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Man muss auch nicht zu jedem Preis ueberleben. Wer sich eine schoene neue Welt bauen will, soll das vielleicht doch ohne mich machen.
Es geht sogar soweit das es ein Punkt waere, wo ich mich fuer die Rechte anderer auf einen destruktiven aber lebenswerten Lebenstil einsetzen wuerde.
Naja, aber wir alle leben nunmal auf diesem einen Planeten. Und wenn "ihr" destruktiv leben wollt, dann zieht ihr die anderen mit. Das ist schlicht egoistisch.

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Ich halte es fuer vollkommen unmoeglich den Inder zwei Reismahlzeiten am Tag zu neiden oder aufstrebenden Nationen eben dies zu verweigern, kurz anderen Menschen ihre Werte vorschreiben zu wollen. Das ist nicht nur unmoeglicher als gewoehnliche Glaubenskriege, sondern setzt noch vorraus das man sich einerseits ueber sie stellt - denn schliesslich macht man es noch selber - als auch anderseits man die Opfer zu Taetern stilisiert - lernt aus unseren (fortwaehrenden) Verbrechen - und somit in der Rolle festdraengt.
Du siehst das falsch. Ich bin sicher niemand neidet den Indern die zweite Reismahlzeit. Hier geht es darum was der einzelne von sich aus tun kann - wenn er will. Das heißt nicht, dass DU musst.
Vielleicht kommen auch Sachen auf, auf die der einzelne einfach noch nicht gekommen ist und er denkt sich: "Mensch, das könnte ich für mich auch ändern." Das ist alles.

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Nun und wenn man mit einem Auto auf einen Abgrund zu faehrt, bringt es nichts wenn man statt 50 mit 25 darauf zu haelt, das bringt doch dem Problem gar nicht.
Es geht eben nicht darum langsamer zu fahren, sondern das Steuer herumzudrehen


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Vielleicht wieso es sinnvoll sein soll weniger zu fahren, also nur ein bisschen die Umwelt zu vermutzen als normal zu verschmutzen was ja ueber kurz oder lang das selbe Ergebnis bringt.
Ich sehe das so: Je langsamer die Umweltverschmutzung fortschreitet, deste mehr Zeit hat die Wissenschaft Alternativen zu entwickeln.
Nehmen wir wieder das Auto. Früher wurden Altautos zu couchtischgroßen Metallwürfeln zusammengepresst. Heute werden sie zu 80 % recycelt.

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Vielleicht auch was mit den Millionen anderer Autos ist und wie das im Kontext zu aufstrebenden Regionen steht denen ich von Herzen eigentlich wirklich doch goenne wenn sie nicht mehr so elend arm sind.
Ich missgönne den Indern, Chinesen und Co auch nicht, wenn sie aus ihrer Armut herauskommen. Ich bezweifle nur dass der Weg der richtige ist.

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Ich fahre auch mit dem Auto einkaufen, obwohl ich zudem Supermarkt auch in 10 Minuten zu Fuss gehen koennte.
Das mache ich auch. Ich kombiniere allerdings meinen Einkauf mit dem Einkauf meiner Eltern. Weder meine Mutter noch mein Vater können größere Gewichte schleppen und ich verbinde den Einkauf mit dem Nachhauseweg.
Früher kam ich heim um dann mit meinen Eltern einkaufen zu fahren. Heute wird kombiniert und somit Fahrweg gespart.
Mir entsteht dadurch absolut kein Nachteil. Im Gegenteil, eher ein Zeitersparnis

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Im Grunde ist das Problem fuer die Umwelt nicht das zuviel gefahren wird sondern das ueberhaupt gefahren wird.
Da ist es wieder. Dieses destruktive Schwarz-Weiß-Denken. :undecide:


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Meiner Meinung nach nicht.
Denn irgendwie setzt es das ganze schon in eine Relation wenn man vergleicht was der Auto oder Luftverkehr machen, also beide jeweils um die 2% und man sich dann ansieht was sonst noch dazu beitraegt.
Autos und Luftverkehr sollen nur 2 % ausmachen?
Das kommt mir jetzt etwas tiefgestapelt vor.

