Du ignorierst schon wieder das, was er z.B. in dem Video gesagt hat. Dort bezeichnet er bereits "gemäßigten" Glauben (Middle of the road) als gefährlich, weil man nur einen Schritt davon entfernt sei, Menschen für diese Überzuegung zu töten.
Es ist schon irgendwie verblüffend, andererseits aber eigentlich nicht überraschend. Du findest ein Buch, dessen Inhalte einigermaßen mit deinem Weltbild übereinstimmen. Du hast es laut eigener Aussage noch nicht einmal zu ende gelesen. Den Autor kennst du vielleicht als Biologe/Zoologe. Trotzdem gilt er für dich auch bei einem völlig anderen Thema als Wissenschaftler.
Andere Werke von ihm kennst du nicht, hast du jedenfalls geschrieben. Und trotzdem gehst du hin, nimmst seine Thesen an und verkündest seine "Theorien" mit der Überschrift "Wusste ich schon immer: Es geht ohne Gott!", ohne dich weiter mit dem Mann und seinen Motiven, seinen Gedanken auseinandergesetzt zu haben.
Und alles, was nach und nach kommt und sogar dir vielleicht zu radikal erscheint wird abgeschwächt, relativiert und verteidigt, während Du bei einem "Gegner" jedes Wort auf die Goldwaage legst.
Ich weiß nicht, wie es früher war, aber die katholische Kirche, wie ich sie heute kenne ist da selbstkritischer im Umgang mit ihrer Führung, als du es gerade an den Tag legst.
Von "Hinterfragen" kann ich bei dir definitiv nichts erkennen. Alles zu hinterfragen bedeutet nämlich und gerade dann etwas, wenn man es im eigenen Lager macht. Und ja, ich bin noch katholisch. Und ich werde auch nicht aus der Kirche austreten. Aber nicht, weil ich mit allem vorbehaltlos einverstanden wäre. Auch nicht, weil es so bequemer ist. Ich bleibe in der Kirche, weil ich mich dann besser mit ihr streiten kann, und von mir aus auch mit Gott, und da bin ich beileibe nicht der einzige.
Tut mir Leid, das so sagen zu müssen, aber im Augenblick bist du es, der vorbehaltlos und ohne zu hinterfragen jemanden verteidigt, der mich als "mentalen Kindesmissbraucher" bezeichnet.








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