Tja, wie finde ich "was Neues"? So richtig weiß ich das selbst manchmal nicht so genau, aber mal überlegen.

Bücher: Das ist einfach, ich lese ziemlich wenig, so dass ich normalerweise mehr Empfehlungen bekomme, als ich überhaupt brauche. Hier geht's also rein danach, was mir Freunde empfehlen, die das Buch schon gelesen haben (bei meiner Lesemenge nehme ich nur die, wo sie restlos begeistert von sind) und die auch inhaltlich was für mich sind. Fantasy und SciFi-angehaucht bekommt bei mir automatisch einen Pluspunkt.

Manga: Auch einfach, da ich erst einen gelesen habe. Da geh ich also auch völlig nach Freundesempfehlungen und lasse mich erstmal mit den bekannten Klassikern füttern. Aber dramatisch soll es schon sein.

Musik: Da kommt schon mehr zusammen. Einmal lasse ich mir auch wieder was von Freunden empfehlen. Ganz selten höre ich auch mal was im Radio was mir sehr gut gefällt (höre auch sehr selten Radio) und hole mir das dann. Meine größte Quelle sind aber wohl die diversen Fanvideos auf meiner Festplatte, über die ich schon so einige Lieder gefunden habe. Mit der Zeit fallen mir dabei dann auch wiederkehrende Interpreten auf, so dass ich mich, wenn mir oft genug was von jemandem gefallen hat, mit weiteren Stücken von ihnen bekannt mache.

PC-Spiele: Da läuft hauptsächlich alles über die PC Games. Aus Vorberichten sortiere ich mir schon mal die interessanten raus, lese dann weiter darüber, wenn es sich immer noch gut anhört bis hin zum Test und für den seltenen Fall, dass vorher eine Demo rauskommt, wird die auch angespielt. Ab und zu lasse ich mich auch mal zu Spontantests hinreißen, wie z.B. kürzlich bei Oblivion, obwohl ich das Rollenspiel-Genre nie für meins gehalten habe.

Filme: Vieles fängt mit den kurzen Cinema-Vorberichten an "Welche Filme nächstes Jahr rauskommen", die mit interessanten Beschreibungen (irgendein bekannter Darsteller hilft natürlich auch - wobei ich keine Filme nur wegen eines Darstellers ansehe) behalte ich bei größeren News-Berichten auf diversen Internetseiten weiter im Auge, ob sie noch interessant klingen. Oft verpasse ich aber auch alles bis kurz vorm Kinostart. Sonst mache ich mir aber auch anhand von Trailern ein Bild von Grundstimmung und Story des Films. Dazu kommen dann immer noch Filme, deren Beschreibungen ich zwischendurch als interessant auffasse, dann spontane Umstimmungen durch haufenweise positive Reviews (das kann aber genauso gut auch umgekehrt sein, wenn es nur negative Reviews hagelt) oder auch mal die ein oder andere Empfehlung im Internet, von Personen, die laut ihrer Filmvorgeschichte etwas meinen Geschmack haben.

Serien: Wohl das komplexeste Neuzugang-Gebiet, schließlich kommt hier immer von rechts, links und allen Himmelsrichtungen was. Da hätten wir natürlich einmal die kleinen Empfehlungen, die sich mit der Zeit anhäufen. Beispiel von diesem Jahr: Life on Mars. Da habt ihr hier so lange drüber geredet mit immer wieder begeisterten Neuzugängen, dass ich auch neugierig geworden bin. Zum Glück gibt es da ja immer diese praktische Frühlings- bzw. Sommerpause, in der ich dann ohne das ganze Serienchaos drumrum in Ruhe diese neuen Empfehlungen begutachten kann.

Zweiter Bereich: Die neuen Pilots. Sobald die neuen Serien angekündigt werden, überfliege ich diese Kurzbeschreibungen nach denen, die für mich rausstechen und präge mir damit schon mal den Titel ein. In den nächsten Monaten stolpere ich dann immer mal zufällig auf News zu diesen Serien und sehe genau wie bei den Filmen, ob sie weiterhin noch interessant sind. Bei begeisterten Reaktionen von wieder seriengeschmacklich ähnlichen Personen werden die in der Zeit auch in meine Beobachtungsliste aufgenommen. Naja, und wenn es dann irgendwann so weit ist, sortiere ich den letzten Rest dann noch, indem ich die Pilots ansehen und gucke, ob der interessant genug ist, zumindest noch die nächste Folge anzusehen oder nicht. Sollte es nach einem schlechten Pilot noch deutlich bergauf gehen, gehen sowieso Begeisterungsstürme durchs Internet. Dieses Jahr noch auf der Liste: Heroes und The Nine, Jericho ist schon rausgeflogen.

Der dritte Bereich ist wohl der undeutlichste von allen, führt aber meistens zu meinen späteren Lieblingsserien. Und spielt sich normalerweise da ab, wo ich die Serie schon als schlecht abgeschrieben habe, sich das aber absolut nicht mit immer wieder auftauchenden begeisterten Fans deckt. Bestes Beispiel hierfür: Farscape. Hier dauert es normalerweise mindestens ein Jahr, über das ich an allen möglichen (interessenmäßig natürlich deckenden) Stellen wieder darüber lese, wie toll diese Serie doch ist. Irgendwann reicht es mir dann mal, die Neugier nimmt Überhand und ich sehe mir diese von mir schon verurteilte Serie doch wieder an. Normalerweise irgendwo mittendrin, manchmal suche ich vielleicht noch nach einer besonders empfohlenen Folge einer späteren Staffel, so dass ich mitbekomme, wie die Serie so ist, wenn wirklich alles zusammenkommt. Positiv ist schon mal, wenn ich beim Ansehen die Hälfte der Zeit nicht weiß, was los ist. So bin ich auch an B5 (da hab ich mir gesagt, dass ich jetzt so lange gucke, bis ich entweder 100%ig sagen kann, dass das nichts für mich ist oder begeistert war), BSG, Firefly... und gewisser Weise auch Doctor Who gekommen (bei Doctor Who als älteste SciFi-Serie dachte ich sowieso schon, bevor die Ankündigung einer neuen Serie kam, dass ich da nicht drumrum kommen werde).