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Teilnehmer
14. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • JA!

    4 28,57%
  • NEIN!

    3 21,43%
  • hmmmm, könnte was dran sein (außer bei mir selbst natürlich)

    1 7,14%
  • nö, was soll man denn sonst mit seinen 24 stunden anfangen?

    1 7,14%
  • Ich bin ein Kind des Fernsehens!

    2 14,29%
  • Ich lad mir meine Individualität lieber selbst runter!

    3 21,43%
Ergebnis 1 bis 11 von 11

Thema: Wir Fernsehmenschen

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Moderator Avatar von Amujan
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    Standard AW: Wir Fernsehmenschen

    Ich würde sagen, solange man weiss, dass man jemanden nachmacht (und das gilt nicht nur für Fernsehhelden sondern "Vorbilder" jeglicher Art) ist alles in Ordnung und derjenige hat maximal nen Splien, wenn man jedoch anfängt unterbewusst Verhaltensweisen anzunehmen, die einem fiktiven Charakter entspringen, anstatt selbst welche zu entwickeln, dann denke ich tritt das ein was die Herren und Damen Forscher sagen. Wenn man mit einem vorgefertigten Muster, dass man aus dem TV kennt, auf ein Problem sozialer oder psychischer Natur reagiert und es so für sich löst, anstatt sich damit wirklich zu konfrontieren und zu fragen, ob man denn wirklich selbst so denkt, denn is was kaputt.

    Natürlich orientieren sich Menschen als Herdentiere immer an schon Dagewesenem, so auch wie bsp.weise die eigenen Eltern mit ähnlichen Problemen umgegangen sind und überträgt dass dann oder versucht es zumindest, allerdings denke ich geht das nicht so weit wie im TV, weil einem nur im TV dermassen geballt soziale Informationen/Verhaltensweisen/Vorbilder entgegenströmen.

    Diese Argumentation wäre natürlich auch ein pro-Argument für Gewaltdarstellung im TV und Computerspielen und deren Nachahmung. Aber auch hier gilt: Es hängt von der einzelnen Person ab, in wie weit man sich beeinflussen lässt oder sich damit krititsch auseinanderseten kann bzw. aus einer entfernten Perspektive das Ganze als Unterhaltung einstuft - was es auch schliesslich nur sein sollte. Labile und leicht beeinflussbare Charaktäre, aufgrund mangelnder echter Erziehung wird es immer geben, wer weiss schon wieviele Gewaltdelikte verhindert werden können, weil sojemand seine Phantasie gottseidank lieber virtuell auslebt; das wäre noch eine Betrachtungsweise.

    Lebensbestimmend sind für mich das eigene soziale Umfeld - Eltern, Freunde, Verwandte & Bekannte, das dazu auch Menschen gehören die sich in Chats hinter lustigen Nicks verbergenstört mich nicht. Zusammen fernsehn/Kino/DVD/Spielen is übrigens eh viel schöner, es sei denn man will sich halt voll abschalten und wenn man das tut, gibt man auch nicht wirklich viel auf das, was einem im TV vogesetzt wird.

    Amu

  2. #2

    Standard AW: Wir Fernsehmenschen

    Zu dem, was Armitage über Beeinflussung durch ältere Medien gesagt hat, noch ein paar beliebte und vielleicht dem ein oder anderen schon bekannte Beispiele:

    - Als Goethe seinen Werther veröffentlichte, kam es unter jungen Leuten zu einer Selbstmordwelle, wobei die Selbstmörder sich so kleideten, wie Werther bei seinem Selbstmord gekleidet gewesen war.

    - Miguel de Cervantes machte sich genug Sorgen um den Verstand seiner Zeitgenossen, um Don Quijote als einen vom Lesen zu vieler Ritterromane verblendeten Naivling zu entwerfen, der zwischen seinen Romanen und der Realität nicht unterscheiden konnte.

    - Im 19. Jahrhundert, mit der steigenden Popularität des Romans, machten sich viele Leute Sorgen, daß die Leser, insbesondere Frauen, von diesen Romanen und ihren melodramatischen Handlungsmustern zu stark beeinflußt würden.

  3. #3
    Flinker Finger Avatar von Swiss
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    Standard AW: Wir Fernsehmenschen

    Ich sehe einen Unterschied zwischen mir und meiner Generation und den jungen Leuten heute (so unter 20 meine ich ). Vielleicht liegts aber auch nicht am Alter, sondern an der Bildung und Intelligenz.
    Meine Generation ist damit aufgewachsen, dass Fernsehen etwas Künstliches darstellt, das man zwischendurch geniessen kann, wenn man will (neben den normalen Lebenstätigkeiten wie Hobbys, Freunde, Beruf...). Wir können grösstenteils wischen dem echten Leben und den Medien unterscheiden, obwohls auch für uns immer schwieriger wird.
    Viele sehr junge Menschen (ich sehe das zum Beispiel an meinen Schülern) merken nicht, dass zB. die so oft gezeigten Typen à la Gangster Rapper gar nicht so dumm, gewalttätig oder cool sind, wie sie sich darstellen. Sondern dass das nur eine Masche ist. Für sie ist es echt und nachahmenswert.
    Ich denke auch, dass sich viele Werte durch die Medien verändert haben. Viele Kids kennen generell auch immer weniger Werte.

    Carter: "I feel compelled to warn you, most of the guys I’ve dated recently have died." - ("Chimera" S7)

  4. #4
    Mittlerer SpacePub-Besucher
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    Standard AW: Wir Fernsehmenschen

    Das Fernsehen beeinflusst unser Verhalten doch bereits insofern, dass wir uns nach den Sendezeiten richten.. zu einer bestimmten Uhrzeit unbedingt einen ganz tollen coolen Film/Serie/Doku angucken zu müssen. Gut, wir MÜSSEN nicht anschalten... aber wer hat den Fernseher schon mal über ne Woche nicht eine Sekunde angemacht? Man kann doch so schön abschalten.. und ein gutes Hintergrund-Gedudel ist es auch...

    Und da kann man es nicht nur auf die Kiddies schieben - Omas und Opas sind genauso abhängig. Nur werden sie keine Bad Rapper oder Checker-Bunnys...
    Und an dem Punkt Intelligenz kann es nicht nur liegen.. oder warum sehen fast alle Mädels selbst aufm Gymi gleich aus?

    Woran das liegt? Es ist einfacher, das Hirn abzuschalten und uns "entertainen" zu lassen.

    PS.. jaja es gibt Ausnahmen.. wie immer.
    pöh

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