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Thema: Wusste ich schon immer: Es geht ohne Gott!

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  1. #11
    Forum-Aktivist Avatar von Reiner
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    Standard AW: Wusste ich schon immer: Es geht ohne Gott!

    ghostwriter: ... Wenn Du eine Katze in eine Kiste sperrst, wie willst Du wissen, ob sie noch da ist, wenn Du den Deckel geschlossen hast.

    Existiert möglicherweise nur das was wir wahrnehmen können? Und existiert es vielleicht genau deshalb überhaupt? ...



    -----------------

    Well, ...
    ... es ist schon komisch wie wir manchmal mit unserem Gehirn arbeiten (deine Sätze machen das gerade so schön deutlich), mir scheint, weil wir philosophieren und konstruieren können - neigen wir gerne zur Übertreibung.

    Wir machen die Dinge machmal komplizierter als sie sind, und wirklich komplizierte Dinge, die wie heute noch nicht verstehen, denen schreiben wir einen Gott als Erschaffer hinzu.

    Einfach: Wenn eine Katze in eine Kiste gesperrt wird, dann ist sie weiterhin darin, auch wenn wir sie nicht wahrnehmen - außer: Der Magier David Copperfield hat die Kiste gebaut!

    (PS: Was würde wohl die Katze davon halten, das sie plötzlich aufgehört hat zu existieren, nur weil wir sie nicht mehr sehen? Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du nach dem Verlassen eines Raumes aufgehört hast zu existieren, nur weil die Verbleibenden im Raum Dich nicht mehr erkennen können. Das wäre eine „doofe“ Art von Existenz. )


    =========================

    ghostwriter: ...Und warum sollte ich einfach an irgendetwas glauben, wenn es nur eine von vielen Möglichkeiten ist. ...



    ---------------------

    Genau so isses!

    Darum ist ja die Konstruktion einer Gottheit für mich so unrealistisch und fiktiv. Es ist und bleibt auf ewig nur ein Vorstellung. Ein Konstrukt und eine gedankliche Darstellung für etwas was wir heute noch nicht begreifen oder für das wir einen Trost möchten.

    Vor Jahrmillionen, als die ersten Menschen (z.B. Neanderthaler) erstmals geistig in der Lage waren sich mehr auszudenken als nur wie man an Nahrung kam, entwickelte sich z.B. die Frage „Was verursacht einen Blitz?“

    Diese Frage ist so korrekt und macht auch naturwissenschaftlich einen Sinn.

    Doch diese Frage wird (bis heute) gerne verändert und plötzlich heisst es „Wer verursacht einen Blitz?“

    Halt!

    Aus „was“ (neutral) wird einer Sache eine Person „wer“ zugestellt - das ist für mich nicht korrekt und zulässig. So wird aber dann plötzlich ein Selbstläufer daraus.

    Aus Angst vor Gewitter und Blitz beteten die ersten Menschen einen „wer“ an. Der musste aber verdammt mächtig und groß sein, wenn er das gewaltige Feuer vom Himmel schleudern konnte.

    Je weiter wir eine Gottheit aber, dank der evolutionären Erkenntnisse der Naturwissenschaftler, immer weiter in die Randbereiche des Kosmos gedrängt haben, ... wird es an der Zeit wieder darüber nachzudenken wie überhaupt die Vorstellung von einem Gott in die Welt kam, wozu sie überhaupt gut ist, und das es eben eine gedankliche Konstruktion des Menschen ist und bleibt - letztendlich nichts anderes als eine SF-Figur auch, die genauso nur eine reine gedankliche Konstruktion ist.


    ==============================

    Prospero: Stimmt, es gibt Dinge in der Wissenschaft, die (bisher) nicht erklärbar sind. ...



    --------------------------

    Sehr richtig!

    Wir Menschen, und seine Wissenschaftler tun es längst, sollten akzeptieren das wir nicht immer alles wissen können und das es möglicherweise Dinge gibt, die wir nie erfahren werden. Das ist nicht schlimm.

    Das ist solange nicht schlimm, solange man das als neutrale Gegebenheit akzeptiert. Sobald man dann aber so tut, als ob aus dem „was steckt blos für ein Geheimnis dahinter?“ ... ein „wer steckt blos dahinter?“ macht, solange man also lebloser Materie eine lebendige Gestalt gibt, solange sind wir wohl geistig nicht reif für eine „Weltformel“.



    ===========================


    Darum bleiben die Sätze von L. M. Krauss ... :
    "Ich versuche skeptisch zu sein, und das in Bezug auf alles (ich glaube, es gibt keine andere Methode, um herauszufinden, wie die Welt wirklich funktioniert)."

    Und das Sprichwort:
    „Glauben ist leichter als Denken!“

    ... so wichtig!