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Auch denke ich das man sich von den Schafen, bei entsprechend vegetarischer Lebensweise, mit Baumwolle und weniger Schafsfleisch, doch noch eher trennen koennte als von Autos und Flugreisen.
Erzähl das denen, die gerne Schafsfleisch essen. Du willst nicht aufs Auto verziechten, die nicht auf ihren Braten.
Und ich persönlich bevorzuge Kleidung aus Baumwolle anstatt aus Kunstfaser. *grusel*

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Weil Rechner, Backbone Server Energie verbrauchen und Schadstoffe ausstossen.
Das hierbei fuer das Internet 2% CO2 anfaellt, also genauso viel wie bei dem Flugverkehr, kam im Zuge der Diskussion um die neue Oeko-Suchmaschine (Ecocho) auf.
Okay, Energieverbrauch leuchtet ein.
Cool, da ich ja keine Flugreisen mache, "darf" ich ins Internet

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Ich halte es in sofern fuer eine Pseudoaktion als das es nicht wirklich hilft.
Schliesslich macht Kleinvieh, also z.B. nur wenn es noetig ist "Auto fahren", auch Mist. Man kann Muell trennen, aber der Muell als solcher verschwindet davon nicht. Auch wenn man so einkaeuft das man weniger Muell hat, hat man danach immer noch Muell.
Aber eben viel weniger. Wer weiß, vielleicht gelingt es der Forschung ein Verfahren zu entwickeln, dass noch weniger Müll übrig bleibt. Oder dass fast alles recycelt werden kann.

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Ist das nicht etwas sehr optimistisch?
Ich hab grad meine optimistische Phase

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Wenn man im Mittelalter waere, haette man hauptsaechlich nur natuerliche CO2 Produzenten, was sich in den normalen Kreislauf fuegen wuerde. Wir sind aber nicht mehr im Mittelalter, nicht mals mehr nahe dran und ein Auto ist nicht so natuerlich wie ein Schaf, quasi ueberhaupt gar nicht von der Natur vorgesehen.
Und ich will auch gar nicht ins Mittelalter zurück. Die hatten ja kein Internet
Das mit dem Mittelalter war als Beispiel gemeint. Selbst im Mittelalter - ohne den ganzen modernen Technikkram - gab es CO 2 Ausstoß.

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Wenn wir nun alle weniger Auto fahren bringt es wenig.
Bin ich anderer Meinung, aber ich sitze im Glashaus und bin von daher still

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Weil irgendwann wollen alle Menschen so wohlhabend werden um ein Auto fahren zu koennen .....
Wollen alle Menschen das? Wirklich?
Für die besteht Wohlstand jetzt darin ein Auto fahren zu können. Andere Menschen empfinden Wohlstand vielleicht darin, nicht mehr auf ein Auto angewiesen zu sein.

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Auch Energie Sparlampen gehen irgendwann kaputt und machen dann einen Muellberg an dem die Menschheit irgendwann erstickt. Solarzellen sparen Energie, aber wenn sie kaputt sind, sind die giftig wie noch was.
Es macht aber schon einen Unterschied, ob ich in einem Jahr z. b. 27 Glübirnen oder eine Energiesparlampe wegwerfe. Die Zahlen sind jetzt als Beispiel völlig aus der Luft gegriffen. Also bitte nicht daran aufhängen.

So genau kenn ich mich mit Solarzellen nicht aus, aber früher war eine Solarzelle so groß wie ein DIN-A 4 Blatt. Da hieß es "viel zu unwirtschaftlich, viel zu groß".
Heute sind Solarzellen mitunter so groß wie ein Fingernagel. --> Fortschritt.

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In Belgien werden die Autobahnen beleuchtet - in den Gebieten wo man es sich finanziell leisten kann - daneben sind Banken, wo vielleicht noch gearbeitet wird, harmlos.
Ich weiß gar nicht mehr, ob die Autobahnen in Deutschland beleuchtet sind. Meine letze "Nachtfahrt" auf der Autobahn ist schon ziemlich lange her. Ich glaub aber eher nicht. Wozu auch.
Und in der von mir erwähnten Bank wird um 1 Uhr nachts nicht mehr gearbeitet. Aber wenn, dann wäre das okay. Nur das Anstrahlen der Bank von außern nicht. In meinen Augen.

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9 Mio Elektroautos sind umweltteschnisch immernoch ein riiiiiiiesen Problem.
Vom Energie Faktor, Schrottfaktor und was sie so an Dreck machen.
Was machen den Elektroautos noch für Dreck?
Was für ein Energiefaktor meinst du?
Und Schrottfaktor? So ein Auto hält ja schon ein paar Jahre und wird nicht nach 2, 3 Jahren auf den Müll geworfen.

