Ein Link sagt mehr als tausend Worte:
http://www.fox.com/firefly/
Um es kurz zu umreißen: Firefly ist ein Genre-Mix aus SciFi und Western. Auf den ersten Blick scheint einem das ungewöhnlich, aber es sei mal auf das Anime-Genre verwiesen, wo dieser Mix schon öfters verwendet wurde - am bekanntesten sind wohl die Serien Galaxy Rangers, Sabre Rider und Bravestar. Nun hat sich jemand mal die Mühe gemacht sowas als reale SciFi-Serie umzusetzen.
Es geht um den Captain, die Crew und die Passagiere des Weltraum-Transportschiffes 'Serenity', die in den Grenzregionen des kolonisierten Weltraums alle möglichen Jobs annehmen um ihr tägliches Brot zu verdienen - dabei nicht immer auf dem Pfad der Legalität wandelnd. Die Crew besteht aus dem charismatischen und draufgängerischen Captain, seinem Navigator und dessen "starke" Ehefrau, dem streitsüchtigen Waffenexperten und der etwas naiven und immer ölverschmierten Schiffs-Ingenieurin. Die Passagiere, die die Crew irgendwann mal aufgegabelt haben und die aus verschiedenen - den Zuschauern noch teils unbekannten - Gründen mitfliegen, sind der gebildete Arzt - ein im Western-Genre typisches "Greenhorn" - und dessen psychopatische Schwester mit der er auf der Flucht vor der Allianz (die vermutlich leicht faschistische Zentralregierung der erdnahen Sonnensysteme) ist, dem frommen aber mysteriösen Kaplan und einem "Companion", was in der Serie wohl der politisch korrekte Ausdruck für "Edelprostituierte" ist - einer verdammt gutausehenden dunkelhaarigen Schönheit. Auf ihre genaue Berufsbeschreibung wird - typisch US Fernsehen - nicht so genau eingegangen, aber die Anspielungen sind eindeutig vorhanden.
[Vorsicht, ab hier leichte Spoiler]
Die Crew sind quasi typische Anti-Helden. So haben sie in der Pilotfolge kein Problem damit einen Zug zu überfallen, kriegen dann aber Gewissensbisse, als sie feststellen, dass sie wichtige Medikamente für Siedler gestohlen haben und tun natürlich das "richtige" und bringen sie wieder zurück. Aber typisch Wild-West-Manier haben sie wieder keine Probleme damit den gefesselten Handlanger des Bösen in die Schiffsturbine zu treten als dieser andeutet, er würde sie für ihren Verrat bis ans Ende des Universums jagen. Die Serie ist also von ihrer "Moral" her durchaus eher auf dem Niveau von Farscape als von Star Trek.
Schon jetzt in den ersten drei Folgen der Serie schimmert in den teils noch ungeformten Dialogen der Charaktere ein besonderer schwarzer Humor durch, wie ihn z.B. Farscape erst im Laufe der Zeit gewonnen hat und Star Trek ohnehin vollkommen fremd ist. Dabei sind die Drehbuchautoren durchaus nicht prüde - die Serie ist definitiv nur was für's Abendprogramm:
"I do know my bible, Sir:
'On the night of their betrothal
the wife shall open to the man
as the furrow to the plow
and he shall work in her and again
'til she bring him to his fall
and rest him then upon the sweat of her breast.' " -- "Oh ... uhm ... good bible!"





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