OMG!
Erstmal Dank an MinasTirith für's Helfen wollen..
Ich hatte meinen Hilfeschrei auch in de.comp.hardware.laufwerke.festplatten gepostet und da hat jetzt einer geantwortet, der exakt weiß, was da bei mir passiert ist. Ich bin so beeindruckt von dem Fach-Chinesisch, dass ich das hier jetzt einfach mal reinkopieren muss

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Von Heiko Nocon:
Sowas passiert reproduzierbar bei folgendem Szenario:

1) In einer erweiterten Partition wird ein _einziges_ logisches Laufwerk
_am Ende_ des freien Platzes platziert (egal ob durch Neuerzeugung oder
durch Verschieben). Das Laufwerk muß kleiner sein als der in der
erweiterten Partition verfügbare Platz.

2) Jetzt wird mit einem anderen Partitionierungstool (z.B. Linux-fdisk)
in dem freien Platz der erweiterten Partition eins oder mehrere weitere
logische Laufwerke erzeugt.

Jetzt sind die Bedingungen gegeben, bei denen PM die von dir zitierte
Fehlermeldung abläßt. Und formal hat es mit dieser Fehlermeldung sogar
recht.

Was aber dann passiert, spottet jeder Bescheibung. Wenn nämlich auf
Reparieren geklickt wird, zerstört PM die Kette der logischen Laufwerke
an einer Stelle und schafft statt dessen einen zyklischen Bezug
innerhalb des ersten EBPR. Der zeigt nunmehr auf das erste logische
Laufwerk und auf sich selber.
D.h. jedes andere Programm und Betriebsystem hängt sich von jetzt ab in
einer Endlosschleife auf in dem Bemühen, immer und immer wieder dasselbe
logische Laufwerk zu erkennen.
Es sei denn, die Programmierer haben eine Sicherheitsgrenze für die
Anzahl erkannter Partitionen eingebaut, wie das z.B. bei einigen
Linuxkerneln der Fall ist. In diesem Fall startet das System und man
sieht dann z.B. 60 Mal dasselbe logische Laufwerk gelistet.

>> kann ich jetzt überhaupt nicht mehr starten, zwar kommt die Fehlermeldung
>> nicht mehr, aber er stürzt halt immer sofort ab.

Ah ja.

>> Nach dem Neuformatieren der Platte hatte ich allerdings keine Probleme mehr,
>> hatte bis jetzt auch wieder fleißig Daten gesammelt.. Wenn die jetzt auch
>> wieder weg sind, dann.... dann.... ich stell mich schonmal ans Fenster und
>> mach mich sprungbereit

Man kann das relativ einfach reparieren. Dazu braucht man ein System,
was noch starten kann (Linux wird immer wieder gern genommen :o) und
einen Hexeditor. Ein Taschenrechner, der mit Hexzahlen rechnen kann, ist
als Ergänzung auch nicht schlecht.

Dann lädt man die Partitionstabelle und entnimmt ihr den Beginn der
erweiterten Partition. An dieser Stelle findet man dann den von PM
kaputtreparierten EBPR. Einen Sektor weiter findet man den EBPR, dessen
Position PM nicht gepaßt hat und der zu der Fehlermeldung geführt hat,
mit der alles angefangen hat.
Man kopiert jetzt den Inhalt des zweiten auf die Position des ersten. An
die Stelle des zweiten kann (und sollte) man lauter Nullen schreiben.
Nun müssen im umkopierten ersten noch ein bis zwei Felder angepaßt
werden (ein Feld, wenn die erweiterte Partition nach Zylinder 1024
anfängt, ansonsten zwei).

Damit ist erstmal alles soweit repariert, daß alle OS' wieder starten
können. Allerdings fehlt noch das letzte logische Laufwerk. Dummerweise
ist das natürlich gerade das, welches die wichtigen Daten enthält.
Nämlich dasjenige, was man mit PM an das Ende der erweiterten Partition
verschoben hatte.

Nunja, mit Taschenrechner und Hexeditor erzeugt man dann dafür einen
passenden EBPR, schreibt den an die richtige Stelle und fügt den Zeiger
darauf in den nunmehr vorletzten EBPR der Kette ein.

So, wir haben fertig und dürfen uns den Angstschweiß wegwischen. Und
machen dann sofort ein Backup der wichtigen Daten. Gelle?
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