Ich finde du siehst das zu schwarz und zu einseitig.


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Nun und woher sollen dann Laender wie China bzw. dessen arme Bevoelkerung das ganze Geld nehmen um sich technologisch weit entwickelte Elektroautos zu leisten wo das hier schon nicht klappt?
Warum das hier nicht klappt? Weil die Lobby der benzinproduzierenden Ländern hier einfach zu einflussreich ist. Denen würde es bös stinken, wenn auf einmal die Mehrheit der Leute Elektroautos fahren würden. Dann würden die nämlich auf ihrem Benzin sitzen bleiben und ihre Einnahmequelle versiegen. Das ist der Grund.

China hat sich den Transrapid leisten können. Wer will findet einen Weg. Aber man muss ihn auch finden wollen.
Und ich rede ja nicht von den "Kleinen" Chinesen und Indern.

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Den Zug haben die zudem von den Deutschen gekauft [ob es Umwelt technisch gut gewesen waere / ist in Deutschland die Trassen dafuer hochzuziehen bezweifele ich].
Ich weiß. Deswegen habe ich den Transrapid ja erwähnt.
Da entwickeln wir Deutschen einen Zug, der schneller und für die Umwelt - ich sag jetzt nur Schaf- und Rinderherde - besser wäre und was machen wir? Wir beschließen, er ist nicht rentabel wegen Lärm bla bla und verkaufen ihn ans Ausland.
Also sowas von einem Eigentor ist selten.

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Laut N-TV eine Aussage von Merkel zur aktuellen Reiskrise:
"Wenn die plötzlich doppelt soviel Nahrungsmittel verbrauchen als sie das früher gemacht haben und dann auch noch 100 Millionen Chinesen beginnen Milch zu trinken, dann verzerren sich natürlich unsere gesamten Milchquoten und vieles andere"
Okay. Aber schon mal auf die Idee gekommen, dass das nur als Beispiel herhalten musste und sie das nicht wirklich gemeint hat?

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Nun oder Merkel laut Focus.de:
„Wenn in Indien plötzlich 300 oder 400 Millionen Menschen zwei Mal essen am Tag, wo sie früher nur ein Mal gegessen haben, dann hat das natürlich einen großen Einfluss“
Natürlich. Da hat sie ja auch recht. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass sie den Indern die zweite Reismahlzeit vergönnt.

Wenn wir hier in Deutschland plötzlich alle Vegetarier werden würden, hätte das auch einen enormen Einfluss auf den Fleischmarkt.
Diese Aussage heißt nicht, dass alle Deutschen jetzt Vegetarier werden müssen.

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In der kurz Fassung, der Reispreis ist um knapp das dreifache explodiert, Indien hat darauf hin zur Sicherung / Deckung des Eigenbedarfs den Reisexport komplett dicht gemacht. Weshalb die Reisboersen relativ leer sind und nicht nur in amerikanischen Supermaerkten der Reis stark rationiert wird sondern auch Arme Laender sich nicht mehr mit dem Grundnahrungsmittel eindecken koennen.
[Es betrifft auch noch andere Lebensmittel, aber wohl hauptsaechlich Reis]
Ich bin den Links nicht gefolgt, hab jetzt keine Zeit dazu. Daher:

Warum ist der Reispreis explodiert?
Außerdem betrifft diese Maßnahme ja nicht nur die reichen Industrieländern, sonder eben auch die anderen Länder. Eine Folge der Globalisierung.

Zur Aufheiterung: An mir liegts nicht. Ich bevorzuge eher Kartoffeln.

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Weil sie bei sich nicht genug herstellen koennen, deswegen kaufen wir hier doch auch Reis aus Asien. Wobei Milch nicht nur verzehrt wird sondern Laktose Konzentrat auch noch als Arbeitsstoff Anwendung findet (Angeblich in Autoreifen und sowas).
Autoreifen! Kaum vorstellbar, aber wer weiß. Da will ich mich nicht aus dem Fenster lehnen.
Mich hat es nur gewundert, weil doch die meisten Asiaten eine Laktoseunverträglichkeit haben. Und auf einmal brauchen die "unsere" Milch.

Öhm... wir schweifen ab.

Klimawandel war das Thema und nicht Globaler Handel.

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