Sonntag auf Montag | 01./02.03.2009 | Pro 7 | 00:30 - 03:05
Casshern (jap. キャシャーン) ist eine Realverfilmung basierend auf der 1973 erschienenen japanischen Anime-Serie Shinzō Ningen Casshern, die im Jahr 2008 durch Casshern Sins neu verfilmt wurde. Die Handlung wurde dabei nur in groben Zügen übernommen um sie in Spielfilmlänge präsentieren zu können.
Wie Sky Captain and the World of Tomorrow oder Sin City verwendet der Film die Digital Backlot-Technik, bei der die Schauspieler vor einem Greenscreen gefilmt werden und die Hintergründe so über den gesamten Film hinweg digital eingefügt wurden. Dadurch wird der Manga/Anime-Stil unterstrichen.
Nach einem 50 Jahre währenden Krieg besiegt die Großasiatische Republik schließlich die Europäische Union, vereinzelte Rebellen ausgenommen. Doch viel mehr als ein umkämpftes Schlachtfeld ist nicht mehr übrig (andere Länder bzw. Kontinente werden nicht erwähnt). Die Überlebenden sind großteils todkrank und dringend muss eine Lösung für deren Probleme her. Dem Forscher Dr. Azuma gelingt dabei der Durchbruch. Mithilfe von Gentechnik ist er in der Lage, menschliche „Ersatzteile“ aus sogenannten Neo-Zellen zu erschaffen – erkrankte Organe könnten ohne Spender ersetzt werden. Als die Regierung die Finanzierung seiner Projekte verweigert, mit denen er nicht zuletzt versucht seine sterbende Frau zu retten, nimmt er verzweifelt die Geldmittel einer militärischen Organisation an. Diese plant seine Idee aufzugreifen und Supersoldaten zu generieren.
Währenddessen treibt es seinen rebellischen Sohn Tetsuya, gegen den Willen seines Vaters, als Freiwilligen zum Militärdienst an die kämpfende Front, von wo er nach einer nicht definierten Zeit als Leichnam zu seinen trauernden Eltern sowie seiner traumatisierten Verlobten Luna zurückkehrt. Kurz vor der Beisetzung Tetsuyas kommt es in dem fremdfinanzierten Forschungszentrum zu einem Unfall, durch den aus der erschaffenen genetischen Nährlösung mutierte Neo-Menschen entstehen. Nach einem missglückten Versuch, diese „Störfälle“ brutal zu beseitigen, schwören die flüchtenden, verbliebenden Vertreter der neuen Rasse, die eher zufällig auf Midori Azuma treffen und diese kurzerhand mitnehmen, in einer vom langen Krieg gezeichneten und größtenteils entvölkerten urbanen Landschaft Rache an der Menschheit. Mit einer Armee von Kampfmaschinen wollen sie die Bevölkerung der Erde unterwerfen und vernichten.
Zeitlich versetzt taucht der zu allem entschlossene Dr. Azuma den leblosen Körper seines Sohnes in die gleiche Nährlösung, aus der zuvor jene Neo-Menschen emporstiegen. Es gelingt ihm zur Freude der anwesenden Luna seinen Sohn wiederzubeleben und ihn heimlich aus der Hochsicherheitszone zu transportieren. Bei Dr. Kozuki, einem befreundeten Wissenschaftler Azumas, findet der auferstandene Soldat schließlich Unterschlupf. Des Weiteren wird er hier mit einer hochmodernen, neuartigen Rüstung ausgestattet, die seinen Körper stabilisiert und so erhält, ihn aber auch gleichzeitig zu einem gnadenlosen Kämpfer werden lässt, der mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, den Kampf gegen die Maschinen und Neo-Menschen aufnimmt.
Als sogenannter Live-Action-Anime verwendet Casshern einige optische Mittel, die dem Anime-Stil entlehnt sind. So werden beispielsweise Speedlines eingesetzt um die Bewegungen noch dynamischer wirken zu lassen. Aber auch die Kamera bewegt sich sehr frei im Raum wie es bei gezeichneten Animes problemlos möglich ist.
Das Design der Charaktere wurde gegenüber dem Original stark überarbeitet. Als Anspielung liegt der weiße Helm, der in der Originalserie Shinzō Ningen Casshern verwendet wurde, in der Mitte eines Regals in Dr. Azumas Labor. Neben solchen Dingen lassen sich auch zahlreiche Schriftzüge unterschiedlichen asiatischen Ursprungs auffinden unter denen sich auch deutsche in Fraktur geschriebene Sätze wie „Zur Erinnerung an meine verstorbene Frau“ und „Für alle Soldaten“ befinden.







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