Soldat Mandella habe ich durch. An und für sich ist das bisher groß, aber ich will endlich was über Zeitdilatation lesen.
Der Stil von Haldemann ist angenehm zu lesen.
Im zweiten Teil beschäftigt sich Haldemann nun endlich mit den Problemen von Mandella bei der Rückkehr zur Erde. Stark wird hier das alles kontrollierende System, das scheinbar nur während des Krieges eingesetzt wird, angeprangert. Gut werden Mandellas Anpassungsprobleme beschreiben.
Etwas mehr könnte sich Haldemann allerdings auf Dialoge konzentrieren. Die schafft er eigentlich immer recht interessant zu schreiben.
So. Jetzt habe ich das Buch auch durchgelesen. Was mich gestört hat war vor allem das irgendwer (wahrscheinlich der Heyne-Verlag) scheinbar gegen den Willen Haldemanns die Story 300 Jahre in die Zukunft verlegt hat. Da es sehr viel um gesellschaftliche Veränderungen wirkt das unpassend.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es war jetzt nicht so der Hammer wie ich das vielleicht nach dem Vorwort von Ben Bova (Vergleich mit Remarque: Im Westen Nichts Neues) erwartet habe. Haldemann streut geniale Ansätze eher spärlich ein.
Er zeichnet grob das Bild einer sich verändernden Menschheit und das macht er auch gut, aber meiner Meinung nach hätte er sich mehr auf die Sinnlosigkeit des ewigen Krieges konzentrieren sollen, beziehungsweise seinen Hauptcharakter Wiliam Mandella etwas kritischer agieren lassen sollen (immerhin bekommt dieser von einem Hochleistungscomputer das Psychoprofil 'verhinderter Pazifist' zugeschrieben).
Die genialen Ideen kommen ihm aber oft genug, so dass ich das Buch nur jedem empfehlen kann.
Last edited by FREAK at 09.11.2002, 21:41






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