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Thema: Apokalypsen

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  1. #1

    Standard AW: Apokalypsen

    >Unter so etwas fallen wohl "Dystopien" wie Fahrenheit 451, aber das sind Bücher/Filme/Serien die man kaum mit Vergnügen verfolgen kann.

    Bin auf der Arbeit, daher nur kurze Anmerkung (heute oder morgen abend mehr *g*): Also, bei Fahrenheit 451 hat der Atomkrieg auch was kathartisches. Montag, der Held, und die anderen 'Bücher' in den Wäldern überleben ja und machen sich am Ende auf in die Überreste der Stadt, mit dem Vorsatz, einen besseren, neuen Anfang zu machen - inklusive biblischer Zitate, da Montags Buch ein Teil der Bibel ist.

    Ich kann übrigens die ersten zwei Seiten von Fahrenheit 451 auswendig. Wollt' mal sehen, wie das so geht. *g*

    Worauf ich allerdings mit meiner Fragestellung hinauswollte, war die eigentliche Lust an der Katastrophe - denn die verspürt man (oder zumindest ich) ja perverserweise auch in (fiktiven) Fällen, wo das Ende wirklich ein Ende und nicht etwa ein neuer Anfang ist. Du hast schon Recht, Katharsis und Neuanfang sind wichtige Aspekte der Faszination von Katastrophen, aber es gibt da noch ein Element, das wirklich mit der Zerstörung an sich zu tun hat... zumindest bei mir... vielleicht bin ich aber auch nur etwas krank... ;-)

  2. #2
    Frischling Avatar von the Corinthian
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    Standard AW: Apokalypsen

    Zitat Zitat von Hmpf
    Worauf ich allerdings mit meiner Fragestellung hinauswollte, war die eigentliche Lust an der Katastrophe - denn die verspürt man (oder zumindest ich) ja perverserweise auch in (fiktiven) Fällen, wo das Ende wirklich ein Ende und nicht etwa ein neuer Anfang ist. Du hast schon Recht, Katharsis und Neuanfang sind wichtige Aspekte der Faszination von Katastrophen, aber es gibt da noch ein Element, das wirklich mit der Zerstörung an sich zu tun hat... zumindest bei mir... vielleicht bin ich aber auch nur etwas krank... ;-)
    nicht kränker als jedes kleinkind: die haben spaß daran, einen turm aus bauklötzen aufzubauen, aber auch daran, ihn immer wieder einzureißen und zuzusehen wie die teile in alle richtungen fliegen. man hat nicht nur ein schöpferisches element in sich, sondern auch ein destruktives - womöglich (aber nicht zwangsläufig) verstärkt durch schadenfreude.
    ich bin nicht der typ, der sowas jetzt freudianisch aufdröselt und was von allmachtsphantasien faselt, aber es ist unleugbar, daß "kaputtmachen" einen großen reiz ausübt.

    des weiteren gibt es auch momente, wo man so ein bißchen in einer mischung aus unglauben und "nein wie geil" auf den bildschirm starrt - so geschehen bei mir in "Flucht aus L.A.", in denen Snake Plissken auf den knopf drückt, der die welt in dunkel taucht (strom futsch, strombetriebene dinge auch futsch). dann zündet er sich eine zigarette an (schummrig, schummrig!) und knurrt heiser: "willkommen in der steinzeit".
    ich habe breit gegrinst. ich grinse jedesmal wieder. es ist 'ne geniale szene.

    was allerdings zum teil wieder in den gedanken von katharsis (und allmacht, okay, irgendwie doch) mit reinspielt, denn ich selber könnte sowas nicht, weiß auch daß ich es in der realität nicht wollen würde, kann aber stellvertretend im film daran teilnehmen.

    -[C.]-

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