.

Am Mittwoch gab jedoch bereits ein Großteil der US-amerikanischen Broadcasting- und Cable-Networks Einblick in die anstehenden Produktionsvorbereitungen für den kommenden Herbst. Unter den neuen Piloten, die alle im Genre Drama anzusiedeln sind, verbergen sich auch in diesem Jahr große und ambitionierte Projekte, so zum Beispiel Serien-Highlights der Produzenten J.J. Abrams («Alias») und Hollywood-Regisseur Ridley Scott («Gladiator»). Eine endgültige Entscheidung über Aufnahme der Serien-Produktion bei den einzelnen Projekten, wird spätestens bis zu den Upfronts im April/Mai getroffen werden.

Bei ABC hegt man hohe Erwartungen in Bezug auf die neue Primetime-Soap «Six Degrees». Im Mittelpunkt der Serie stehen sich untereinander völlig fremde Personen in New York, deren vergangenen und zukünftigen Schicksale jedoch miteinander in Verbindung stehen.

Um bei den Erzählungen eine mysteriöse und spannende Untermalung zu garantieren, wurde J.J. Abrams, der kreative Kopf hinter «Alias» und «Lost», engagiert.

CBS´ erstes neues Serienprojekt «Jericho» steht ganz im Fokus der Apokalypse. Zentrum wird hierbei das soziale, psychologische sowie physische Ausmaß nach einer nuklearen Katastrophe darstellen. Mit dem ausführenden Produzenten Jon Turteltaub wurde bei diesem Piloten auf einen erfahrenen Hollywood-Fachmann zurückgegriffen.

Die zweite CBS-Produktion steht unter dem Namen «Orpheus» und handelt von einem jungen Mann, dessen Freundin sich einem modernen Kult anschließt. Unter den ausführenden Produzenten finden sich berühmte Namen, wie z.B. die Regisseur-Brüder Tony und Ridley Scott.

Bei Fox wurde mit «Faceless» eine weitere Anwaltsserie in Auftrag gegeben. Diesmal verschlägt es einen Bundesstaatsanwalt als Undercover-Ermittler in die Tiefen des organisierten Verbrechens. Sein Auftrag besteht darin, diese Organisation zu unterwandern und später zu zerschlagen.

Regie und ausführende Produktion wird Joe Carnahan («Narc») übernehmen.

NBC setzt weiter auf das Zugpferd des Übernatürlichen und gibt gleich zwei in diesem Themenbereich angesiedelte Serienpiloten in Auftrag.
Das erste Projekt steht unter dem Namen «Heroes» und stellt eine Gruppe von Durchschnittsmenschen in den Mittelpunkt, die im Laufe der Zeit herausfinden, dass sie über übernatürliche Kräfte verfügen.

Bei dem zweistündigen Pilotfilm wird der «Crossing Jordan»-Schöpfer Tim Kring als Drehbuchautor und ausführender Produzent fungieren.

In «Seeing Red» kann ein brillanter aber ebenso exzentrischer Polizist mit Mordopfern kommunizieren. Mit deren Aussagen versucht er dann schließlich, die begangenen Taten aufzuklären. Graham Yost, Drehbuchautor von «Speed», übernimmt die Funktionen des Drehbuchautors und ausführenden Produzenten bei diesem Projekt.

Auf dem US-Cable-Network USA Network wird in den kommenden Wochen an dem Piloten zu Underfunded gearbeitet werden. Sofern die neue Drama/Comedy-Produktion in Serie geht, gilt diese als potenzieller neuer Partner für die Erfolgsserie «Monk». Inhaltlich geht es bei der Serie um einen Staragenten des kanadischen Secret Service. Da die Behörde jedoch nur über begrenzte Mittel verfügt, obliegt es dem Agenten, diese Schwächen mit seiner Brillanz auszugleichen.
Die Hauptrolle bei dieser Produktion übernimmt «Reno 911!»-Darsteller Mather Zickel, Regie wird der «Arrested Development»-Director John Fortenberry führen.

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Die Gewinner der Annual Critics’ und People's Choice Awards

Am Anfang eines jeden Jahres folgt nahezu eine Preisverleihung auf die andere. Innerhalb von zwei Tagen wurden nun die 11th Annual Critics’ Choice Awards und die 32nd Annual People’s Choice Awards verliehen. Erstgenannte sind ein reiner Kritikerpreis, wohingegen die zweiten Awards die höchste Auszeichnung aus der Hand der Zuschauerschaft darstellen.

Bei den Kritikerpreisen am Montag war das Cowboy-Drama «Brokeback Mountain» mit drei Auszeichnungen der große Gewinner des Abends.

Bei den Feierlichkeiten zu den Publikumspreisen am Dienstag konnte das bevorstehende Ende der beliebten ABC-Agenten-Serie «Alias» die Zuschauer nicht umstimmen. Sie verliehen der Hauptdarstellerin Jennifer Garner zwei Auszeichnungen in den Sparten «beliebtester weiblicher TV-Star» und «beliebtester weiblicher Action Star Kino/Film».

