zwinkersmilie mal beiseite: ein wenig zeit sollte man den leuten schon lassen. du steckst viel mühe in deine threads und sie sind thematisch eben auch nichts zum "blubbern", d.h. nichts wo man in minutenschnelle dutzende postings hinklatscht... (durchaus okay so.)Zitat von Hmpf
jupp. absolut.Wie sieht es bei Euch aus? Könnt Ihr diese Faszination nachvollziehen?
schätze schon, auch wenn ich nie diese faszination gegenüber dem surrealismus verspürt habe - eher gegenüber bestimmten bildern von M.C. Escher...Teilt Ihr sie?
ich überlege, ob das interesse an surrealistischen elementen nicht auch ähnlich einzuordnen ist wie das interesse der menschen an optischen täuschungen, paradoxien und rätseln... wir können sie zwar wissenschaftlich, linguistisch etc. erklären und analysieren, aber bestimmte widersprüche trotzdem nicht auflösen und kehren deshalb immer wieder zum ausgangspunkt zurück. (was man gelöst hat, legt man zu den akten - nicht oder nur schwer lösbares beschäftigt einen länger.) und speziell traumähnliche sequenzen laden dazu ein, sich darüber die köpfe heißzudiskutieren: was war das jetzt? wie war es gemeint? (man muß das natürlich nicht, man kann es auch einfach so auf sich wirken lassen. dennoch: viele leute haben einfach enormen spaß an der interpretation, am was-wäre-wenn und könnte-vielleicht-nicht.)
und nicht umsonst hat man manchmal das gefühl, sofern man über eines dieser seltsamen geschehnisse mehr erfährt, daß eine regelrechte entzauberung stattgefunden hat...
zu meiner persönlichen faszination: diese liegt speziell bei filmen auch einfach in der visuellen ausdruckskraft begründet. The Cell ist so ein beispiel, oder der trailer zu Nochnoi Dozor, zu dem ich mich in einem anderen thread ausgelassen habe. ich reagiere sehr stark und unmittelbar auf visuelle reize und manchmal hauen die mich regelrecht weg. weitere beispiele wären Jacob's ladder, Stadt der Verlorenen Kinder und in der literatur sehr viele bücher von Clive Barker, weil der einfach so "im vorbeischreiben" dutzende von ideen, exotischen namen und bildern verstreut, an denen man sich festbeißen kann. [edit: Oh Gott, und AEON FLUX! wie konnt ich die vergessen...]
wenn das traumhafte zum alptraumhaften wird, dann ja. beeindruckbarkeit kann auch nachteile haben.Oder schreckt Euch sowas eher ab?
auch abschreckend sind geschichten, die einfach nur noch zerfasern und keine struktur mehr aufweisen. da helfen mir auf dauer auch keine hübschen bilder mehr.
ich gehe so weit, zu behaupten, daß jeglicher kreativer prozeß was mit dem Unbewußten zu tun hat (wie auch immer man das U-wort nun definieren will, die psychologie ist ja auch nicht mehr das was sie mal war). kollektive mythen, ängste, sehnsüchte, einzelne individuelle veranlagung des schöpfers dieser geschichten, referenzen zur eigenen kultur... spielt alles mit rein. und je mehr freiheiten das medium bzw. genre läßt, umso eher werden diese anteile verstärkt. [nicht abschweifen, Corinthian. amerikanischer heldenmythos muß woanders hin, und daß Aliens auf xenophobie und verquerer gebär-angst beruht, weiß auch jeder. mach' punkt.]Und würde Ihr sagen, daß SF und Fantasy an sich eine Menge mit dem Unbewußten zu tun haben?
*punkt mach*
-[C.]-





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