Auch ich war von "Konfrontation" nicht sonderlich begeistert:

Und der nächste Widersacher kehrt zurück: Der von Ronny Cox kongenial verkörperte Kinsey! Der Beginn der Folge, als Kinsey O'Neill in seinem eigenen Haus überrascht, ist einfach nur großartig: Kinsey bittet Jack, ihn anzuhören, woraufhin dieser den Telefonhörer in die Hand nimmt und laut verkündet, den Sheriff anzurufen. Kinsey will sich jedoch nicht so leicht abwimmeln lassen und zieht ganz einfach das Telefonkabel aus dem Stecker... und O'Neill schnapp sich daraufhin kommentarlos das Handy und beginnt erneut zu wählen. Einfach eine absolut köstliche Szene, die von Ronny Cox und Richard Dean Anderson auch herrlich gespielt wurde. Leider ist diese Anfangsszene zugleich auch das Highlight der Folge, denn der Rest von "Konfrontation" konnte mich eher weniger überzeugen. Der größte Knackpunkt der Folge ist wohl ohne jeden Zweifel die Story, die einfach nicht gut durchdacht ist und mich nicht wirklich überzeugen konnte. Die Geschichte rund um den drohenden Konflikt zwischen Amerika und Russland war keine Sekunde lang spannend, und leider nicht einmal auf irgend eine Art und Weise interessant. Zu klar war einfach, dass nichts passieren und sich am Ende alles in Wohlgefallen auflösen wird - weshalb die Folge bei mir leider auch nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat. Auch die leider wieder sehr klischeehafte (und natürlich wenig vorteilhafte) Darstellung der Russen hat mich gestört. Besonders enttäuscht war ich jedoch von der weiteren Entwicklung, die man sich für Kinsey ausgedacht hat. Dieser war immer ein solch toller und einzigartiger Feind von SG-1, ein herrlich schmieriger Charakter, eine dieser Figuren bei denen man es einfach liebt, sie zu hassen. In "Konfrontation" wurde er jedoch nun einfach auf den Standardfeind von SG-1 reduziert - und das finde ich schon sehr, sehr schade...

Fazit: Leider hält die Folge nicht, was die großartige erste Szene verspricht. Hauptursachen hierfür sind die vor Klischees nur so strotzende Darstellung der Russen sowie die fehlende Spannung und Dramatik. Und so bleibt die Folge leider nur durchschnittlich unterhaltsam und bietet somit insgesamt einen doch etwas enttäuschenden Abgang für einen der denkwürdigsten Widersacher der Stargate-Geschichte...
Wertung: 4/10