Nun, einerseits kannich das verstehen, andererseits ist für mich eine Mischwertung für alle Filme und alle Genres undenkbar. Dann könnte ich selbst der großartigsten Komödie nur 7/0 geben, wodurch mir im Endeffekt der Spielraum zur Differenzierung innerhalb des Genres fehlen würde.
Ich halte eine 10er-Skala für unabdingbar um Filme einzustufen - und auch innerhalb eines Genres brauche ich diese 10 Stufen. Für dich mag es ungewohnt und auch unlogisch erscheinen, aber die meisten mit denen ich mich über Filme austausche, sei's per E-Mail oder in anderen Foren, vergeben ebenfalls Genrespezifische Benotungen. Es ist doch eigentlich unfair, eine perfekte, zutiefst unterhaltsame Komödie mit 7/10 abzuspeisen, bloß weil sie kein drama ist.
Innerhalb der Möglichkeiten des Genres sind diese beiden Filme als gleichwertig zu betrachten, ja.
Das stimmt. Durch die genrespezifische Wertung ist es aber eben nur ein sehr guter, und kein überragender Wert. Denn bei mir kann eine Komödie - wenn sie ihren Zweck erfüllt und ich mich schiefgelacht habe - auch 10/10 erreichen (was allerdings nur sehr selten vorkommt).Im Grunde sollte jedem halbwegs intelligenten Filmfan klar sein, dass 8/10 für eine Komödie ein verdammt guter Wert sind
Grundsätzlich hast du recht. Andererseits gibt es auch viele Komödien, die nachwirken. Und noch einmal: Ich finde es falsch, den Film eines Genres dafür zu bestrafen, was er ist. Ich bestrafe ja auch kein drama dafür dass ich kein einziges Mal lachen mussteeine gute Komödie bietet kurzweilige Unterhaltung, ist aber kaum von Anspruch und Wirkung mit einem epochal dramatischen Meisterwerk wie z.B. "The Godfather" vergleichbar - also mit Filmen, über die noch Jahrzehnte später gesprochen wird.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Wenn ich mir die Wertungen in den Zeitschriften, wie Widescreen und Cinema anschaue... wenn's nach dir geht dürften z.B. die Cinema-Redakteure keiner Komödie jemals einen Daumen nach oben geben. Das kommt aber durchaus vorIch kenne eigentlich keinen seriösen und guten Filmkritiker, der genrespezifische Bewertungen anbringt,
Ich halte im Gegenteil ein nicht genrespezifisches Wertungssystem für undurchsichtig. Wenn ich bei einer Komödie eine Wertung von 6 oder 7/10 lese, gehe ich davon aus dass sie ok ist, aber keinesfalls überragend - warum würde sie sonst so wenig punkte bekommen?So ein System ist einfach zu undurchsichtig um eine gute Orientierungshilfe zu bieten,
Ach so, ja, ich vergaß, weil sie kein Drama ist
Wenn jemand bei einem Blockbuster eine Wertung von 8 oder 9 Punkten liest, kann er davon ausgehen, dass er gut unterhalten wird. Wenn er bei einem drama eine Wertung von 8 oder 9 Punkten sieht, kann er erwarten, dass ihn ein Film mit emotionalem Tiefgang erwartet. Was daran schwer nachvollziehbar sein soll, kann wiederum ICH nicht nachvollziehen
Natürlich! Aber da sprichst du schon einen sehr guten Punkt an: Die Wertung ist ein winziger Teilbereich der Kritik, undnicht die Kritik selbst. Jeder der sich dsa Review zu Spiderman 3 oder Born to be wild durchliest, wird wissen was mir gefallen und/oder nicht gefallen hat und kann meine Meinung - und auch meine Wertung - dementsprechend einschätzen. Dass es undurchsichtig und unverständlich wäre, würde ich nur eine Wertung hinklatschen, da gebe ich dir recht. Aber gemeinsam mit dem Text sollte es hier eigentlich nicht zu Missverständnissen kommen.denn letztlich sollen Kritiken ja immer Orientierungshilfen für Andere sein.
Da gebe ich dir recht: Je mehr ich von einem Kritiker gelesen habe, desto besser lerne ich ihn, seine Erwartungen, seine Vorlieben etc. kennen, und kann seine Meinung demnach besser einschätzen. Ein wesentlicher Grund, warum ich so bald als möglich so viele Reviews wie möglich von meiner eigenen Seite auf die fictionbox bringen will.Und hierbei muss man sich als Leser immer auch am Querschnitt der anderen Bewertungen eines Kritikers orientieren
Zuerst einmal: Nein, ich bemühe mich nicht um Objektivität, weil ich es ansonsten gleich sein lassen kann. Ich kann einen Film nicht danach bewerten was er sein könnte oder wie ihn andere empfinden können, ich muss ihn danach bewerten wie er MIR gefallen hat. Ansonsten brauche ich keine Meinung zu einem Film schreibne, wenns nicht meine ist. Jedem, der die Kritik liest (und gerade bei Spiderman 3 habe ich darauf geachtet es auch nochmal extra zu erwähnen) wird hoffentlich klar sein, dsas es sich hier lediglich um meine Meinung handelt, und dass ich keinesfalls behaupte, jeder wird Spidreman 3 so schlecht empfinden wie ich.Natürlich sind Bewertungen immer subjektiv, aber wenn Du z.B. bei Spidey von nervigen Kids berichtest die Dir den Kinobesuch verleidet haben, so wird hier doch deutlich dass dies in Deine Bewertung einfließt - ein Kritiker sollte sich aber m.E. immer zumindest bemühen, objektiv zu sein, und solche Dinge nicht in seine Bewertung einfließen zu lassen.
Was nun den nervenden Bengel betrifft, so habe ich im Review bereits erwähnt dass ich ihn WENIGER NERVIG fand als den Film. Damit sollte sich jedwede Vemutung der negativen Beeinflussung eigentlich erledigt haben.
Ich sage ja auch nirgends dsas Raimi ein schlechter Regisseur ist. Es geht nicht darum, die Leistung des Filmemachers anzuerkennen oder nicht anzuerkennen, sondern darum, zu bewerten, wie gut der Film gelungen ist. Ich halte aber nichts davon, einen Film als gut zu bewerten, selbst wenn er mir überhaupt nicht zugesagt hat, bloß weil er von einem gefeierten Regisseur stammt.Ich z.B. mag fast keinen der Filme von Stanley Kubrick (liegt mir aus irgendeinem Grund einfach nicht) - trotzdem ist er für mich zweifellos ein genialer Regisseur. Nur eben nicht mein Geschmack, doch dessen ungeachtet muss ich seine Leistungen anerkennen.









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