    Dazu ebenso Mr. Krauss:
    Wenn die konventionelle Wissenschaft keine Antwort bietet, können wir uns dann endlich dem Phantastischen als einer Möglichkeit zuwenden? Meine Antwort lautet: „Ja, solange das Phantastische nicht unmöglich ist!“


    Wir erleben also, im Beispiel der Katze, das sie eben nicht einfach verschwindet, nur weil ein Mensch sie nicht mehr wahrnimmt sobald sie in eine Kiste gesperrt ist.

    Das passiert einfach so nicht.

    Also ist es etwa was der Mensch sich nur als „gedankliche Vorstellung“ ausgedacht hat - es hat mit der Wirklichkeit um uns herum nichts zu tun, es findet so nicht statt - und somit ist es eine der „Unmöglichkeiten“.


    Ich erinnere in dem Zusammenhang mal an meinen Artikel hier mit dem Titel „SF ist nicht Science Fact“ (Special-Rubrik):
    Wir dürfen deshalb nie vergessen welchen Gegebenheiten unser Universum gehorcht. Dabei stellt sich nicht die Frage warum es sich so verhält, sondern höchstens wie es sich verhält. Energie ist Energie, und sogar in Millionen von Jahren, wenn wir sehr viel mehr über die Physik gelernt haben als heute.

    Ein Apfel fällt immer auf den Boden und nicht hinauf. Das war vor Hunderten von Jahren so, das ist heute so und das wird in weiteren tausenden von Jahren so sein. Die Physik entwickelt sich nicht in revolutionären Sprüngen, die das bisherige Wissen wegwischt, sondern in einer stetigen Evolution, die auf dem gesammelten Wissen aufbaut. Newtons Gesetze werden in Millionen von Jahren noch ebenso gelten wie heute, ganz gleich, welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse die Zukunft bringt. Wenn auf der Erde eine Apfel vom Baum fällt wird er immer nach unten fallen, auch wenn ein solcher Apfel nicht Newton auf den Kopf gefallen wäre und er deshalb nicht die Gravitationsgesetze entwickelt hätte.


    Es wird Zeit, das Menschen auch die Unmöglichkeiten akzeptieren lernen.

    Wir haben somit in der Vergangenheit, Gegenwart und auch zukünftig nur gut beobachten gelernt und daraus Ableitungen entwickelt. In Wahrheit ist die Naturwissenschaft nichts weiter als eine Beobachtung der Welt um uns, welche wir in für uns nutzbare Regeln oder Formeln bringen möchten.

    Ein Gottglaube jedoch, geht darüber hinaus. Er stülpt dem Ganzen einfach noch etwas auf und hinzu, was nicht zu beobachten ist und somit auch nicht die Natur und den Kosmos beschreibt.

    Es zeigt nur die konstruktiven Möglichkeiten des menschlichen Gehirns.


    ==========================================

    Es helfen manchmal Zitate um mehr zu erkennen:


    Lawrence M. Krauss (Astrophysiker und Buchautor)


    STICHWORT RELIGIONEN:

    Man kann sich dann auf die (buchstäblich) letzte Zuflucht der Religion berufen - nämlich das Seelen im Himmel wohnen, an einem Ort, der auf der menschlichen Ebene unerreichbar ist - und der Ansicht sein, dass die Seele wie Gott und der Himmel außerhalb der physikalischen Gesetze existiert und nicht einmal in deren Begriffe beschrieben werden kann. Gegen diesen Standpunkt lässt sich nichts einwenden, weil er von vornherein nicht überprüfbar ist; man muss ihn auf der Grundlage des Glaubens akzeptieren oder ablehnen. Doch es lohnt sich zu unterstreichen, das sich auf den Glauben zu berufen wahrscheinlich die einzige Möglichkeit ist, den verschiedenen logischen Fallstricken auszuweichen, denen sich die Verfechter einer dem menschlichen Bewusstsein aufgepfropften unveränderlichen Seele gegenüber sehen."

    Stephan W. Hawking (Astrophysiker und Autor, z.B.: „Eine kurze Geschichte der Zeit“):


    „Die ersten theoretischen Versuche, das Universum zu beschreiben und zu erklären, beriefen sich auf Götter und Geister, die die Ereignisse und Naturerscheinungen lenkten und auf sehr menschliche, berechenbare Weise handelten.“

    „Braucht das Universum einen Schöpfer? Und wenn ja, wer hat einen Schöpfer erschaffen?“

    Meine Antwort: 1. Nein, warum sollte es. 2. Der Mensch.

    ========================

    Neu und ergänzend dabei der neue Artikel auf fictionBOX:

    http://www.fictionbox.de/index.php/c...4296/88888910/

    Fantasie gegen oder für Wissenschaft?
    Geändert von Reiner (02.10.2007 um 19:40 Uhr)
    "Glaubst Du noch, oder denkst Du schon?" Giordano Bruno / "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein. /"Ich kann zwar die Bewegungen von Himmelskörpern berechnen, aber nicht die menschlichen Verrücktheiten." Sir Isaac Newton. / Das Mitlesen in diesem Beitrag ist verboten, wenn Ihr zu jung dafür seid. https://anchor.fm/reiner-krauss/

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