Ich muss zugeben, ich bin auch einer der bösen Menschen, die "Twänti-Foa" inzwischen mit Missachtung strafen. Ich habe die erste und zweite Staffel begeistert geschaut. Die erste vor allem weil es ein innovatives Konzept war und die zweite weil sie wirklich spannend war. Welche Serie lässt schon Atombomben tatsächlich hochgehen?
Aber mit der dritten Staffel kann ich wirklich nichts mehr anfangen. Gab ja an der zweiten Staffel schon einiges auszusetzen, wie den unsäglichen "Blondchen irrt durch den Wald"-Plot, so ist Staffel 3 nur noch überzogen, überzeichnet und unsympathisch. Bei den Personen ist es mir inzwischen sowas von egal ob sie sterben oder nicht und wenn der geleckte und völlig unglaubwürdige Oberbösewicht mal eben ein paar Millionen Menschen per Virus auslöschen will, zischt die Serie für mich eh in Sphären ab, in die ich ihr nicht folgen will.
Ich habe mir die ersten paar Folgen der Staffel angesehen und dann ab und an wieder reingeschaut, gestern z.B. wiedermal komplett gesehen und ich muss sagen es war weder spannend noch emotional (eher unfreiwillig komisch) und der moralische Konflikt war auch viel zu konstruiert. Außerdem trau ich Jack Bauer inzwischen eh zu, dass er jeden abknallt, der ihn schief anguckt.
Als er am Beginn der zweiten Staffel den Vergewaltiger erschossen hat, war das hart. Der Tod des CTU-Chefs (hab seinen Namen vergessen) war hart. Wenn Herr Bauer jetzt mal eben seinen Vorgesetzten und damit eine Hauptperson erschießt, sitzt man eigentlich gelangweilt daneben und denkt sich "Ja ja, mach du nur."

Ich weiß ja nicht ob Staffel 4 wieder mehr nach meinem Geschmack ist, Staffel 3 war jedenfalls eine Zeitverschwendung.