Ich schließe mich der bisherigen Tendenz an und gebe (wenn auch knappe) vier Sterne für diese Folge, die ich ebenfalls für eine der besseren Non-Arc-Folgen halte (eine der "besten", soweit würde ich nicht gehen). Schön ist hier die Mehrdeutigkeit des (englischen) Titels "Believers" - „Gläubige“ sind hier nicht nur die Eltern von Shon, sondern vor allem auch Franklin, der hier wieder bedingungslosen Glauben an das Medizinerweltbild demonstriert. Klasse fand ich die Sache mit diesem Globbet-Ei. Das war sicher gut gemeint von Franklin, aber da schwatzt er dem Jungen dieses Plastik-Ei auf und hält ihn für zu dumm, zu merken, was da gespielt wird. Glaubte er, dass man "Gläubigen" jeden Blödsinn aufschwatzen kann? Ich fand es super, wie Gerrold das herumgedreht hat, mit Shon, der dann seinerseits meinte, Franklin brauche sein Plastik-Ei, an das er glauben könne.
Man erfährt außerdem etwas über das Glaubenscredo der angesprochenen Botschafter, wenn es um die Gründe geht, warum sie es ablehnen, die Eltern zu vertreten. Delenn führt Glaubensgründe an (und stößt damit ironischerweise auf das Unverständnis der Eltern), Mollari geht es ums Geld, und G’Kar um Macht und Einfluss.
Ähnlich wie in "Soul Hunter" geht es auch hier um unvereinbare Glaubenspositionen, und jede Partei ist überzeugt, im besten Interesse des Kindes und entsprechend moralischer Grundsätze zu handeln. Sinclair steht vor dem zusätzlichen Problem, dass nicht nur das Leben des Kindes, sondern auch die möglichen politischen Folgen berücksichtigen zu müssen – inwieweit darf und sollte man sich überhaupt in Angelegenheiten anderer Völker einmischen, und wann verliert die Station die Glaubwürdigkeit, neutral und unparteiisch zu sein.
Besonders gut gefallen hat mir zum einen, dass hier am Ende der Episode nicht irgendeine Partei "recht hat", sondern diese Entscheidung dem Zuschauer überlassen wird. Zum zweiten, dass die Geschichte konsequent zu Ende gebracht wurde und nicht irgendeine weichgespülte Lösung präsentiert wurde, in der dann die Eltern das Kind verstoßen und es gütigerweise von irgendeinem Botschafter oder so aufgenommen wird.





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