„Das Opfer nicht zum Täter machen“
Die 18jährige Natascha Kampusch ist im vergangenen Winter mit ihrem Entführer in Niederösterreich Ski gefahren. Sie habe bei dem Ausflug zum Hochkar in Niederösterreich allerdings keine Chance zur Flucht gehabt, sagte ihr Anwalt Gabriel Lansky dem ORF-Sender Ö3. Kampusch hatte zuvor einen Bericht des Hamburger Magazins „Stern“ bestritten, wonach sie im vergangenen Winter mit dem Entführer Wolfgang Priklopil im Skigebiet des Semmering gewesen sei.
Lansky sagte dem Sender, man habe so lange über diesen Ski-Ausflug geschwiegen, weil man befürchtete, daß die Entführung dadurch verharmlost werden könnte. „Wir werden es nicht zulassen, daß hier versucht wird - um neue G'schichtln zu erfinden und die Medienspirale weiterzudrehen, aus einem Opfer einen Täter zu machen.“
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„Wenn man sich selber mal eine Sekunde in die Lage hineinversetzt, dann versteht man, daß ein Ausflug eines Anfängers auf den Skiern, nicht wirklich geeignet ist, um die einzige Fluchtmöglichkeit seines Lebens zu beginnen.“
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„Als Kampusch die Flucht gelang, wog sie vielleicht 42 Kilogramm, litt unter Mangelerscheinungen und Herz- und Kreislaufbeschwerden“, sagte er. „Wenn ich jemanden entführe, ihn auf einem Schiff gefangen halte und ihm Kaviar gebe, ist er deshalb doch weiter ein Gefangener!“





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