An BSG sieht man ja, wie Voyager hätte werden können.
An BSG sieht man ja, wie Voyager hätte werden können.
Sieht man an BSG nicht eher, wie DS9 hätte werden können? ;-)
Oder hat Ronald D. Moore auch bei Voyager mitgemischt und ich hab's verdrängt?
Wobei, gegen DS9 will ich nichts gesagt haben. DS9 war ein echter Höhepunkt für ST, und ich habe es geliebt. (Hier ist ein großartiger Essay über die Serie: http://wrongquestions.blogspot.com/2...-contents.html)
Wenn ich mich recht entsinne, ist er nach DS9 zum Voyager Produktionsstab gestossen, hat denn aber wieder recht schnell verlassen, gab da wohl gewisse „Differenzen“.
Was DS9 angeht, das wäre wenn es allein nach Moore und Behr gegangen wäre, in der Tat viel dunkler und damit BSG ähnlicher als es ist. Da war nur Rick Berman nicht ganz einverstanden mit …
Und Voyager, da stimm ich dem Doc weitestgehend zu.
Ich bin zwar allgemein kein Star Trek Fan, allerdings kommt fuer mich Voyager, TNG noch am naechsten und war eigentlich so wie bzw. was ich von Star Trek erwarte.
Der Star Trek Serien Universum nun zwanghaft auf Battlestar Galactica oder eine andere Serie trimmen zu wollen bringt doch nichts. Da kann man auch gleich etwas gaenzlich neues machen.
So richtig nachvollziehen konnte ich die massive Ablehnung von Voyager nicht, soviel kann man doch garnicht gegen einen weibliche Captain haben?
Edit:
Die Idee Star Trek dunkler zu gestalten, halte ich fuer etwa so sinnig wie mal eine Putzkolonne durch die Galactica zu jagen und die Beleuchtung einmal auf normal hochzudimmen.
also, für mich hat die ablehnung rein gar nichts mit janeway zu tun. schrottige geschichten, schnulzig und billig inszeniert sowie ein zum ende hin immer haarsträubender werdender plot... und charaktere, die ebenfalls größtenteils recht stereotyp wirkten. sorry, aber das sind nicht die regeln des startrek-universums. vielleicht wurden vor 20 jahren serien noch so geschrieben, deswegen lässt sich bei tng noch einiges verzeihen, aber voyager war damals schon sehr rückschrittlich und verpasste viele wichtige chancen, die mit mehr einfluss von leuten wie r.d. moore sicherlich realisierbar gewesen wären.
stimmt nicht. so wie du es beschreibst, wäre auch eine neu-interpretation von galactica nie möglich gewesen. auch das galactica-universum, wie wir es aus den 70ern und 80ern kennen, war nicht sonderlich düster. es war teilweise sogar ziemlich quietschig und leicht überzogen, hatte zudem viele anleihen bei starwars und startrek. r.d. moore hat trotzdem geschafft, die kernelemente zu retten, aber dennoch etwas völlig neues, innovatives daraus zu machen.Die Idee Star Trek dunkler zu gestalten, halte ich fuer etwa so sinnig wie mal eine Putzkolonne durch die Galactica zu jagen und die Beleuchtung einmal auf normal hochzudimmen.
das ist mit startrek ebenfalls möglich. man nennt es nicht umsonst oft "neu-interpretation", wenn heutzutage ein franchise neu aufgelegt ist. schließlich kann man die regeln von startrek nicht so verstehen, dass jede weitere serie bzw. jeder weitere film in einem stil gemacht sein muss, der dem der 60er und 80er jahre entspricht.
wie hätte man denn deiner meinung nach beispielsweise mit batman umgehen sollen, wenn man sich an den serien aus den 60ern/70ern orientiert hätte? sollen auch heute bei allen batman-filmen noch die "PENG" und "POW"-effekte eingebaut und alle 2 minuten ein flotter spruch geklopft werden, zu cooler sixties-musik? also, ich denke mal, da ist dir auch lieber, dass die späteren filme deutlich ernster und düsterer ausgefallen sind.
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"Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"
Zuerst das kleinere, leicht zu verzeihende Outing: Ich hab Voyager eigentlich soweit immer ganz gerne gemocht. Ich bin nicht blind gegenüber den Schwächen der Serie und stimme zu, dass man damit einen Schritt in die falsche Richtung gemacht hat, nämlich weg von guten Stories hin zu belangloser Action, dennoch gab es noch genug richtige SF-Geschichten, um mich bei der Stange zu halten. Zudem war es größtenteils unterhaltsam.
So, jetzt das große Outing: Ich finde Voyager besser als DS9. Mit letzterer konnte ich nie so recht etwas anfangen, mit dem ganzen (meines Erachtens für ST unpassenden) Propheten und Pah-Geister-Gefasel, und dem Dominionkrieg, der nur ein Schatten der genialen Handlung aus B5 war. Zudem waren mit einige Wendungen mit der Zeit doch etwas zu abstrus. Und das Hologramm aus der 7. Staffel war ja sogar nerviger, als es selbst ein Kind von Wesley Crusher und Deanna Troi jemals sein könnte.
