In Bezug auf reales Pen & Paper wuerde ich mich eher auf eine wuerfel- und regelfreie Runde einlassen als es nochmals ohne Online, in Foren oder Chats, zu probieren.

Aktuell spiele in einer Vampire Online Chronik (Dark-Seattle), die im Chat wie auch im Forum gespielt wird. In Bezug auf das Regelwerk wird nach angepassten Maskerade Regeln gespielt und fuer das Wuerfeln ein selbstgeschriebener Wuerfelbot benutzt.
Es wird dabei geachtet das das Wuerfeln nicht ausartet, das heisst man wuerfelt nicht am laufenden Band, sondern eben wenn es passt. Die Ergebnisse sind dabei weniger eine Erleichterung des Spielleiters fuer Entscheidungen, als ein Indikator ob etwas geht, nicht geht oder schief geht. Patzer machen dabei nicht unbedingt mehr oder weniger Spass, es bringt nur irgendwie mehr leben in den Ablauf, haelt ihn dynamischer, ueberraschender, spontaner. Genauso wie unverschaemt gute Ergebnisse. Wobei in der Regel nicht (nur) der oder die SL wuerfelt sondern man selber.
'Noetige Gelassenheit', najo. Also ich finde es irgendwie elementar das man beim Rollenspiel gelassen mit Wuerfelergebnissen und sonstigen Ueberraschungen umgeht. Ohne das wuerde mir etwas fehlen. Gerade bei Kaempfen, und sei es nur zwei Charaktere, helfen Wuerfel zu sehen wer wie erfolgreich ist und ob wer wie verletzt ist.


Zur anderen Option, vielleicht weil man sich nicht direkt gegenueber sitzt gehen ohne Wuerfel und Regelwerk doch recht schnell die Verhaeltnismaessigkeiten verloren. Das heisst was ein Character kann oder nicht, was gelingt und was vielleicht schief gegehen koennte. Die Spannung schwindet dabei ebenso, da man sich recht sicher sein kann wie etwas ausgeht.
Zwar kann man versuchen mit einer rigiden SL dem entgegen zu wirken, aber entweder endet das in Zank und Streit oder es gestaltet sich derart strikt das man kaum mehr das Gefuehl hat selbst zu spielen. Zudem fuehrt es dann auch haeufig zu Diskussionen, die einem mit Wuerfeln erspart geblieben waeren.