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Thema: Hartz IV

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  1. #1

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    Meiner Meinung nach merkt man einfach, dass alles, was man ALG II zu tun hat, damals übers Knie gebrochen wurde.
    Dabei sollte man berücksichtigen dass, wenn ich mich da richtig erinnere, die Hartz - Gesetzgebung seit ihrer Einführung nun schon mit über 50 Folgegesetzen modifiziert und "verfeinert" wurde. Erst jüngst durch ein ganzes Gesetzespaket von Schwarz/Geld dass im Wesentlichen die Leistungen senkt und die Arbeitslosenförderprogramme zusammenstreicht

    Ein perfektes System ist es auf keinen Fall. Auf der einen Seite gibt es die, die wirklich nie vorhaben, einen Handschlag für unser Sozialsystem zu leisten. Die sich mit ihrem ALG II gut eingerichtet haben und eventuell noch ein bisschen schwarz nebenher arbeiten.
    Es mag sein dass man sich in der ostdeutschen Pampa mit den 365 Euro gut einrichten kann, in den Speckgürteln westdeutscher Großstädte kann man das vergessen. Die Tafel wird auch bei uns immer beliebter und dort können nur Anspruchsberechtigte hin - das in einem Landkreis mit 2,8 % Arbeitslosigkeit.

    Dann gibt es die, die wirklich darauf angewiesen sind und auch versuchen, wieder an Arbeit zu kommen. Und die meistens auch ehrlich angeben, was sie verdienen. Das Verhältnis dürfte hier etwa 50/50 sein.
    Die Zahl der Leistungsbetrüger liegt relativ stabil bei etwa 1 %. Selbst wenn man von einer zehnfach höheren Dunkelziffer ausgehen würde (was ich nicht glaube, da die Sachbearbeiter mittlerweile an die Kandarre genommen werden um an mutmaßlich unberechtigten Leistungen zu kürzen was geht - siehe die Explosion der Klagen vor den Sozialgerichten) wäre das immer noch weit, ja meilenweit von Deiner 50/50 Vorstellung entfernt.

  2. #2
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    Es mag sein dass man sich in der ostdeutschen Pampa mit den 365 Euro gut einrichten kann, in den Speckgürteln westdeutscher Großstädte kann man das vergessen. Die Tafel wird auch bei uns immer beliebter und dort können nur Anspruchsberechtigte hin - das in einem Landkreis mit 2,8 % Arbeitslosigkeit.
    Meine Erfahrungen stammen nicht aus der ostdeutschen Pampa, sondern einer westdeutschen Großstadt. Und ja, da gab es tatsächlich die, die sich zwar keine großen Sprünge leisten können, aber nach eigener Aussage damit klarkamen und sogar alles was geht in ihre Kinder gesteckt haben, damit es denen später mal besser geht. Aber dass viele, die ehrlich alles angeben und auch einen besseren Lebensstandard gewohnt sind, nicht damit klar kommen, sagte ich ja auch selbst.

    Die Zahl der Leistungsbetrüger liegt relativ stabil bei etwa 1 %. Selbst wenn man von einer zehnfach höheren Dunkelziffer ausgehen würde (was ich nicht glaube, da die Sachbearbeiter mittlerweile an die Kandarre genommen werden um an mutmaßlich unberechtigten Leistungen zu kürzen was geht - siehe die Explosion der Klagen vor den Sozialgerichten) wäre das immer noch weit, ja meilenweit von Deiner 50/50 Vorstellung entfernt.
    Ich sprach von Leuten, die nicht arbeiten wollen. Das müssen nicht unbedingt Leistungsbetrüger sein. Sich z.B. bei Vorstellungsgesprächen und Ähnlichem zu verweigern, ist nicht weiter schwer und kann demjenigen auch nicht nachgewiesen werden.

    Die Zahl von 1% Leistungsbetrügern wage ich aber zu bezweifeln bzw. deren Definition. Ist das schon derjenige, der sich mal 1-2 Monate 50,00 Euro als Komparse dazu verdient hat und die nicht angegeben hat und dafür evtl. ein Ordnungswidrigkeitenverfahren bekommt? Oder geht es hier um den tatsächlich Straftatbestand Betrug? Ich sprach nur davon, sich schwarz etwas nebenher zu verdienen. Das muss nicht gleich im großen Stil erfolgen. Wenn ich für Nachbarn und Freunde ein paar Dienstleistungen gegen Geld erbringe, ist die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, sowieso um einiges geringer.

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