A Scanner Darkly
Ich hatte heute Abend das Vergnügen zusammen mit den restlichen Besuchern des berliner Fantasy Filmfestes die Vorstellung von A Scanner Darkly zu sehen.Zitat von fantasysfilmfest.com
Als Nicht-Kenner der Romanvorlage, bin ich nur mit Kenntnis des Trailers in den Film gegangen und hatte überhaupt keine Ahnung was auf mich zukommt. Erst dachte ich es würde ein mehr oder weniger normaler Drogen-Junkie-Film mit eben einer Droge die eben bestimmte Hirnbereiche voneinander trennt. So kommt er bei den Jungs mit den eher typischen Witzen und Junkie-Wortgefechten daher. So kann schonmal eine Dikussion über die nicht vorhandene 18-Gang-Schaltung eines geklaut-gekauften Fahrrades entbrennen.
"Don't blame the drugs!"
Als dann jedoch diese Fred-bespitzelt sich und seine Kumpels selbst-Story langsam Formen annimmt, muss man schon ganz schön aufpassen, wass noch real oder herhalluziniert ist.
Die Umsetzung ist schon mal was anderes, gerade zum Thema finde ich, dass dieses "Mittelbild" zwischen realem Bild und Comic super passt, auch wenn man teilweise Probleme hatte überhaupt etwas zu erkennen, wenn die dreidimensionale Umgebung plötzlich in verschiedene zweidimensionale ebenen aufgelöst wird und die sich perspektivisch verschieben. Autos sehen z.B. "nicht fahrend" aus sondern wie hin- und hergeschoben; auch rücken bei nem Kameraschwenk Wände hin und her, was ich nich so angenehm für die Augen empfand, aber zum psycho-Thema noch den psycho-Look brachte.
Die Story is wie von allen bisher von Dick verfilmten Geschichten sehr genial, auch wenn die Auflösung so oder ähnlich schon in anderem Gewand verpackt schon auf der Leinwand zu sehen und nicht so überraschend war.Achtung Spoiler!
Alles in Allem sehr sehr abgedreht und der Look trägt da noch zu bei, auch wenn ich den teilweise zu wenig oder zu viel "anders" empfand, es is komisch aber manchmal sahen Dinge unverfälscht aus und manchmal zu undeutlich. Der Jedermann-Anzug war schon gut dargestellt, doch wenn man teilweise Minutenlang das Ding gleich auch noch mehrfach aufm Bild hatte wurde einem auch augenkrebsig zumute, die ständig wechselnden Gesichts- und Körperhälften halt.
Ich fand die Story schon gut, die Umsetzung auch, aber die Nachbearbeitungstechnik will mir in dem Fall nich so ganz gefallen, das war bei SinCity anders, mal sehen wie Renaissance auf mich wirkt....
Wertung: 3 von 5
PS: wu-chi,Achtung Spoiler!
Daten:
USA 2006
Länge ca. 100 min
Regie & Drehbuch: Richard Linklater (Buchvorlage: Philip K. Dick )
Darsteller: Keanu Reeves, Robert Downey Jr., Winona Ryder, Woody Harrelson
Produzenten: Jonah Smith, Erwin Stoff, Anne Walker-McBay
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH











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