Nun, das geschieht sicherlich unabhängig davon ob Leute Sozialhilfeempfänger sind oder nicht. Ich kenne ganz verschiedene Leute die sich was dazuverdienen, Rentner, Studenten, Arbeitslose - die Schwarzarbeit ist sozusagen Volkssport, was ich beim "kleinen Mann" auch weniger als Problem sehe als bei Arbeitgebern die das Ganze gewerblich und im großen Stil durchziehen (z.B. mit Billiglohnsklaven aus Osteuropa auf dem Bau oder an den Nähmaschinen, im Putzgewerbe usw).Ich sprach nur davon, sich schwarz etwas nebenher zu verdienen. Das muss nicht gleich im großen Stil erfolgen. Wenn ich für Nachbarn und Freunde ein paar Dienstleistungen gegen Geld erbringe, ist die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, sowieso um einiges geringer.
Alleine in der Schweiz lagern geschätzt 300 Milliarden Euro hinterzogene Steuern unserer reichsten Mitbürger, welche diese ohne Probleme abdrücken könnten. So viel schwarzarbeiten können unsere Sozialhilfeempfänger in 1000 Jahren nicht.
So lange man jung und gesund ist mag das noch auszuhalten sein, aber was ist wenn Du mal krank wirst und eine Behandlung brauchst welche die Kasse nicht bezahlt (angefangen bei simplen Dingen wie Zahnersatz, Hörgerät, Brille usw.) oder Deine Haushaltsgeräte kaputt gehen? Bei diesen Einmalleistungen und Notfalleistungen wurde in den letzten Jahren doch ziemlich radikal zusammengestrichen und es wird vom Hartz IV Empfänger erwartet dass er von den 365 Euro entsprechende Rücklagen bildet.Meine Erfahrungen stammen nicht aus der ostdeutschen Pampa, sondern einer westdeutschen Großstadt. Und ja, da gab es tatsächlich die, die sich zwar keine großen Sprünge leisten können, aber nach eigener Aussage damit klarkamen und sogar alles was geht in ihre Kinder gesteckt haben, damit es denen später mal besser geht.
Wie kommst Du darauf dass das 50 (!) Prozent sind. Diese Zahl kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die meisten Menschen wollen doch eine Aufgabe und gebraucht werden, nicht nur den ganzen Tag sinnlos zuhause rumsitzen.Ich sprach von Leuten, die nicht arbeiten wollen. Das müssen nicht unbedingt Leistungsbetrüger sein. Sich z.B. bei Vorstellungsgesprächen und Ähnlichem zu verweigern, ist nicht weiter schwer und kann demjenigen auch nicht nachgewiesen werden.





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Nicht berücksichtigt sind darin z.B. die Leute, die nur kurz ALG II empfangen, denn von denen bekommt man insgesamt doch eher weniger mit. Also Studenten oder Menschen, die dann doch relativ zügig wieder einen Vollzeitjob finden. Ich sehe da eher die Langzeitsarbeitslosen, die vielleicht mal zwischendurch einen 400,00 Euro-Job haben. In dem Pool findet man dann auch die Arbeitsverweigerer, die Ausländer, die tatsächlich nur wegen des Geldes hierhin kommen, Drogenabhängige und diejenigen, die von kleinauf von ihren Eltern so erzogen wurden, dass ein Leben in Arbeitslosigkeit der ganz normale Weg ist. Nicht umsonst hat sich in der Zeit mein Menschenbild dramatisch verschlechtert.

Wo hast du denn DAS her?

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