Immerhin, was ich DS9 durchaus zugute halte, ist die Charakterentwicklung, die dort so ausgeprägt wie in keiner anderen ST-Serie vorhanden war. Etwas, dass bei Voyager stark vernachlässigt wurde, aber wenn wir uns ehrlich sind, ohnehin ein Punkt bei dem Star Trek sonst nie geglänzt hat. Auch bei TNG tut sich bei den Figuren nicht viel, wichtige Ereignisse aus einer Handlung sind schnell vergessen und haben keine langfristigen Konsequenzen. Die typischen Star Trek-Schwächen halt.
Was mir halt nur bei DS9 nicht gefallen hat, war, dass die ersten Staffeln ungemein schwach und langweilig waren, dass man zu viel wert auf teils soapartige Geschichten gelegt hat, und dass man im späteren Verlauf eigetnlich nur mehr eine Geschichte in einem SF-Setting, aber keine Science Fiction-Geschichten mehr erzählt hat. Und genau das war für mich immer die Stärke von Star Trek, die auch Voyager teilweise noch hatte. Es war schon immmer so eine Art Anthology-Serie mit Resetknopf am Ende, wo jedoch die handelnden Personen von einer auf die nächste Folge die selben bleiben. Eben diese originellen Ideen und Geschichten haben mir bei DS9 gänzlich gefehlt - im Gegensatz zu Voyager, dass zumindest teilweise noch mit einigen interessanten Episoden aufwarten konnte.
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"I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
Andreas Katsulas as G'Kar - Objects in Motion / The Lost Tales-Intro
Dieses Argument habe ich schon oft gehört, allerdings finde ich sowohl den Dominion-krieg als auch den Krieg gegen die Schatten gut gelungen, jedoch nicht vergleichbar. Beides ist spannend inszeniert über mehrere Staffeln hinweg, und beides - ironischerweise - mit einem viel zu überstürzten Ende abgekanzelt.
Ich meine, wer wunderte sich nicht dass zur Mitte der 4. Staffel B5 als es endlich nach jahrelangen Andeutungen "zur Sache ging" zwischen Vorlonen und Schatten, die ganze Chose auf einmal in einer stand alone-Folge abgehakt wurde und sich die beiden Supervölker einfach nach ein paar lauen Worten von Sheridan aus der Galaxis verkrümelten? Auch da war nicht alles Gold, was glänzen wollte.
So nervig wie Fähnrich Kim, Naomi Wildman oder Vir Coto?Zudem waren mit einige Wendungen mit der Zeit doch etwas zu abstrus. Und das Hologramm aus der 7. Staffel war ja sogar nerviger, als es selbst ein Kind von Wesley Crusher und Deanna Troi jemals sein könnte.
TNG war auch eine Einzelfolgen-Serie aus den 80ern, da war das normal. TNG kann man sich aber auch heute noch ansehen, weil es viele gute, spannende und originelle Einzelepisoden gibt, die die fehlende Charakterentwicklung wieder ausgleichen. Voyager hat diesen Ausgleich nicht. Ich habe zu Anfang meiner Internetzeit selber Rezensionen zu jeder neuen Voyager-folge geschrieben, und ich erinner mich noch gut daran, dass es sehr oft "langweilig, die Episode gab es schon bei TNG" hieß.Immerhin, was ich DS9 durchaus zugute halte, ist die Charakterentwicklung, die dort so ausgeprägt wie in keiner anderen ST-Serie vorhanden war. Etwas, dass bei Voyager stark vernachlässigt wurde, aber wenn wir uns ehrlich sind, ohnehin ein Punkt bei dem Star Trek sonst nie geglänzt hat. Auch bei TNG tut sich bei den Figuren nicht viel, wichtige Ereignisse aus einer Handlung sind schnell vergessen und haben keine langfristigen Konsequenzen. Die typischen Star Trek-Schwächen halt.
Die alte "Raumschiff erforscht die Mysterien des Universums"-Masche hätte bei DS9 genauso wenig funktioniert wie bei Babylon 5. Eine Weltraumstation ist eben was Anderes als ein Raumschiff. Es gibt da außerdem mittlerweile so viel Material dass es schwer sein dürfte noch mal eine neue Serie mit ausreichend originellen Einzel-Episoden auszustatten. Alles war eben irgendwann schon mal da, daher wirken storyarc-bezogene Serien für mich heute frischer und intensiver als Serien mit überwiegenden stand alone-Folgen.Was mir halt nur bei DS9 nicht gefallen hat, war, dass die ersten Staffeln ungemein schwach und langweilig waren, dass man zu viel wert auf teils soapartige Geschichten gelegt hat, und dass man im späteren Verlauf eigetnlich nur mehr eine Geschichte in einem SF-Setting, aber keine Science Fiction-Geschichten mehr erzählt hat. Und genau das war für mich immer die Stärke von Star Trek, die auch Voyager teilweise noch hatte. Es war schon immmer so eine Art Anthology-Serie mit Resetknopf am Ende, wo jedoch die handelnden Personen von einer auf die nächste Folge die selben bleiben. Eben diese originellen Ideen und Geschichten haben mir bei DS9 gänzlich gefehlt - im Gegensatz zu Voyager, dass zumindest teilweise noch mit einigen interessanten Episoden aufwarten konnte.
Enterprise ist daran gescheitert, die alten Rezepte von TNG und Voyager wieder aufzuwärmen.
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