Eine kleine Warnung an alle, die vorhaben Fedora Linux Core 2, Suse 9.1 oder Mandrakelinux 10 zusammen mit einer Windows Partition zu installieren:


Fedora Linux Core 2 beschädigt Partitionstabelle [Update]

Ein Bug im Installer des neuen Fedora Core 2 kann die Partitionstabelle so beschädigen, dass eine bestehende Windows-Installation nicht mehr startet. Das Problem scheint allerdings auch bei anderen Linux-Distributionen mit dem Kernel 2.6 aufzutreten.

Grund für die Probleme ist ein veränderter Eintrag für die Anzahl der Köpfe in der Partitionstabelle, was zu einer fehlerhaften CHS-Adressierung (Cylinder, Head, Sector) führt. Windows verweigert dann den Start. Die für den normalen Betrieb relevante LBA-Adressierung (Logical Block Addressing) ist nicht verfälscht. Auch Installationen anderer Betriebssysteme, die über den Chainloader-Mechanismus im Fedora-Bootmanager Grub gestartet werden, können betroffen sein.

Das Problem ist jedoch nicht ganz so dramatisch, wie es die Symptome vermuten lassen: Zur Reparatur reicht es aus, die Zahl der Festplattenköpfe auf einen sinnvollen Wert (normalerweise 255) zu setzen, was sich unter dem installierten Fedora-System erledigen lässt. Details dazu beschreibt ein Posting auf der Fedora-Developer-Mailingliste.

Mit dem Installer-Bug reiht sich Fedora ein in die unrühmliche Liste der Linux-Distributionen mit bösen Patzern. Eröffnet hatte der französische Linux-Distributor Mandrake vor einem guten halben Jahr mit dem versehentlichen Überschreiben der Firmware mancher CD- und DVD-Laufwerke von LG. Vor wenigen Wochen hatte sich Suse mit einem fehlerhaften XFS-Treiber in Suse Linux 9.1 angeschlossen.

Quelle: heise newsticker

Linux-Distributionen können Partitionstabelle beschädigen

Offenbar ist nicht nur Fedora Core 2 von dem gemeldeten Problem betroffen, dass die Installation die Partitionstabelle so beschädigen kann, dass Windows nicht mehr startet. Auch Suse 9.1 und Mandrakelinux 10 scheinen mit dem Problem zu kämpfen.

Nach Auskunft der Distributoren soll ein Bug im Zusammenspiel des Kernel 2.6 mit dem Partitionierwerkzeug Parted dafür sorgen, dass ein fehlerhafter Eintrag für die Anzahl der Köpfe in der Partitionstabelle zu einer fehlerhaften CHS-Adressierung (Cylinder, Head, Sector) führt. Als Folge verweigert Windows dann den Start; auch andere Betriebssysteme, die über den Chainloader-Mechanismus im Bootmanager Grub gestartet werden, können betroffen sein.

Das Problem lässt sich jedoch vergleichweise einfach beheben, indem man die Zahl der Festplattenköpfe mit dem Programm sfdisk auf einen sinnvollen Wert (normalerweise 255) setzt. Dazu startet man das installierte Linux-System oder ein Rettungssystem wie Knoppix. Die Vorgehensweise beschreibt ein Posting auf der Fedora-Developer-Mailingliste. Hier finden sich auch Hinweise, wie man bei der Installation verhindern kann, dass das Problem überhaupt auftritt.

Quelle: heise newsticker
Wie in den beiden Meldungen erwähnt, kann man dem Problem leicht aus dem Weg gehen, oder es relativ leicht beheben. Die Anleitung dazu, in englischer Sprache, findet man hier:

http://www.redhat.com/archives/fedora-deve...y/msg00908.html