Je zwei Auszeichnungen gingen ebenfalls an die Kinofilme «Wedding Crashers» mit Luke Wilson und Vince Vaughn sowie an die dritte Folge des Science-fiction Epos «Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith». Die weiteren Preisträger der zwei Preisverleihungen sind im Folgenden nachzulesen:


11th Annual Critics’ Choice Awards

Bester Film:» «Brokeback Mountain»
Bester Schauspieler Actor:» Philip Seymour Hoffman - «Capote»
Beste Schauspielerin:» Reese Witherspoon - «Walk the Line»
Bester Nebendarsteller: Paul Giamatti - «Cinderella Man»
Beste Nebendarstellerin: Amy Adams - «Junebug» und Michelle Williams - «Brokeback Mountain»
Beste gesamtdarstellerische Leistung: «Crash»
Beste Regie: Ang Lee - «Brokeback Mountain»
Bestes Drehbuch: Paul Gassis und Bobby Moresco - «Crash»
Bester Animationsfilm: «The Curse of the Were-Rabbit»
Bester Jungdarsteller: Freddie Highmore - «Charlie and the Chocolate Factory»
Beste Jungdarstellerin: Dakota Fanning - «War of the Worlds»
Beste Komödie: «The 40 Year-Old Virgin»
Bester Familienfilm: «The Chronicles of Narnia: The Lion, The Witch and The Wardrobe»
Bester Fernsehfilm: «Into the West» (TNT)
Bester fremdsprachiger Film: «Kung Fu Hustle»
Bester Song: Terence Howard - Hustle & Flow («Hustle & Flow»)
Bester Soundtrack: «Walk the Line»
Bester Komponist: John Williams - «Memoirs of a Geisha»
Bester Dokumentarfilm: «March of the Penguins»


32nd Annual People’s Choice Awards

Fernsehen
Beste neue Comedy-Serie: «My Name Is Earl»
Beste neue Drama-Serie: «Prison Break»
Beste Comedy-Serie: «Everybody Loves Raymond»
Beste Drama-Serie: «CSI»
Beste Reality-Serie, Bereich: Competition: «American Idol»
Beste Reality-Serie, Bereich: Sonstige: «Extreme Makeover: Home Edition»
Bester weiblicher TV-Star: Jennifer Garner
Bester männlicher TV-Star: Ray Romano
Bester Latenight-Gastgeber: Jay Leno
Bester Daytime-Gastgeber: Ellen DeGeneres

Film/Kino
Bester Kinofilm: «Star Wars: Episode III -- Revenge of the Sith"
Beste Komödie: «Wedding Crashers"
Bester Familienfilm: «Charlie and the Chocolate Factory"
Bestes Drama: «Star Wars: Episode III -- Revenge of the Sith"
Bester weiblicher Kino-Star: Sandra Bullock
Bester männlicher Kino-Star: Johnny Depp
Beste weibliche Hauptrolle: Reese Witherspoon
Beste männliche Hauptrolle: Brad Pitt
Bester weiblicher Action-Star: Jennifer Garner
Bester männlicher Action-Star: Matthew McConaughey
Bestes Kino-Paar: Vince Vaughn und Owen Wilson in «Wedding Crashers"

Musik
Beste weibliche Künstlerin: Kelly Clarkson
Bester männlicher Künstler: Tim McGraw
Beste Gruppe: Green Day
Beste Live-Tour: U2
Bester Film-Song: Jessica Simpson - «These Boots Are Made for Walkin'» aus «The Dukes of Hazzard»

Sonstige Kategorien
Lustigster weiblicher Star: Ellen DeGeneres
Lustigster männlicher Star: Adam Sandler
Beliebtestes Lacheln: Cameron Diaz
Beliebteste Frisur: Faith Hill
Beliebtester Look: Jennifer Aniston

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Super Bowl und Co.: ARD erwirbt Football-Übertragungsrechte

Die ARD widmet sich dem American Football: Neben dem Super Bowl 2006 berichtet die ARD auch von der diesjährigen NFL Europe-Saison. Nur über den genauen Umfang herrscht noch Unklarheit.

Neben der Berichterstattung über die am 18. März beginnende Saison der NFL Europe beinhaltet der Vertrag zwischen Liga und ARD auch die Live-Übertragung des NFL-Super Bowl am 5. Februar aus Detroit. Das Finale der amerikanischen Profiliga gilt als weltweit größtes Einzelsportereignis. ARD-Sprecher Burchard Röver bezeichnet die Übertragung gegenüber DWDL als "Mehrwert" im breiten Sportangebot der ARD.

Für dieses Sportereignis will die ARD mit einem eigenen Produktionsteam vor Ort sein. Als Co-Moderator wird der deutschsprachige NFL Spieler Tom Nütten dabei sein. Im Zuge der Vorberichterstattung will die ARD auch live von der Super-Bowl-Party der Frankfurt Galaxy aus der Jahrhunderthalle in Frankfurt Höchst berichten.

Aus Sicht der NFL Europe ist die Live-Übertragung des Super Bowl für die ARD der Einstieg in ein größeres Football-Engagement. Wie umfangreich dies allerdings konkret aussieht, ist noch nicht ganz klar. Laut ARD-Sprecher Röver wird die NFL Europe in der normalen Sportberichterstattung ihren Platz finden - nicht mehr und nicht weniger. Eine Sondersendung gebe es noch einmal zum Saisonfinale, dem World Bowl Ende Mai. Davon will die ARD in einer einstündigen Zusammenfassung berichten.

Nach Angaben der NFL Europe sind die dritten Programme der ARD für weitergehende Übertragungen vorgesehen. Auf DWDL-Anfrage beim WDR gab es dazu allerdings noch keine Auskunft. In welcher Form die dritten Programme bei der Berichterstattung zur NFL Europe eingebunden werden, wird offenbar erst in den kommenden Wochen entschieden.

DWDL.de