Schon klar! Der Crusade-Effekt ist auch auf den Dickschädel bezogen und nicht auf die Quote. Manchmal denke ich drei Sätze und schreibe nur einen davon auf. So bin ich nun mal.
Also um es mal genauer zu erklären: B5 an sich hatte auch nicht immer die besten Quoten. Die Quote drückte damals solche Figuren wie Warren Keffer in die Story. Vollkommen sinnlos und wertfrei. JMS stellte seinen Dickschädel gegen solche Quoteneinflüsse. Bei B5 hats geklappt. Bei Crusade hat er sich auch gegen administrative Order gestellt und es ging schief. Ebenso bei TMoS. Soweit ich weiß lief es bei Jeremiah auch ähnlich.
Es geht immer um das Gleiche: All or nothing. Ich steh nun mal auf dem Standpunkt, daß ich kein "Nothing" haben will. Darum wurmt mich die neuerliche Entwicklung. Was haben wir davon? Wieder ein Babylon-Projekt das gescheitert ist. Wenn ich mich nicht irre Flop Numero drei.
Ich glaube, der Vergleich zwischen Berman und Straczynski oder Enterprise und Crusade ist die Wahl zwischen zwei Übeln. Das eine quotengebügelt, das andere nicht vorhanden (was TV-Publikation in Dtl. angeht). Was ist euch denn lieber? Ich denke die Antwort ist einfach, wenn man die Proteste gegen Paramount derzeit betrachtet.
Es ist einfach nicht richtig, daß B5 einmal mehr eingebuddelt wird. Gerade jetzt, wie schon gesagt, liegt das Star Trek Franchise danieder. Nicht daß es mir als Gehässigkeit gegen Star Trek ausgelegt wird, denn das meine ich nicht. Ich wünsche auch der ST-Fraktion nicht das was dort passiert. Aber da dort die Verantwortlichen nicht gewillt sind vorwärts zu gehen, gehört ihnen eine Abreibung. Also was wäre besser gewesen als ein neues B5-Projekt, das die SF-Fans fesselt?
Ich denke JMS ist es eher egal: "I have plenty of stuff on my plate through 2007 in TV, film and comics" aber ist es uns auch egal? MIR ist es jedenfalls nicht egal. Ich will nur einmal ein Statement von JMS sehen, wo er echten Enthusiasmus zeigt, B5 zurück ins Licht zu führen. Aber sowas sehe ich nicht. Wenn dann redet er immer nur von Verträgen und Schweigepflichten. Klar, er kann nicht ausführlich über das Drehbuch reden und so weiter. Aber darüber hinaus sehe ich nirgends daß er an das Babylon-Projekt glaubt.
Ja, neuerdings hat er ne prima Ausrede: AOL hat ja die Newsgroups gekappt. Diese Sperre scheint aber sehr selektiv zu sein. Ellenlange Statements zu Star Trek finden anscheinend innerhalb 24 Stunden ihren Weg in die Newsgroup, die Mitteilung das TMoS im Eimer ist dagegen braucht Wochen dazu. Das hat mich schon sehr enttäuscht, das muß ich ehrlich sagen. Angenommen, Mira Furlan hätte das Ganze nicht bekannt gemacht, hätte er überhaupt was dazu gesagt? Allein schon die Tatsache daß sich solche Fragen stellen ist schlimm genug.
Wie ich weiter oben schon sagte, in meinen Augen hat JMS viel von seinem Mythos kaputt gemacht.
EDIT: Ich habe mich gerade durch das Forum bei JMSNews gelesen. Der Ton dort klingt ganz ähnlich wie meine Meinung. Erstaunlich: Cornholio stößt dort auch ins selbe Horn. Ich denke er bringt es da auf den Punkt: "future of the [b5] universe[?]"





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