Zitat Zitat von Loser Beitrag anzeigen
Lohnen sich die Bücher echt? Ich hab erst letzte Woche zuhören müssen, wie jemand darüber geschwärmt hat. Seitdem bin ja am überlegen ob nicht doch mal ... Wobei ich mir den ersten Teil der Verfilmung angeschaut habe. Und irgendwie war ich alles andere als begeistert. Ein bisschen zu viel Ideologie, und ein reichlich Effekthascherei. Aber Bücher sind halt doch oft was anderes als die Verfilmung, oder?

Ach ja, zum Thema:

„Naokos Lächeln“ - Haruki Murakami
„Die Korrekturen“ – Jonathan Fanzen
„Der ganze Wahnsinn“ – Terry Pratchett
Ich fand sie gut geschrieben, obwohl ich eigentlich kein Krimifan bin und schon ewig keine Krimibücher mehr gelesen habe. Die Bücher sind aber auch etwas langatmig und haben reichlich "Speck", Larsson beschreibt gerne im Detail was die Charaktere gerade machen, bis hin zur Beschreibung ihres Mittagsmenus. Aber die einzelnen Teile fügen sich zu einem unterhaltsamen Ganzen zusammen, letztlich wegen Lisbeth, der so schlimme Dinge widerfahren dass man einfach mitfiebert und hofft dass sie am Ende ihre Vergeltung bekommt.

Leider war man auf Deutsch zu feige den provokanten schwedischen Titel "Männer, die Frauen hassen" zu übernehmen. "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" gehören wohl mit zu den dämlichsten Romanübersetzungen die ich seit Jahren gesehen habe.

Was die Filme angeht: Die 180 Minütigen TV-Versionen sollen deutlich besser sein als die 140 minütigen Filmversionen, da diese ganz erheblich wegkürzen. Ich habe vor dem Lesen der Bücher kaum kapiert worum es eigentlich geht. Leider konnte ich die TV-Versionen nirgendwo auftreiben so dass ich mit den kürzeren Kinoversionen Vorlieb nehmen musste.