Vorläufige Kurzkritik - ein vollwertiges Review folgt dann hoffentlich am kommenden Wochenende:
Per Anhalter durch die Galaxis
Ich muss wohl zuerst nochmal darauf hinweisen, dass ich Douglas Adams Kultroman noch nicht gelesen habe (bzw.noch nicht gelesen HATTE, bevor ich den Film Samstag abend sah - was sich mittlerweile geändert hat *g*), und ich daher den Film als nahezu Unwissender gesehen habe und ihn vorerst mal auch nur unter dieser Perspektive beleuchten will - was aber ev. eh ganz gut ist. Und ganz unwissend war ich ohnehin nicht, denn Dinge wie den Babelfisch, die Antwort auf die Frage aller Fragen oder "Machs gut, und danke für den Fisch" bekommt man notgedrungen ohnehin irgendwie mal mit. Wie auch immer... Der Anfang ist einfach genial und herrlich absurd - und legt damit schon den Grundstein, um den (ahnungslosen) Zuschauer einzustimmen und ihm klar zu machen, was ihn erwartet. Mein erster Gedanke nach dem Film war, dass dieser Film genau so gut von Monty Phyton hätte sein können. Denn der Film teilt nicht nur die Stärken deren Filme (die herrliche Abgedrehtheit und Skurrilität, bzw. generell der Humor), sondern eben (leider) auch dessen Schwächen (oftmals sehr episodenhaft wirkende Filme mit zusammengestoppelter Handlung, die sich von Sketch/Gag zu Sketch/Gag hangelt).
Aber der Reihe nach... der Anfang ist genial - das sagte ich ja schon. Auch alles bis zur Zerstörung der Erde, absolut perfekt. Danach jedoch geht's los... vom Design her ist der ganze Film großartig, aber die Handlung hat doch ihre Lücken. Wenn sie mal auf der Herz aus Gold sind, kommt zudem eine weitere große Schwäche hinzu: Zaphod! Ich konnte den Kerl einfach nicht leiden, sorry. Der Typ ist nicht auf nette, sympathische Weise skurril und verschroben, er ist auf NERVIGE Weise skurril und verschroben. Mann, was wäre ich froh gewesen wenn man IHN gleich KOMPLETT als Geisel auf diesem Planeten da gelassen hätte, aber das sollte halt nicht sein, schade. Auch seinen 2. Schädel fand ich extrem nervend - ja sogar noch nervender als die "normale" Person. Schrecklich - ein absoluter Reinfall, meines Erachtens.
Gott sei Dank ist Zaphod die einzige schwache Figur... der Rest überzeugt (Arthur, Ford, Trillian) bis begeistert (Marvin, Slartibartfas und der Computer der "Herz aus Gold"!). Leider jedoch schleicht sich zwischen den meist gelungenen Gags eben immer wieder die wenig überzeugende, etwas art zusammengeschustert wirkende und generell eher störende Handlung ein - man merkt, dass man einfach keinen guten Weg gefunden hatte, die große Anzahl verschiedener guter Gags und Ideen in eine überzeugende und gelungene Geschichte zu bringen. Den größten Durchhänger hat der Film nach der Ankunft von Arthur und Ford auf der Brücke der Herz aus Gold bis zur Ankunft auf dem Heimatplaneten der Vogonen (bzw. der Aufzeichnungen von Magnathea). Natürlich weiß der Film auch in dieser halben Stunde immer wieder mal zu gefallen und zu unterhalten (z.B. eben der Computer der Herz aus Gold mit seinen Sprüchen, oder der manisch-depressive Marvin, oder die ständig stöhnenden Türen, oder der von John Malkovish angeführte Kult, und und und...), trotzdem schleicht sich zwischen den Gags auch immer wieder Langeweile ein. Wenn man dann mal auf dem Planeten der Vogonen landet um Trillian zu retten, wirds aber wieder deutlich besser, mit einigen herrlich genialen und abgefahrenen Ideen. Und ab Magnathea dreht der Film ohnehin wieder auf - vor allem der Wal war genial. Und dann die Auflösung der Story am Ende, etc... wirklich gut.
Alles in allem ist die größte Schwäche also die Handlung. Diese wirkt wie ein notwendiger Lückenfüller, um die Fülle an genialen Ideen und Gags zusammenzuhalten - was aber nicht immer gelingt. Das Design ist jedoch über jeden Zweifel erhaben - der Humor wird die Filmgemeinde spalten, wobei Fans von Monty Phyton (bzw. von Douglas Adams) ihre Freude haben sollten.
Fazit: Rein ins Kino und selbst ein Urteil bilden.
Vorläufige Wertung: 7-8/10






) ihre Freude haben sollten.
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