die entscheidung der wahlschlacht um dresden:

Bundestagsnachwahl
CDU gewinnt Direktmandat in Dresden


Die CDU hat bei der Bundestags-Nachwahl in Dresden das Direktmandat erobert. Nach dem vorläufigen Ergebnis gewann der CDU-Bewerber Andreas Lämmel den Wahlkreis mit 37,0 Prozent. Damit erhält die CDU im neuen Bundestag voraussichtlich ein weiteres Überhangmandat und kann ihren Vorsprung vor der SPD von drei auf vier Mandate ausbauen.

Dem am Abend in Dresden verkündeten Wahlkreisergebnis zufolge verwies CDU-Kandidat Lämmel die SPD-Bewerberin Marlies Volkmer (32,1 Prozent) sowie Katja Kipping von der Linkspartei/PDS (19,2 Prozent) auf die Plätze.
CDU-Wähler wählten offenbar taktisch

Bei den für die Landeslisten der Parteien abgegebenen Zweitstimmen war dagegen die SPD mit 27,9 Prozent vorn. Offenbar gaben viele Anhänger von Union und Liberalen ihre Stimmen taktisch ab: Die CDU kam bei den Zweitstimmen nur auf 24,4 Prozent, die FDP dagegen auf weit überdurchschnittliche 16,6 Prozent. Die Linkspartei kam hierbei auf 19,7 Prozent, die Grünen holten 7,1 Prozent, auf die rechtsextremistische NPD entfielen 2,5 Prozent.

Schon im Wahlkampf hatte die CDU vor allem um die Erststimme geworben, während die FDP-Direktkandidatin die Wahl ihres CDU-Konkurrenten empfohlen und lediglich um die Zweitstimme für die FDP gebeten hatte. Denn hätte die CDU zu viele Zweitstimmen bekommen, dann hätte sie - Paradoxon des deutschen Wahlsystems - ein Überhangmandat verloren.

So aber kommt die Unionsfraktion jetzt voraussichtlich auf 226 statt 225 Sitze im neuen Bundestag, die SPD bliebe bei 222 Sitzen, die FDP bei 61, die Linkspartei bei 54 und die Grünen bei 51 Mandaten.


>>>ard.de<<<
mich überraschts nicht. sachsen wählt sowieso tendenziell konservativ. mit signalwirkung hat das in meinen augen nicht viel zu tun. selbst wenn es wieder gerne dazu aufgebauscht wird

die frage nach dem "wie gehts nun weiter?" bleibt bestehen.