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Thema: Wieviel Realismus brauchen wir in SciFi?

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  1. #1
    Furie Avatar von Simara
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    Standard AW: Wieviel Realismus brauchen wir in SciFi?

    Ich glaube ich bin recht anspruchslos was Realismus in SF-Filmen betrifft.

    Wenn z. B. Riddick in seinem Film vor dem Sonnenaufgang "davonlaufen" kann, dann denke ich mir, hat der Planet in dem Universum eine Rotationsgeschwindigkeit, die das ermöglicht. Auch müssen die Temperaturen nicht den unseren entsprechen - WENN es denn ein eigenes Universum ist.

    Spielt der SF-Film in unserer Galaxie aber weit weit in der Zukunft, dann ist beamen oder sind Schutzschilde bzw. Trennwände okay.
    Was dann aber nicht geht, ist z. B. ein Spaziergang im All ohne Sauerstoffgerät.

    Ich erinnere mich da an die Szene in Farscape, als John aus einem "Raumschiff" aussteigen muss und ne Weile im All treibt - und es überlebt.
    Gut, es wurde ja heftig diskutiert und anscheinend ging diese Szene okay, aber trotzdem hat sie mir als unrealistisch aufgestoßen. Ich hoffe nur, es kommt niemand auf die Idee und will diese Sache mit nem Tierversuch beweisen.

    Ich glaube es war das erste Mal in TNG, dass ein Charakter (Data, Tasha) Bezug auf eine alte Folge nahm. In der Regel waren die Folgen und die Probleme in sich abgeschlossen. Ohne Auswirkungen. Das macht es aber für den Zuschauer leichter, denn er verliert den nicht vorhandenen Faden nicht.
    Wenn auf einmal in einer Folge Bezug auf ein Geschehnis in einer anderen Folge gemacht wird, dann wird der Zuschauer, der nicht jede Folge gesehen hat, sich fragen: "Wovon zum Teufel haben die es".
    Es gibt auch Leute, die Lehnen Serien mit Zusammen ab, da sie nicht vor den Fernseher "gezwungen" werden wollen.

    Eine durchgängige Charakterentwicklung im Verlauf der Serie finde ich schon wichtig.
    Realismus also bis zu einem gewissen Rahmen ... und wenn irgendein Antrieb bzw. dessen Reparatur oder die "Kalibrierung der vorderen Schilde" erklärt wird, dann läuft das eben an mir vorbei. Kann mit diesen Infos eh nichts anfangen. Ich nehm das mal als "Ist halt so" hin.


    Staffel II (2) dienstags im Nachtprogramm auf Pro7MAXX (Doppelfolgen)

    Staffel XII (12) montags 21:05 Uhr auf Pro7MAXX


    Staffel XIII (13) montags 20:15 Uhr auf Pro7MAXX

    Staffel XV (15) donnerstags auf CW

  2. #2

    Standard AW: Wieviel Realismus brauchen wir in SciFi?

    Zitat Zitat von Simara
    Was dann aber nicht geht, ist z. B. ein Spaziergang im All ohne Sauerstoffgerät.

    Ich erinnere mich da an die Szene in Farscape, als John aus einem "Raumschiff" aussteigen muss und ne Weile im All treibt - und es überlebt.
    Gut, es wurde ja heftig diskutiert und anscheinend ging diese Szene okay, aber trotzdem hat sie mir als unrealistisch aufgestoßen.
    Dazu nochmal die NASA, die es ja vermutlich wissen sollte:

    "If you don't try to hold your breath, exposure to space for half a minute or so is unlikely to produce permanent injury. Holding your breath is likely to damage your lungs, something scuba divers have to watch out for when ascending, and you'll have eardrum trouble if your Eustachian tubes are badly plugged up, but theory predicts -- and animal experiments confirm -- that otherwise, exposure to vacuum causes no immediate injury. You do not explode. Your blood does not boil. You do not freeze. You do not instantly lose consciousness.

    Various minor problems (sunburn, possibly "the bends", certainly some [mild, reversible, painless] swelling of skin and underlying tissue) start after ten seconds or so. At some point you lose consciousness from lack of oxygen. Injuries accumulate. After perhaps one or two minutes, you're dying. The limits are not really known."

    http://imagine.gsfc.nasa.gov/docs/as...rs/970603.html

    D.h. das einzige, was an der Szene wirklich 'daneben' war, war, daß John den Atem angehalten hat. Als Astronaut hätte er es besser wissen sollen. Aber das kann man vielleicht entschuldigen, da Ben Browder, der Darsteller, das vermutlich nicht wußte.

    (Na ja, und die Szene war etwas zu lang, bzw. John war zu lange bei Bewußtsein - offensichtlich verliert man nach ca. 14-15 Sekunden das Bewußtsein. *g*)

    Diese Szene wirft allerdings eine interessante Frage auf: Ist 'realistisch' das, was wissenschaftlich möglich ist, oder das, was wir durch Konvention und Gewöhnung für realistisch halten?

  3. #3
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    Standard AW: Wieviel Realismus brauchen wir in SciFi?

    Realistisch ist, was wissenschaftlich möglich ist. Aber:
    • Wieviel Ahnung hat der Zuschauer/Leser? Der eine z.B. hält fliegende Untertassen für möglich, der andere wird sie aufgrund ihre Form in den Bereich des aerodynamisch Unmöglichen verweisen (nur ein Beispiel, ich bin auch nicht physikalisch sonderlich bewandert); insofern wird jeder den "Realismus" einer Geschichte anders bewerten
    • SF beinhaltet auch immer eine spekulative Komponente, oftmals über technische Dinge. Der Warp-Antrieb aus Star Trek ist eine Spekulation, die von Wissenschaftlern für möglich gehalten wird; aus dieser Spekulation ergeben sich dann wiederum weitere Spekulationen. Bewegen wir uns noch auf "realistischem Terrain"?


    Was Simara generell anspricht, finde ich bei einer SF-Geschichte wesentlich wichtiger: Wenn man die Fakten seines Gedankenuniversums absteckt, dann sollte man sich auch daran halten, und nicht bei jeder Gelegenheit daran herumbiegen, oder kurz - die Kontinuität muss eingehalten werden (der größte Störfaktor bei Star Trek, d.h. deren Nichteinhaltung). Man befindet sich ohnehin schon auf neuem Terrain, auf "dünnem Eis", und wenn der Autor dann auch noch selbst den Faden verliert ...

  4. #4
    Dauerschreiber Avatar von Whyme
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    Standard AW: Wieviel Realismus brauchen wir in SciFi?

    Zitat Zitat von Lars
    Realistisch ist, was wissenschaftlich möglich ist.
    Aber ist es heutzutage echt möglich, zu sagen, was in 400-500 Jahren (oder sogar noch weiter in der Zukunft) wissenschaftlich möglich ist? Ich halte das für relativ unmöglich.

    Realistisch ist demnach, was einem glaubhaft erscheint. Völlig unabhängig davon, ob es wissenschaftlich möglich ist oder nicht. Und je weiter man die Handlung in die Zukunft versetzt um so leichter wird es, Glaubhaftigkeit zu erzeugen. Richtig schwer wird die nahe Zukunft. Entweder, die Welt unterscheidet sich so wenig von der unseren, dass man den SciFi-Einfluss gar nicht mehr merkt oder es ist einfach unrealistisch.

    Whyme
    I used to think it was awfull that life was so unfair. Then I thought wouldn't it be much worse if life were fair and all the terrible things that happen to us came because we deserve them? So now I take great comfort in the general hostility and unfairness of the universe.

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