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Thema: B5 | 1.09 | Die Todesbringerin (Deathwalker)

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  1. #12
    Wiederholungstäter Avatar von MacGuffin
    Dabei seit
    25.08.2008
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    28

    Standard AW: B5 | 1.09 | Die Todesbringerin (Deathwalker)

    An dieser Episode sind zwei Dinge interessant:

    Zum einen natürlich der Haupthandlungsstrang um die Kriegsverbrecherin. Es ist schwer, hier nicht an die Zuflucht von Nazi-Wissenschaftlern bei den Siegermächten und zu denken. Verfolgt und verurteilt wurden ja bekanntlich nur diejenigen, die für die Siegermächte keinen Wert hatten.

    Man muss sich mal fragen: Was wäre, wenn eines Tages Josef Mengele an die Öffentlichkeit getreten und verkündet hätte, er habe auf Grund seiner Forschungen ein Heilmittel gegen Krebs gefunden, sei aber nur dann bereit, es der Menschheit zur Verfügung zu stellen, wenn er rehabilitiert wird?

    Wie hätte die Welt darauf reagiert?

    Tatsächlich ist das nur scheinbar eine hypothetische Frage, denn es ist erwiesen, dass die Siegermächte - allen voran die USA - enorm von der Nazi-Forschung profitiert haben. Und ich bin mir sicher, dass man Mittel und Wege gefunden hätte, selbst von Mengeles Menschenversuchen zu profitieren, wenn dabei irgendwas Nützliches herausgekommen wäre. Vielleicht ist es das ja sogar? Ich weiß zu wenig von dem Thema, um das sagen zu können...

    Die Kernfragen der Episode "Deathwalker" sind also: Wieviel moralische Korruption ist akzeptabel, wenn es darum geht, das Leiden und den Tod von Tausenden mit der Erlösung von Leid und Tod für Millionen zu rechtfertigen? Ist es ferner moralisch zu rechtfertigen, Wissenschaftlern, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen oder diese zumindest stillschweigend geduldet haben, Asyl und eine Amnestie zu gewähren, weil sie im Kampf gegen einen neuen Gegner nützlich sein könnten?

    Wie ich finde, wird dieses Thema in dieser Babylon-5-Episode geschickt behandelt und besonders Jha'durs Statement am Ende macht einen schon nachdenklich: "You will fall upon one another like wolves. It'll make what we did pale by comparison. The billions who live forever will be a testimony to my work, and the billions who are murdered to buy that immortality will be the continuance of my work. Not like us, you will become us."

    Die zweite interessante Sache in dieser Episode ist die Tatsache, dass Kosh erstmals als handelnde Person in Erscheinung tritt und nicht nur in seinem Quartier bleibt und rätselhafte One-Liner von sich gibt, wenn ihn jemand dort besucht.

    Warum hat er Talia Winters auf dem Kieker? Was ist auf dem Datenkristall? Was bedeutet diese ganze, rätselhafte Aktion mit Abbut? Was weiß Kosh, was wir (noch) nicht wissen?

    Dann natürlich der erste Hinweis auf die Rolle, die die Vorlonen im B5-Universum spielen - aber darauf will ich nicht näher eingehen, um Erstsehern nichts zu verspoilern

    Ich finde die Folge gut aber nicht so gut wie "Believers".

    3 Sterne.
    Geändert von MacGuffin (19.10.2008 um 09:21 Uhr)
    "Wenn das deutsche Fernsehen ein Pferd wäre, hätte man es schon längst erschossen" (Oliver Kalkofe)
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