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Thema: B5 | 3.14 | Der Feind meines Feindes (Ship of Tears)

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  1. #5
    Frischling Avatar von rqady
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    Standard AW: B5 | 3.14 | Der Feind meines Feindes (Ship of Tears)

    Nach einem kleinen Durchhänger (wenn auch auf hohem Niveau) nun wieder eine hervorragende Folge, die den Arc durch viele wesentliche Kleinigkeiten voranbringt, aber an sich sehr unspektakulär ist. Hier sieht man, dass gute Geschichten Action-Szenen oder eine hastige Handlung nicht unbedingt brauchen.

    Walter Koenig glänzt in seiner wohl besten Rolle als Bester. Einerseits schafft es die Folge, ihn ein wenig menschlicher zu machen, indem man auf ihn als Privatmann eingeht. Seine Unzufriedenheit mit der erzwungenen Ehe, und seine Liebe zu einem Blip (leider wird diese Beziehung in Zukunft und den Büchern nicht so stark aufgegriffen wie von mir erhofft). Und der verwunderte Gesichtsausdruck in der Starfury, als ihn Sheridan warten lässt („I’m thinking it over“). Andererseits ist er hier unmenschlicher als je zuvor. Noch nie vorher wurde so klar dargestellt, wie sehr er die Nicht-Telepathen verachtet, und dass er wohl keine Sekunde zögern wurde, sie für immer zu vernichten. Und den Verweis auf die Umerziehungslager brauche ich wohl nicht zu kommentieren. Besters Darstellung erfolgt in einer Intensität, die einen erschaudern lässt. Und interessanterweise sieht er sich selbst, wie man in den Psi-Corps-Büchern lesen kann, in der Opferrolle (er vergleicht im dritten Buch sich mit den Juden im zweiten Weltkrieg).

    Es stellt sich mir hier auch die Frage, ob die verstärkte Telepathenfähigkeit im Hyperraum bereits zu Zeiten des Erd-Minbari-Krieges bekannt war. Das wäre durchaus ein Vorteil gewesen, den man hätte ausnützen können. Wenn das Psi-Corps das wusste und nicht veröffentlichte („um nicht als Kanonenfutter missbraucht zu werden“, wie Bester es nannte), hätte man die Vernichtung der Menschheit in Kauf genommen. Anscheinend hätten dann besser alle sterben sollen, als „nur“ die „falschen“ (aus Sicht des Corps die Telepathen).

    Auch die gefakten ISN-Nachrichten waren ein Highlight der Serie, das in der vierten Staffel auch noch in einer Folge aufgegriffen wird. Leider sind diese wohl nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt, wie man hoffen könnte. Und auch wenn die Empörung auf B5 über die Nachrichten groß war, bin ich mir sicher, dass sich viele Bewohner an diese Auslegung gewöhnen und später wohl auch glauben werden/würden. Auch diese Gleichschaltung der Medien erinnert an Diktaturen und den oben erwähnten zweiten Weltkrieg. Auch wenn die Darstellung sehr plakativ ist, ist B5 hier sehr schonungslos; so etwas hat es selten im Fernsehen gegeben.

    Ein weiteres Highlight ist die Einbindung von G’Kar. Schön, dass auch das nicht problemlos vor sich geht, und Delenn die Konsequenzen übernimmt. Hier wird auch wieder deutlich, was der (oder ein) Kern von Babylon 5 ist: Handlungen, resultierende Veränderungen und die Konsequenzen für Figuren. Nebenbei sieht man bei der Einführung von G’Kar in den Kriegsrat auch den War Room in seiner vollen Pracht. Ein sehr eindrucksvolles Set. Über die Entwicklung von G’Kar von der ersten Staffel bis jetzt brauche ich wohl nichts mehr zu sagen, und seine Entwicklung in Zukunft ist meiner Meinung nach nicht weniger spektakulär.

    Und zum Schluss werden so nebenbei zwei wichtige Fakten präsentiert. Telepathen wirken als Waffe gegen die Schatten und der Grund für das Fehlen der Narn-Telepathen. Aus meiner Sicht enthält die Folge außerdem eine der unterhaltsamsten Szenen von B5: Bester im Captain’s chair des Weißen Sterns und Sheridans Reaktion darauf.

    Am Ende der Folge beginnt dann der offene Krieg. Irgendwie hat man als Zuschauer nicht damit gerechnet, auch wenn es wohl unvermeidbar war. Als ich die Folge das erste Mal gesehen habe, war ich sehr erstaunt, dass der Kriegsbeginn so unspektakulär - und damit wohl auch so realitisch - vor sich geht. Kein besonderer Anlass, kein auslösender Faktor. Es war wohl einfach Zeit...
    Geändert von rqady (17.02.2010 um 00:01 Uhr)


    ________________________________

    "Did I ever tell you that you are very cute for a Minbari? Even you are cute, in an annoying sort of way. Everybody's cute! Everybody's cute! Even me. But in purple.. I'm stunning!"

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