Hier muss ich widersprechen: Wir erfahren davon genauso plötzlich wie Delenn, und können genau dadurch ihren Schock besser nachvollziehen. Bisher dachten wir, dass auf Minbar eigentlich eh soweit alles glatt läuft, und waren mit dem Schattenkrieg und der Erdregierung beschäftigt - wie auch Delenn. Nun erkennen wir so wie sie, dass wir uns hier geirrt haben. Gerade dadurch, wie plötzlich und ohne Vorbereitung diese Wendung kam, fand ich sie besonders wirkungsvoll.
Auch der Rest der Folge gefällt mir gut. Sheridan's Lösungsansatz betreffend der Erd-Propaganda hat mich beim ersten Sehen überrascht, liegt aber genau genommen derart offensichtlich auf der Hand, dass man sich unweigerlich fragt, warum man selbst noch nicht daran gedacht hat. In der Szene, in der ein von seiner Idee so begeisterter Sheridan bei Ivanova reinschneit und gar nicht bemerkt, dass sie im Nachthemd vor ihm steht, hat man auch wieder für auflockernden Humor gesorgt. Gleiches gilt wieder mal für die Gespräche zwischen Marcus und Stephen, die ebenfalls ein paar Köstlichkeiten zu bieten hatten. Die Rede von Franklin fand auch ich sehr gelungen und mitreißend, dass sie aber im Prinzip genau jenes Phänomen bestärkt, das Garibaldi ja so sauer aufstößt - wie Sepia kritisch anmerkte - ist nicht von der Hand zu weisen.
Die Handlung rund um die Drakh fand ich sehr packend. Auch die Effekte sind hier sehr gut gelungen; der Raumkampf war mitreißend inszeniert, und auch die Darsetllung der Drakh mit diesem Verzerrungseffekt hat mir gut gefallen. War mal was neues. Sehr überrascht war ich dann, als Delenn doch tatsächlich befohlen hat, sich erneut ins Getümmel zu stürzen. So wie es inszeniert war schien es eigentlich keine Frage zu sein, dass sie nun zu B5 zurückkehren - stattdessen gibt sie den Befehl, die Drakh anzugreifen udn zu vernichten. Zwar haben wir in der Vergangenheit auch schon gelegentlich die aggressivere Seite von Delenn erlebt, aber so wie Flotte zu dem Zeitpunkt schon beschädigt war und sich mit ach und weh noch in den Hyperraum retten konnte, hätte ich damit nun wirklich nicht gerechnet. Das abschließende Gespräch zwischen Sheridan und Delenn war dann gewohnt gut geschrieben und gespielt, und gibt die Marschrichtung für die kommenden Episoden vor: Beide werden nun erst mal ihre eigenen Schlachten an der Heimatfront zu bestreiten...
Alles in allem temporeich, packend und sehr unterhaltsam. 8/10







. Gleiches gilt wieder mal für die Gespräche zwischen Marcus und Stephen, die ebenfalls ein paar Köstlichkeiten zu bieten hatten. Die Rede von Franklin fand auch ich sehr gelungen und mitreißend, dass sie aber im Prinzip genau jenes Phänomen bestärkt, das Garibaldi ja so sauer aufstößt - wie Sepia kritisch anmerkte - ist nicht von der Hand zu weisen. 
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) aufziehen. Mit ihr als Leitfigur - weil sie vertrauenserweckend ist.
Die scheinen ein sehr entspanntes Arbeitsklima zu haben.


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